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Halle-Attentäter: Prozessbeginn im Juli

40 Nebenkläger - Halle-Attentäter: Prozessbeginn im Juli

© dpa

Schusslöcher sind an der Eingangstür der Synagoge in Halle/Saale, durch die sich der Attentäter Zutritt verschaffen wollte, zu sehen.

Gut acht Monate nach dem rechtsterroristischen Anschlag von Halle ist das Hauptverfahren gegen den Täter eröffnet worden. Die Hauptverhandlung beginne am 21. Juli in Magdeburg, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Naumburg mit.

Darüber hinaus habe sich der 1. Strafsenat dafür ausgesprochen, 40 Menschen als Nebenkläger zuzulassen. Der Angeklagte stehe im Verdacht, aus einer "antisemitisch, rassistisch und fremdenfeindlich motivierten Absicht" gehandelt zu haben. Neben dem Verhandlungsauftakt sind 17 weitere Termine vorgesehen.

Schüsse und Sprengsätze

Der 28 Jahre alte Attentäter aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz hatte am 9. Oktober 2019 - am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur - versucht, in der Synagoge in Halle ein Blutbad anzurichten. Er schoss auf eine Holztür und warf Sprengsätze. Als es ihm nicht gelang in die Synagoge einzudringen, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau.Im Anschluss tötete er in einem nahen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Mann. Zuvor habe er versucht, "sämtliche der sich in dem Gastraum des Restaurants aufhaltenden Personen mittels einer Sprenggranate zu töten", heißt es in der aktuellen OLG-Mitteilung. Dies sei jedoch misslungen.

Täter filmte mit Helmkamera

Ihm wird zweifacher Mord, mehrfacher Mordversuch zum Nachteil von 68 Menschen sowie Volksverhetzung zur Last gelegt. Der Attentäter filmte die Taten mit einer Helmkamera, seine Aufnahmen waren via Internet live zu sehen.

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