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20.03.2017

Tages-Trip in die Zukunft: CeBIT in Hannover

© dpa

Auch Roboter Pepper kann man auf der CeBIT live erleben.

Lust auf eine kurze Reise in die Zukunft? Es ist wieder CeBIT-Zeit. Auf der Messe gibt es auch dieses Jahr wieder Technik zu sehen, die vor ein paar Jahren noch als reiner Science Fiction abgetan worden wäre und jetzt kurz vor der Markteinführung steht. 

Ein besonders drängendes Problem gerade in Städten will die Deutsche Telekom angehen: Die nervige Suche nach freien Parkplätzen. Dafür will der der Konzern tausende kleine Sensoren auf möglichen Stellplätzen verteilen, die checken können, ob über ihnen ein Auto parkt. So lässt sich per Smartphone jederzeit schauen, wo gerade noch ein Parkplatz frei ist. Ein erster Test soll nächstes Jahr in Hamburg starten. Bewährt sich die Technik, sollen weitere Städte folgen.

Bier von der smarten Theke

Und noch ein zweites dringendes Problem möchte die Telekom in Zukunft lösen: Wie komme ich noch schneller und unterhaltsamer an mein Bier. Dafür hat der Telekommunikations-Riese eine extra smarte Theke mit intelligenten Gläsern gebaut. Die speziellen Gläser werden von unten durch ein Ventil am Glasboden befüllt. Das geht schneller als das klassische Zapfen. Per Smartphone kann man sich mit dem Glas verbinden und zum Beispiel an Gewinnspielen teilnehmen. Der Wirt hat natürlich auch was von der cleveren Theke: Denn die wertet direkt aus, welche Getränke wann besonders gerne getrunken werden und hilft so bei der Einkaufs-Planung.

Überall Drohnen

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Für viele Austeller der Zukunftsmarkt: Drohnen im professionellen Bereich

Das große Geschäft der Zukunft sehen viele Austeller in den Drohnen. Letztes Jahr wurden mit den Fluggeräten schon 6 Milliarden Euro umgesetzt und in Zukunft soll das noch viel mehr werden. Chiphersteller Intel will da zum Beispiel ganz groß mitmischen. Dazu hat der Konzern auf der CeBIT einen riesigen Drohnen-Park aufgebaut. Inklusive Modelle von einer Ölbohrinsel oder von Windrädern, an denen die Drohnen ihre Fähigkeiten in Reperatur-Einsätzen zeigen. Aber es geht nicht nur um so ernste Anwendungen: In der Halle nebenan fliegen die Hersteller Wettrennen mit ihren Drohnen.

Die Hessen kommen

Auch Hessen ist auf der CeBIT gut vertreten: Aus Herborn ist zum Beispiel das Unternehmen Rittal in Hannover mit dabei. Es präsentiert unter anderem Lösungen für sichere Rechenzentren. Ein hessisches Kern-Angebot auf der CeBIT ist der gemeinsame Stand unserer Hochschulen. Studenten aus Fulda zeigen hier zum Beispiel ein Forschungsprojekt, das Cyber-Attacken rechtzeitig erkennt. Und die TU Darmstadt präsentiert das Programm "Privalino". Es soll das Online-Chatten für Kinder sicherer machen und Erwachsene abwehren, die gezielt Kinder anschreiben, um ihr Vertrauen zu erschleichen.

Handynetz auf dem Mond

Eine besonders verwegen klingende Idee, mit wissenschaftlichem Hintergrund, will ein Berliner Startup umsetzen. Zusammen mit Vodafone und Audi möchte das Unternehmen "Part-Time-Scientists" ein LTE-Netz auf den Mond bringen. Die Technik wird normalerweise zum surfen mit dem Smartphone benutzt. Auf dem Mond soll sie die Kommunikation von zwei Mondlandefahrzeugen sicherstellen. Denn die bisher in der Raumfahrt eingesetzten Funktechniken brauchen viel Energie, die auf fremden Himmerlkörpern schwer zu beschaffen ist. Das für Handys entwickelte LTE ist dagegen bereits gut erforscht und sehr sparsam. Bereits 2018 will die Firma ihre Technik auf den Mond schießen. Und nach Ende der Mission soll das LTE-Landemodul für zukünftige Missionen zurück bleiben.

CeBIT für 60 Euro

Allerdings: Wer sich auf die Reise in die Zukunft begeben will, muss relativ tief in die Tasche greifen. Tagestickets für die CeBIT gibt es nämlich nur für Schüler und Studenten - alle anderen müssen gleich ein Wochenticket für rund 60 Euro kaufen!

Marc Adler

Reporter:
Marc Adler

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