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Lufthansa-Tochter Eurowings: Seit Mitternacht Piloten-Streik

Lufthansa-Tochter Eurowings - Seit Mitternacht Piloten-Streik

© dpa

Piloten der Fluggesellschaft Eurowings sind um Mitternacht in einen ganztägigen Streik getreten. Der Arbeitskampf habe wie geplant begonnen, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag bei Eurowings seien gescheitert, teilte die VC am Dienstag mit. "Zehn Verhandlungsrunden, davon zwei nach dem eindeutigen Signal der Urabstimmung, haben zu keiner nennenswerten Annäherung geführt." 

In Frankfurt sind bislang keine Passagiere betroffen. Im Flugplan gibt es heute in Frankfurt 18 Abflüge - unter anderem nach Korfu, Gran Canaria oder Pristina - trotz Streikaufruf findet die laut aktuellem Flugplan aber alle statt.

Im Flugplan Flughafen Frankfurt finden sie alle aktuellen Abflug- und Ankunftszeiten.

Entlastung durch Verringerung der Flugzeiten

Eine zentrale Forderung sei die Entlastung der Mitarbeiter beispielsweise durch eine Verringerung der maximalen Flugdienstzeiten sowie die Erhöhung der Ruhezeiten gewesen.

"Das ist nicht nur maßlos"

Der Eurowings Geschäftsführer Finanzen & Personal, Kai Duve teilte über einen Sprecher mit: „Trotz zweier anstehender Gehaltserhöhungen in den nächsten vier Monaten von deutlich mehr als 10 Prozent fordert die Vereinigung Cockpit 14 zusätzliche freie Tage im Jahr sowie eine Absenkung der maximalen Wochenarbeitszeit um fünf Stunden. Das ist in Zeiten, in denen sich Millionen Menschen vor einem kalten Winter und der nächsten Heizkostenrechnung fürchten, nicht nur maßlos."

Eurowings: Forderungen würden 20 Prozent der Flüge unmöglich machen

Die Forderungen würden außerdem 20%  der Flüge unmöglich machen und damit die Zukunftsfähigkeit des Flugbetriebs und seiner Mitarbeitenden gefährden, so Duve. Eurowings bietet bereits heute Beschäftigungsbedingungen, die unter den europäischen Point-to-Point-Airlines zu den besten gehörten.

Eurowings-Streik

FFH-Reporter Andreas Kohl zu Auswirkungen auf Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen

Im Flugplan gibt es heute in Frankfurt achtzehn Abflüge, unter anderem nach Korfu, Gran, Canaria oder Prishtina. Trotz Streikaufruf finden die aber laut aktuellem Flugplan aller statt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert für die Piloten kürzere Flugdienst zeitnah und längere Ruhezeiten. Eurowings hält den Streik für unverhältnismäßig und unverantwortlich. Die Airline will mit Lufthansa Unterstützung versuchen, die meisten Flüge durchzuführen. Andreas Khol, Frankfurt

© HIT RADIO FFH
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