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10.08.2017

Der perfekte Tag in... Bad Sooden-Allendorf!

Warum in die Ferne fahren , wenn es in Hessen auch so viele schöne Orte gibt? Wir stellen euch diese Orte und ihre Attraktionen in unserer Serie "Der perfekte Tag in..." vor. Von Restaurants und Cafés über Parks oder Museen bis zu den Geheimtipps. Dieses Mal mit Bad Sooden-Allendorf. FFH-Reporter Daniel Bresser hat sich in der kleinen Märchenstadt in Nordhessen umgeschaut und dort den perfekten Tag verbracht.

Mein perfekter Ferientag in Nordhessen beginnt morgens direkt an einer Burg. Das könnte man zumindest denken, wenn man so vor dem Gradierwerk steht. Eine zwölf Meter hohe Mauer und zwei Türme stehen mitten im Zentrum von Sooden. Und hier kommt man hin, wenn man mal ordentlich entspannen oder dem Körper etwas Gutes tun will. Denn von der hohen Mauer tröpfelt Solewasser herunter – also Salzwasser. Und das soll besonders für Menschen mit Asthma, Allergiker oder aber auch Raucher gut sein. Inhaliert man das, soll es so gut für die Lunge sein, wie das Meeresklima an der Nordsee.

Wer die 140 Meter lange Strecke nicht laufen will, der kann sich auch einfach eine Liege schnappen oder sich auf eine von mehreren Bänken setzen. Wie lange man da bleibt, ist egal. Aber: Je länger, desto besser, sagen die Besserwisser. Und wer sich traut, kann auch mal die Sole an der "Leckmauer" probieren. Schmeckt wirklich salzig! :-)

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© FFH

Warum man Gradierwerke früher auch Leck- oder Dröppelwerke nannte und der tolle Ausblick vom Turm des Gradierwerks in Bad Sooden-Allendorf. 

Die ganze Entspannung hat mich hungrig gemacht und ein spätes Frühstück geht immer. Besonders schön könnt ihr das meiner Meinung nach am Marktplatz – also quasi auf der anderen Werra-Seite machen – im Ortsteil Allendorf. Da befindet sich nicht nur das Rathaus, es gibt auch schöne kleine Läden, in denen ihr bummeln könnt.

Zum Brunchen oder Frühstücken empfehle ich euch Grunewalds. Denn dort hat man einen perfekten Blick auf den Brunnen und den Marktplatz, der von extrem vielen, alten und schnuckeligen Fachwerkhäusern umgeben ist. Wer beim FFH-Weihnachtssingen 2016 dabei war, weiß, wie schön dieser Platz ist.

Die Spezialität des Hauses ist hier übrigens der "Marktplatz-Plausch" - ein süßes Frühstück - oder das "Strohkopf-Frühstück" für alle, die es deftig mögen. Ein Highlight für den kleinen Hunger sind aber die Stullen, sagt mir Besitzerin Sandra Grunewald: "Da greifen die Fahrradtouristen überwiegend zu." Und donnerstags gibt’s hier auch noch den selbstgemachten Speckkuchen. Unbedingt zuschlagen!

Und hier kommt noch mein Tipp für alle, die mal donnerstags einen Tag in Bad Sooden-Allendorf verbringen sollten: Dann macht der Marktplatz seinem Namen nämlich alle Ehre und ein paar Händler bieten ihre regionalen Waren an. Hier kommt man auch noch ins Gespräch mit den Händlern und weiß, wo die Sachen herkommen. Außerdem kann man auch immer mal vorher die Dinge probieren.

So richtig nordhessisch zum Beispiel an der "Wurstkutsche" mit Ahler Worscht und frischer Sülze. Am Stand gegenüber gibt es aber auch leckeren Bergkäse und den Bockshorn-Klee-Käse – der ein bisschen nach Maggi-Würze und Erdnüssen schmeckt. Absolut empfehlenswert!

Den Wochenmarkt solltet Ihr am besten am Vormittag besuchen, denn spätestens um 13 Uhr packen die Händler ihre Sachen wieder ein.

Kraxeln könnt ihr hier in Bad Sooden-Allendorf ideal. Es gibt genügend Wander- und Radstrecken drum herum. Der hohe Meißner (auch Frau-Holle-Berg genannt) ist immer wieder ein beliebtes Ausflugsziel. Wer nur ein bisschen Natur erleben will und nicht ganz so hoch hinaus will, der wählt einfach den Ahrenberg. Für eine kurze Zwischenpause eignet sich das Romantik Hotel Ahrenberg. Hier gibt's kleine Erfrischungen, aber auch herzhafte Speisen.

Gerade bei schönem Wetter lohnt sich eine Rast auf der Sonnenterrasse - mit einem Ausblick ins Werratal, auf den Stadtteil Allendorf und zahlreiche grünen Tannenspitzen. 

Bad Sooden-Allendorf – oder liebevoll "BSA" abgekürzt – ist nicht nur von Bergen und Wäldern umgeben – die Stadt liegt auch direkt am Wasser. An der Werra! In die könnt ihr an heißen Sommertagen nicht nur prima eure Füße zum Abkühlen halten, auf ihr könnt ihr auch Spaß und Action erleben.

Zum Beispiel beim Kanuverleih Kleinvach der Familie Kohlstädt. Ich als blutiger Anfänger kriege eine kurze Einführung und schippere dann eine Runde entlang. Solltet ihr mal kentern, ist das kein Problem, sagt Heike Kohlstädt: "Das passiert halt. Am Besten einfach dann reinfallen lassen und erstmal gucken, dass man selbst erstmal zurechtkommt. Das Boot ist dann halt weg, aber spätestens an der Schleuse finden wir es wieder."

Auf der Tour gibt’s auch schon einige kleine Ecken, an denen einem die Strömung der Werra mitzieht. Viel paddeln braucht man da nicht. Bis zu vier Personen passen in ein Boot - es gibt aber auch 3er Kanus. Die Tour geht - je nachdem wo man startet und wo man endet - zwischen drei und fünfeinhalb Stunden. Die Kosten liegen bei 20 Euro pro Person.

P.S.: Lasst die weißen Sneaker besser zuhause. Meine habe ich mir nämlich auf dem etwas schlammigen Weg zum Steg schön schmutzig gemacht. ;-)

Früher wurden in dem Gebäude noch Fahrkarten verkauft, heute gehen hier Cocktails und kleine Snacks über den Tresen: In der Bar "Zweistein“ direkt am Bad Sooden-Allendorfer Bahnhof. Bei schönem Wetter empfehle ich natürlich den Platz draußen - wenn dann die Sonne langsam über den Dächern untergeht und man zum Beispiel den fruchtigen "Pon Pon" schlürft - wunderschön!

Bei Regen könnt ihr es euch natürlich auch drinnen auf den gemütlichen Lederstühlen bequem machen. Die Bar ist noch relativ neu, strahlt aber eine schöne Wohnzimmer-Atmosphäre aus. Und zwischendurch hört man sogar die Züge durchrauschen.

Daniel Bresser

Reporter:
Daniel Bresser

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