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Immer mehr Kritik an Quadratmeter-Regel für Wirte

Ministerium will Regel prüfen - 5 Quadratmeter pro Gast - Regel zu hart?

In Hessen wird die Kritik an der Fünf-Quadratmeter-Regel für die Gastronomie immer lauter - jetzt kündigt das Wirtschaftsministerium an, dass die Regelung überprüft wird.

Weil nur ein Gast pro fünf Quadratmeter Fläche bewirtet werden darf, lohnt die Öffnung für viele Lokale nicht. Die Begrenzung der Gäste pro Quadratmeter gibt es in keinem anderen Bundesland.

Für viele Lokale lohnt sich eine Öffnung nicht

Selbst in großen Biergärten oder auf breiten Restaurant-Terrassen verlieren sich nur ein paar Gäste an wenigen Tischen.  Wirte mit kleinen Gasträumen machen erst gar nicht auf. Die Quadratmeterregel ist zu hart – und überflüssig, sagen die Landtagsfraktionen von SPD und FDP. Auch die Oberbürgermeister von Frankfurt und Wiesbaden fordern: Weg mit der Regel, das Abstandsgebot reicht aus.

Ist eine weitere Lockerung denkbar? 

Wir haben beim Wirtschaftsminister angefragt, warum denn Hessen hier eine strengere Regel als alle anderen Bundesländer hat und ob eine Änderung denkbar ist. Die Antwort: Hessen habe sogar mehr Freiheiten als andere Länder zugelassen - so gebe es keine Sperrstunde und sogar Bars dürften öffnen. Allerdings: Die Fünf-Quadratmeter-Regel stehe nächste Woche im Corona-Kabinett der Landesregierung auf dem Prüftstand - also: ein wenig Hoffnung für die Gastronomen, dass sich da etwas tut.

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