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12.10.2017

BASF: Von Matratzen-Schäumen geht keine Gefahr aus

© dpa

Symbolbild

Von den Schaumstoffen, die mit einem belasteten BASF-Kunststoffprodukt hergestellt wurden, geht nach Einschätzung des Unternehmens keine Gefahr für die Gesundheit aus. Das zeigten erste Untersuchungen an verunreinigten Schäumen und weitergehende Berechnungen, teilte BASF mit.

2500 Tonnen wurden verarbeitet

Das Chemieunternehmen hat zwischen dem 25. August und dem 29. September 7500 Tonnen des Kunststoffgrundprodukts Toluoldiisocyanat (TDI) hergestellt, die nach Unternehmensangaben eine deutlich erhöhte Konzentration an Dichlorbenzol (DCB) aufwiesen. Dichlorbenzol steht im Verdacht, Krebs zu verursachen. Es kann außerdem Haut, Atemwege und Augen reizen. Von den ausgelieferten 7500 Tonnen wurden 2500 Tonnen laut BASF bereits weiterverarbeitet.

"Deutlich unter Referenzwert"

Nach Angaben eines BASF-Sprechers lagen die in den Schäumen gemessenen DCB-Werte «deutlich» unter dem Referenzwert von einem ppm (parts per million - Anteile pro Million). Der Referenzwert sei der Wert, der auch normalerweise ausschlaggebend sei. Das TDI wird unter anderem zur Herstellung von Matratzen und Autositzen verwendet. 

Mangel bei der Qualitätskontrolle?

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) kritisierte zuvor das Unternehmen und kündigte Gespräche an. «Dass über einen Monat lang ein ungeprüfter Stoff ausgeliefert wurde, zeigt, dass die Qualitätskontrolle und Informationspolitik der BASF dringend kritisch überprüft werden muss», teilte Höfken mit. Sie forderte von der BASF «eine rasche und umfassende Information und Aufklärung beim Dichlorbenzol-Vorfall».

Bereits vorher Probleme mit Anlage

BASF produziert das TDI in einer Anlage, die mit Anschaffungskosten von rund einer Milliarde Euro die bislang größte Investition im Stammwerk war. Sie war mit Verspätung gestartet und danach wegen eines Defekts vorübergehend abgestellt worden. 


BASF hat eine telefonische Hotline für Kunden und Verbraucher eingerichtet. Diese ist laut Unternehmen zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr zu erreichen unter +49 621 60-21919.


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