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Nach Axt-Angriff auf Ehefrau: Anklage erhoben

Ehefrau in Limburg getötet - 34-Jähriger nach Axt-Attacke angeklagt

Nach einem brutalen und tödlichen Angriff auf eine Frau in Limburg hat die Staatsanwaltschaft gegen ihren Ehemann Anklage wegen Mordes erhoben. Er soll die 31-Jährige im vergangenen Oktober zunächst mit einem Auto angefahren und dann mit einer Axt und einem Küchenbeil auf sie eingeschlagen haben.

Gedenkplakette erinnert an die Tote

Am Tatort hängt mittlerweile eine Gedenkplakette, die an die 31-jährige Sana erinnert. Auf ihr steht schlicht: "In Gedenken an Sana". "Es ist bitter, dass wir die besonders Schutzbedürftige nicht schützen konnten", sagte Johannes Laubach, Sprecher der Stadt Limburg zu FFH nach der Mordanklage. Die Frauenbeauftragte der Stadt Limburg, Carmen von Fischke und mit ihr alle, die sich in Stadt und Kreis gegen Gewalt gegen Frauen einsetzen, sind weiterhin erschüttert von der besonderen Brutalität. "Es war keine Beziehungstat, sondern ein Femizid", so von Fischke, "Sie ist Opfer geworden, weil sie eine Frau ist."  

Opfer lebte in Frauenhaus

Das Motiv des 34-Jährigen sehe man in der zuvor erfolgten Trennung des Paares, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Limburg. Das Paar, zu dem auch zwei Kinder gehören, hatte in Rheinland-Pfalz gewohnt. Zum Tatzeitpunkt lebte die 31-Jährige aber in einem Frauenhaus in Limburg. Laut dem schriftlichen Obduktionsergebnis erlitt die Frau bereits bei der Kollision mit dem Auto tödliche Verletzungen.

Mit Axt und Beil auf Frau eingeschlagen

Der 34-Jährige habe mit der Axt mindestens fünfmal gegen den Kopf und den Hals des Opfers eingeschlagen, sagte derJustiz-Sprecher. Auch mit dem Beil soll der Mann auf den Hals gezielt haben. Er sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen. Er soll aber auch einen Privatdetektiv angeheuert haben, um den Aufenthaltsort 

Weitere Taten angeklagt

Angeklagt ist der 34-Jährige, der die deutsche Staatsangehörigkeit hat, nicht nur wegen Mordes aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen,sondern unter anderem auch wegen Nötigung und Bedrohung. Er soll am Tattag zwei Passanten mit einer Schreckschusswaffe bedroht haben.

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