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Übernachten im Würfelzelt Sleeperoo: Der Test

Übernachten im Würfelzelt - FFH-Reporter macht den Check

Eine Mischung aus Zelt und Wohnwagen, in Form eines Würfels: Das ist der Sleeperoo. Der Schlafwürfel eines Hamburger Startup-Unternehmens steht an verschiedenen besonderen Orten in ganz Deutschland, in Hessen zum Beispiel auf dem Innenhof des Brüder-Grimm-Hauses. In dem historischen Fachwerkbau haben die Brüder Grimm ein paar Jahre ihrer Kindheit verbracht. Heute ist es ein Museum. FFH-Reporter Olaf Brinkmann hat auf dem geschichtsträchtigen Gelände im Sleeperoo eine Nacht verbracht - so war's!

Das Sleeperoo in Steinau

Der Schlafwürfel ist etwa drei Meter breit, drei Meter lang und zwei Meter hoch. Die Gäste schlafen auf einer bequemen Doppelmatratze mit Panoramablick in alle Richtungen - auch nach oben. Der Blick in den Sternenhimmel ist durch drei Fenster praktisch frei. Wer sich vor neugierigen Blicken schützen will, der lässt mit wenigen Handgriffen blickdichte Vorhänge herunter. Zumindest beim Eingang sollte man das bei dieser Location aber nicht tun, denn der Blick auf das beleuchtete historische Grimm-Haus mit seinem Turm ist großartig!

Das Brüder-Grimm-Haus liegt inmitten der schönen Steinauer Altstadt. Wer lecker essen möchte: Ich empfehle ganz klar das Burgmannenhaus. Keine hundert Meter vom Brüder-Grimm-Haus entfernt, bietet es leckere regionale Küche. Ist der Hunger gestillt, freut man sich nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt auf die bequeme Matratze im Sleeperoo. Sie ist groß genug für zwei Erwachsene und sehr bequem. Auch die Bettwäsche ist kuschelig. Für die Nacht auf dem Gelände des Museums bekommen die Gäste Schlüssel für die Außentoiletten und für die zwei Tore, durch die man aufs Gelände kommt. Man braucht sich also keine Sorgen über unerwünschte Eindringlinge machen. Von Sleeperoo gibt’s außerdem eine "Chillbox". Dabei handelt es sich um einen Karton mit allerlei Knabbereien, Getränken, Bechern und - nicht zu vergessen - einem Kondom. Man weiß ja nie.

© FFH

Durch die dünnen Wände hört der Event-Übernachter alle Geräusche, die der nahe und etwas fernere Umkreis so produziert...

Meine Nacht: Kuschelig, aber...

... kurz. Dazu gleich mehr...

Der Blick auf das beleuchtete Brüder-Grimm-Haus ist äußerst romantisch. Allerdings sorgt genau diese Beleuchtung und auch die der umliegenden Straßen dafür, dass es mit dem Einschlafen schwierig wird, zumindest für alle diejenigen, die es in der Nacht richtig dunkel mögen. Zu diesen gehöre ich. Hinzu kommt die Geräuschkulisse. Ist nämlich in Steinau erst mal Ruhe eingekehrt, hört man, dass es doch gar nicht so ruhig ist.

Die nahegelegene Autobahn und auch die Bahnstrecke sorgen für einen konstanten Geräuschpegel. Das finde ich gerade in Anbetracht der wunderschönen Kulisse rund um das Sleeperoo äußerst schade. Das Einschlafen hat deshalb etwas länger gedauert. Um 4.48 Uhr war die Nacht dann allerdings äußerst abrupt vorbei. Denn dann ging die Alarmanlage des Museums los. Mehrere Minuten lang war der schrille Alarm in der gesamten Altstadt zu hören, bis der Museumsleiter für Abhilfe gesorgt hat. Es war ein Fehlalarm - hieß es. Ich glaube, da hat sich im Museum der böse Wolf zum Rotkäppchen aufgemacht Ich habe den Museumsleiter informiert. Dieser schickte den Hausmeister. An Einschlafen war danach wegen des Lärms von Autobahn und Deutscher Bahn leider nicht mehr zu denken.

© FFH

FFH-Reporter Olaf Brinkmann hat das Würfelzelt "Sleeperoo" getestet. Die Idee des Start-up-Unternehmens: Event-Übernachtungen an besonderen Orten anzubieten. Und so nächtigte unser Kollege auf der Wiese direkt vor dem Brüder-Grimm-Haus in Steinau. Nur die Nacht war recht kurz...

Übernachten im Sleeperoo: Das Fazit

Das Sleeperoo ist wirklich cool: Der Blick in den Himmel und die Möglichkeit, auch einen freien Rundum-Blick zu haben, für eine romantische Nacht zu zweit, sind grandios. Und auch die  Location mit dem tollen Blick aufs Brüder-Grimm-Haus ist (eigentlich) fantastisch - wären da nicht der Geräuschpegel in der Nacht und die extrem helle Beleuchtung rund um den Sleeperoo-Standort auf dem Museumshof. Hinzu kommen die umliegenden Wohnhäuser: Ein bisschen fühlt man sich dann doch wie auf dem Präsentierteller. Schade! Mein Tipp an die Sleeperoo-Macher: Stellt euren Schlafwürfel in den Sternenpark Rhön! Dann bin ich auf jeden Fall nochmal dabei. Übrigens: 90 Euro kostet die Nacht im Würfelzelt. Im Preis inklusive ist die "Chillbox" und freier Eintritt ins Museum. 

Am 25. September kämpfen die Macher von "Sleeperoo" bei "Die Höhle der Löwen" übrigens um einen Deal. Ob sie ihn wohl bekommen werden? 

Schlafen im Weinfass und mehr

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Olaf Brinkmann

Reporter:
Olaf Brinkmann

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