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Kontaktverbot in Hessen: Was darf ich jetzt noch?

Kontaktverbot in Hessen - Was darf ich jetzt noch?

Zur Eindämmung der Corona-Krise erlässt Hessen ein weitgehendes Kontaktverbot. Was jetzt noch erlaubt ist, hier!

Das teilte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Sonntag in Wiesbaden mit. Menschen dürften nur noch allein oder zu zweit unterwegs sein. Er korrigierte damit seine ursprüngliche Aussage, wonach es grundsätzlich nur noch erlaubt sei, alleine auf die Straße gehen. Für Familien gebe es Ausnahmen, sagte er nach einer Schaltkonferenz von Bund und Ländern.

Eine Gruppe von Ländern hatte sich bereits vor der Konferenz im Grundsatz auf ein umfassendes Kontaktverbot verständigt. Dazu gehörten Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen. Demnach sollte es sich ausdrücklich nicht um eine Ausgangssperre, sondern um eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus handeln.

Darf ich noch mit Bus und Bahn fahren?

Ja. Allerdings soll auch dort nach Möglichkeit ein Mindestabstand von 1,5 - 2 Meter eingehalten werden. 

Darf ich mit meinen Kindern das Haus verlassen?

Ja, denn es gelten Ausnahmen für Familien und Personen, die in einem Haushalt leben. Eine alleinerziehende Mama beispielsweise dürfte natürlich mit zwei oder mehr Kindern das Haus verlassen. Trotzdem soll der Kontakt zu anderen Menschen wo möglich auf ein Minimum reduziert werden. 

Was ist mit den Abiturprüfungen?

Die Abiturprüfungen bei uns in Hessen laufen weiter. 

Aus welchen Gründen darf ich das Haus verlassen? 

Das Haus oder die Wohnung darf nur aus folgenden Gründen verlassen werden: Zum Einkaufen, für Arzt- und Apothekenbesuche, für den Weg zur Arbeit, um den Lebenspartner zu besuchen, um anderen zu helfen und für Sport und Bewegung an der frischen Luft. 

Darf ich noch Blut spenden? 

Ja, die Blutspende ist weiterhin erlaubt. 

Was hat jetzt noch geöffnet? 

Weiterhin geöffnet sind Lebensmittelläden, Futtermittelhandel, Wochenmärkte, Poststellen, Banken, Apotheken, Drogerien, Waschsalons, Reformhäuser, Tankstellen, Optiker, Sanitätshäuser, Kioske, Blumenläden, Tierbedarfsläden, Bau- und Gartenbaumärkte, Abhol- und Lieferdienste, Feinkostgeschäfte, Reinigungen, Hörgeräteakustiker und der Direktverkauf von Lebensmittelerzeugern. 

Zum Wortlaut der Leitlinien der Hessischen Staatskanzlei.

Auch Friseure müssen schließen

Bund und Länder haben nach Worten von Bouffier auch vereinbart, dass Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege eingeschränkt werden. Das gelte insbesondere für Friseure, Massagesalons, Tattoostudios und ähnliches. "Die medizinisch notwendigen Behandlungen bleiben möglich", betonte der Ministerpräsident. Dazu zählten etwa medizinische Fußpflege und Physiotherapien. Eine Übersicht, was noch offen bleiben darf und was geschlossen werden muss, gibt es hier.

"Sehr, sehr ernste Lage"

"Wir sehen, dass wir eine sehr, sehr ernste Lage haben (...) und trotzdem müssen wir besonnen bleiben", mahnte Bouffier. Die bisherigen Vorgaben zu den eingeschränkten Kontakten würden von einer ganz großen Zahl der Bürger eingehalten, sagte er. Bislang waren Gruppen von bis zu fünf Menschen erlaubt.

Infografik: Was Social Distancing bewirkt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

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