Nachrichten > Wirtschaft aktuell, Rhein-Main, Top-Meldungen >

Zum Weihnachtsgeschäft: Hessens Händler rechnen mit sinkenden Umsätzen

Zum Weihnachtsgeschäft - Händler rechnen mit sinkenden Umsätzen

Eine Frau steht mit einer Tasche vor einer Weihnachtspyramide auf dem Roßmarkt. Der Handelsverband Hessen äußert sich zum Weihnachtsgeschäft und zum Jahr 2022.
© dpa

Eine Frau steht mit einer Tasche vor einer Weihnachtspyramide auf dem Roßmarkt. Der Handelsverband Hessen äußert sich zum Weihnachtsgeschäft und zum Jahr 2022.

Trotz hoher Energiepreise und Inflation rechnen Hessens Händler mit einem ansprechenden Weihnachtsgeschäft. Doch auch ohne Corona-Beschränkungen werden frühere Umsätze nicht erreicht.

Trotz durchgehend geöffneter Geschäfte rechnet Hessens Einzelhandel im laufenden Weihnachtsgeschäft mit real sinkenden Umsätzen. Der Handelsverband Hessen veröffentlichte am Mittwoch seine Prognose von 10,5 Milliarden Euro Umsatz für die Monate November und Dezember zusammen. Das sind zwar nominal 5,4 Prozent mehr als im corona-geprägten Vorjahreszeitraum, nach Preisbereinigung dürfte das Geschäft aber um 4 Prozent schrumpfen, berichtete der Verband in Frankfurt.

Kein wirkliches Wachstum zu erwarten

Für das Gesamtjahr rechnen die Händler mit 55 Milliarden Euro, was im Vergleich zu 2021 ein nominales Plus von 7,5 Prozent bedeuten würde. Auch hier sei wie im Bund kein wirkliches Wachstum zu erwarten. "Die Umsätze wurden durch die Inflation relativiert. Diese Tatsache tut vielen Händlern weh", erklärte Verbandspräsident Jochen Ruths. Seine Stellvertreterin Tatjana Steinbrenner berichtete von hohem Kostendruck auf die einzelnen Unternehmen.

Viele Händler sehen sich in ihrer Existenz bedroht

Zwar machten die Energiekosten zu normalen Zeiten im Handel nur 2 Prozent der Kosten aus. Gleichwohl seien die knappen Margen bedroht, wenn Strom auf einmal das Dreifache koste und die heimischen Stadtwerke keine längerfristigen Lieferverträge mehr anböten. Mehr als ein Drittel der Händler sehe sich in der wirtschaftlichen Existenz bedroht.

Prognose: Online-Handel wird zahlemäßig zurück gehen

Gleichwohl registriert der Verband eine leichte Erholung des stationären Handels im Vergleich zum Jahresende 2021, als die Geschäfte teils noch mit "2G-Bändchen" versuchten, gegen Corona geimpfte Kunden in die Geschäfte zu locken. Laut Prognose wird der zuletzt stark genutzte Online-Handel bundesweit auch nominal zurückgehen, während die stationären Geschäfte einen Teil des Geschäfts wieder reinholen. Doch auch sie können längst nicht mehr auf den Vertriebskanal über das Internet verzichten, stellte Steinbrenner klar. Das habe sich bereits in dieser Woche mit dem Rabatt-Tag "Black Friday" gezeigt.

Auch interessant
Auch interessant
  Auch bei den Weihnachtsgeschenken wird dieses Jahr gespart

Vor allem Geringverdiener müssen zu Weihnachten den Gürtel enger schnallen. Das…

Julias Plätzchenkalender Leckere Rezepte: Türchen 13 bis 24

In Julias Plätzchenkalender teilt unsere Back-Queen ihre Lieblingsrezepte mit…

Sissi, Tatsächlich… Liebe & Co. Wann laufen die Weihnachts-Klassiker?

Manche Filme gehören genauso zur Weihnachtszeit wie Glühwein, Plätzchen,…

nach oben