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Bauern geschickt: Einreiseverbot für Erntehelfer

Wetterauer Bauern geschockt - Einreiseverbot für Erntehelfer

© dpa

Riesenfrust bei den Wetterauer Früchtchen. Einige Erntehelfer von Landwirt Reuhl wollten morgen mit dem Flugzeug kommen - die Tickets sind nun gecanzelt. 

Um der Ausbreitung der Pandemie in Deutschland entgegen zu wirken, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von diesem Mittwoch um 17.00 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Die hessischen Bauern sind darüber schockiert.

"Ab Mitte April brauche ich Helfer für Freiland-Spargel und Erdbeeren"

Landwirt Maximilian Reuhl von den Wetterauer Früchtchen in Münzenberg sagte im FFH-Gespräch: "Zum Glück sind meine Erntehelfer sehr früh gekommen, wir konnten jetzt also mit dem Spargel beginnen. Aber ab Mitte April fehlen viele Helfer für Freiland-Spargel und Erdbeeren." Ihn berührt sehr, dass viele langjährige und erfahrene Helfer nun nicht kommen können. Vor allem, da deren Familien in Polen, Kroatien oder Rumänien mit dem Einkommen rechnen.

Deutsche können nur bedingt erfahrene Erntehelfer aus Polen ersetzen

Derzeit melden sich viele Deutsche auch aus der direkten Umgebung bei dem Wetterauer Landwirt, um Hilfe anzubieten. Den freut das, aber er kommt kaum vom Telefon und muss die Angebote auch erst sortieren. Darum seine Bitte: Meldet euch bei mir doch über das Kontaktformular auf der Homepage der Wetterauer Früchtchen. Und die kleine Warnung: "Ernten ist schwere Arbeit. Sie bedarf der Übung, sie dauert 8 Wochen, gearbeitet wird manchmal 8-10 Stunden pro Tag"

Der Wetterauer Landwirt im FFH-Gespräch

Landwirt Maximilian Reuhl

"Wir sind schockiert vom Einreiseverbot"

Landwirt Maximilian Reuhl

"Wir suchen Leute, die für acht Wochen dabei sein wollen"

Anne Schmidt

Reporterin
Anne Schmidt

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