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15.03.2017

Pollenflug-Kalender: Was tun gegen Heuschnupfen?

© dpa

Der Pollenflug macht vielen Allergikern zu schaffen.

Die Augen tränen, die Nase läuft, man hustet permanent und fühlt sich abgeschlagen: Ja, die Pollen sind wieder aktiv und Allergiker haben es mit vielen Beschwerden zu tun. Was viele aber nicht wissen: Manche Blüten blühen schon seit Januar.

Laut des "Deutschen Allergie- und Asthmabund. e.V." leiden 16 Prozent der deutschen Bevölkerung unter einer Pollen-Allergie. Wir beantworten euch wichtige Fragen rund um den Heuschnupfen und erklären, wie ihr euch davor schützen könnt.

Wie erkenne ich, ob ich allergisch auf Pollen bin?

Zuerst den Allergologen aufsuchen. Mit einem Haut- und Bluttest stellt dieser fest, auf welche Pollen man allergisch reagiert – sofern man es überhaupt mit einer Pollenallergie zu tun hat. Wenn ja, wird zwischen den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten entschieden.

Pollen-Zeit geht über den Frühling hinaus

Natürlich bietet es sich Allergikern an, während der Blütezeit Urlaub an einem Pollen-freien Ort zu machen. Dafür kommen zum Beispiel Inseln, Meeres-Küsten oder Hochgebirge in Frage. Der ideale Ort hängt jedoch davon ab, auf welche Pollen man allergisch reagiert

Wann sind welche Pollen aktiv?

Darüber gibt der Pollenflug-Kalender Auskunft. Die Flugzeit der verschiedenen Pollen variiert im Zeitraum von Januar bis August, beginnend mit den Pollen der Erle und Hasel. Spätestens im Februar beginnt auch die Haupt-Blütezeit von Ulme und Weide - im April sind es dann Birke, Eiche und Esche. Folgende Grafik gibt genauen Aufschluss über die Pflanzen mit den stärksten Pollen-Aufkommen:

Infografik: Pollenflugkalender | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Was tun gegen die Pollen-Allergie?

Neben dem Blick auf den Pollen-Kalender, entsprechenden Medikamenten und dem besagten Urlaub an einem Pollen-freien Ort, kann man sich mit einfachen Tricks vor Pollen schützen.

1. Viel trinken, insbesondere Mineralwasser. Das hält die Schleimhäute feucht, welche die Pollen so besser abfangen können.

2. Das Zimmer kurz lüften. In der Stadt am Morgen und auf dem Land am Nachmittag oder am Abend. Zu diesen Zeiten ist die Pollen-Konzentration in der Luft am geringsten.

3. Klamotten im Badezimmer ausziehen, damit das Schlafzimmer frei von Pollen bleibt.

4. Vor dem Schlafengehen die Haare waschen, da sich Pollen dort gerne verfangen, die dann auf Kissen, in Nase oder Augen gelangen können.

5. Wechsel-Duschen am Morgen stärkt das Immunsystem: Am besten in der Reihenfolge kalt, lauwarm, kalt und dann an der Luft trocken. Jedoch nicht mit dem Handtuch.

6. Nasensprays, Augentropfen und Tabletten lindern die Symptome. Wenn die Augen jucken, reicht es oftmals auch einen feuchten Lappen auf die Augen zu legen.

7. Die Schwere der Allergie-Symptome hängt von der Ernährung ab. Hier empfiehlt es sich, viel frisches Obst mit Vitamin C zu essen: zum Beispiel Zitrone, Bananen, Paprika oder Tomaten.

8. Regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösung helfen bei Beschwerden in der Nase. Das Salzwasser spült die Pollen aus und desinfiziert die Nasenschleimhaut.

9. Beim Autofahren die Fenster geschlossen lassen, damit keine Pollen ins Wagen-Innere gelangen.

10. Brille statt Kontaktlinsen tragen. Diese hält Pollen zumindest etwas von den Augen fern.

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