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Strafverfahren gegen VW-Chef wird eingestellt

Diesel-Affäre - Auch Verfahren gegen Winterkorn wackelt

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ARCHIV - 13.04.2018, Niedersachsen, Wolfsburg: Herbert Diess (r), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Hans Dieter Pötsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Volkswagen AG, geben eine Pressekonferenz

Nach langen "Dieselgate"-Ermittlungen waren sich die Strafverfolger sicher: Manager aus der obersten Führungsetage von VW sollen Aktionäre zu spät über das Ausmaß der Affäre informiert haben. Wenige Monate später ist das Verfahren für zwei der drei Angeklagten vorbei.

Das Strafverfahren wegen möglicher Marktmanipulation gegen VW-Konzernchef Herbert Diess und Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch in der Diesel-Affäre soll gegen eine Zahlung von neun Millionen Euro eingestellt werden. Ein Sprecher des Kontrollgremiums von Volkswagen bestätigte  eine entsprechende Einigung zwischen den beiden Angeklagten und der Justiz. Zuvor hatte das "Manager-Magazin" darüber berichtet.

VW: Vorwürfe waren unbegründet

"Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG begrüßt die Einstellung des Verfahrens durch das Landgericht Braunschweig", hieß es. Diess und Pötsch waren im September vergangenen Jahres angeklagt worden - die Ermittler warfen ihnen vor, im Zusammenhang mit dem Auffliegen des Abgasskandals im Herbst 2015 in den USA Anleger nicht rechtzeitig über das Ausmaß der finanziellen Folgen und drohenden Strafen informiert zu haben.

Auch Marktmanipulationsverfahren gegen Winterkorn wackelt

Auch das Strafverfahren gegen den früheren VW-Chef Martin Winterkorn wegen möglicher Marktmanipulation soll wackeln. Es könnte gegen Auflagen schon bald beendet werden, hieß es am Abend aus Winterkorns Umfeld. Winterkorn ist in einem weiteren Verfahren zusätzlich wegen schweren Betrugs im Zusammenhang mit der Dieselaffäre angeklagt. Auch hier ist die Anklage noch nicht zugelassen, das Gericht hatte zuletzt Zweifel an der Stichhaltigkeit einiger Vorwürfe erkennen lassen.

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