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Deutlich weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten

Corona-Krise - Weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten

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Symbolbild

Die Zahl der Verkehrsunfälle auf Hessens Straßen mit Verletzten oder Toten ist in den ersten drei Monaten des Jahres auf ein Rekordtief gesunken. Insgesamt wurden von Januar bis März 3690 derartige Unfälle registriert - so wenige habe es seit Beginn der Statistik 1950 in einem ersten Quartal noch nie gegeben, teilte ein Sprecher des Statistischen Landesamtes mit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das einen Rückgang von 12,6 Prozent.

Geringes Verkehrsaufkommen - wegen Kontaktbeschränkungen

Hintergrund für die stark gesunkenen Unfallzahlen ist das deutlich geringere Verkehrsaufkommen im März wegen der Corona-Krise. In der zweiten Märzhälfte wurde das öffentliche Leben an vielen Stellen stark eingeschränkt und die Menschen wurden aufgefordert, wegen der Ansteckungsgefahr zuhause zu bleiben. So wurden unter anderem Restaurants, viele Geschäfte und die Freizeiteinrichtungen geschlossen, zahlreiche Hessen arbeiteten von zuhause aus.

Zahl der tödlichen Autounfälle bleibt gleich

Entsprechend sank die Zahl der Verunglückten. Insgesamt wurden von Januar bis März 4971 Menschen bei Unfällen verletzt, das entspricht binnen Jahresfrist einem Rückgang von 13 Prozent. 33 der Verletzten starben, die Zahl der Verkehrstoten sank damit im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2019 um 17. Einen Wermutstropfen gab es im März 2020 dennoch - die Zahl der Toten lag mit 16 auf demselben Niveau wie im März 2019, wie ein Sprecher der Statistikbehörde sagte. Verletzt wurden bei Unfällen im März 1550 Menschen, das waren den Angaben zufolge 24,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

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