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FFH-Grill-Instructor: Herbstliches Grillen

FFH-Grill-Instructor Herbst - Maronenwurst, Kürbis, Bucheckern-Kuchen

Grillen ist nur was für den Sommer? Blödsinn! Auch wenn es kühler wird und die Blätter von den Bäumen fallen kann man den Grill anheizen. Und mit leckeren herbstlichen Zutaten wie Kürbis, Bucheckern oder Maronen ganz besondere Grill-Erlebnisse zaubern. FFH-Grillinstructor Daniel Fischer hat die besten Rezepte für euch.

Maronen auf den Grill

Die leckeren Maronen kennt man vom Herbst- oder Weihnachtsmarkt. Man kann sie aber auch prima daheim auf dem Grill machen!

Zutaten:

Maronen
Grillschale oder Gemüse-Grillkorb

So geht's:

Die Maronen einritzen. Kleine Anmerkung von Daniel: "Das kann man, wenn man geschickt und mutig ist und genug Heftpflaster im Haus hat, mit einem Küchenmesser machen." Für die etwas grobmotorischeren Maronigriller gibt's aber den sichereren Maroni-Ritzer. Der perforiert die Marone und setzt die 'Sollbruchstelle', an der die Kastanie dann auf dem Grill aufplatzt.

Mindestens eine halbe Stunde in Wasser legen.

Dann ab auf den Grill. Praktisch sind spezielle Gemüse-Grillkörbe oder gelochte Bleche, aber auch mit der Alu-Grillschale kann man gute Ergebnisse erzielen.

Alle paar Minuten mit Wasser einsprühen und regelmäßig wenden, damit sie nicht anbrennen.

Am besten ganz frisch vom Grill verspeisen, dann lassen sie sich auch besser schälen. Aber Vorsicht, heiß!

Süße Variante: Kandierte Maronen

Zutaten:

Gegrillte Maronen
100g Butter
50g Zucker
Ahornsirup (alternativ Honig)

So geht's

Die fertigen Maronen schälen.

Butter und Zucker mit zwei bis drei Esslöffeln Ahornsirup oder Honig in einer Pfanne unter ständigem Rühren erhitzen bis der Zucker leicht braun wird.

Die Maronen dazu und unter weiterem ständigen Rühren ein paar Minuten schwenken.

Die dann zum Beispiel mit einer großen Kugel Vanilleeis servieren.

Kürbis grillen

Hokkaido-Kürbis gegrillt mit Knoblauch-Kräuter-Pesto

Zutaten:

1 Hokkaido-Kürbis
Olivenöl
Knoblauch
frischen Thymian
frischen Koriander
Chillischoten
Balsamico-Essig

So geht's

Kürbis halbieren und die Kerne rauskratzen. Dann die beiden Hälften in einen knappen Zentimeter breite Streifen schneiden. Die Schale kann man mitessen, wenn sie gegrillt ist, kann also dranbleiben - Geschmackssache.

Mit etwas gutem Olivenöl bestreichen, Salz und Pfeffer drauf und auf den Rost damit. Wenn der Rost schöne Streifen auf dem Kürbis gemacht hat, das Grillgut einmal wenden. Jetzt sollte die Grill-Temperatur etwas verringert werden: Also je nach Grillmodell den Kürbis an eine Stelle legen, die nicht so heiß ist, indirektes Grillen verwenden oder den Rost ein bisschen höher setzen. Deckel drauf und eine knappe Viertelstunde garen lassen.

Währenddessn kann man das Pesto machen: Knoblauch schälen und in kleine Stückchen scheiden. Ein bisschen Chilischote (je nach gewünschtem Schärfegrad), frischen Thymian, und frischen Koriander (wer den nicht mag, der kann auch Basilikum nehmen) klein hacken. Alles mit Olivenöl und Balsamico zusammenrühren, Salz und Pfeffer dran, fertig. Das Ganze dann auf die fertigen Kürbisschnitze geben.

Butternuss-Kürbis mit Honig-Limetten-Glasur

Zutaten:

Butternuss-Kürbis
1 Limette (ungespritzt)
50g Butter
Honig
Chilischoten
Salz
Pfeffer

So geht's:

Für dieses Rezept braucht man einen Grill mit indirekter Hitze. Den Butternuss-Kürbis schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben auf den Rost und von beidem Seiten je 5 Minuten grillen. 

Währenddessen kann man die Glasur anrühren. Eine ungespritze Limette waschen, einen Teelöffel voll Schale abreiben, die Frucht auspressen. 50 Gramm Butter erhitzen und dann Schale und Saft unterrühren. Ein bis zwei Löffel Honig, etwas Salz und Pfeffer und ein gehackte Chilischote (oder weniger, je nach gewünschtem Schärfegrad) dazu geben. Dann die fertigen Kürbisscheiben von beiden Seiten mit der Glasur einpinseln und heiß servieren.

Gefüllter Kürbis

Zutaten:

1 Hokkaido-Kürbis
500g Hackfleisch
100g Emmentaler
1 Mozarella
1 Zwiebel
1 Paprika
1 Chilischote
1 TL Ingwerpulver
Oregano
Zucker

So geht's

Dieses Rezept funktioniert ähnlich wie eine gefüllte Paprika. Auch hier braucht ihr einen Grill mit Deckel. Den Hokkaido waschen, oben einen "Deckel" rausschneiden (aufheben), Kerne entfernen und den Kürbis vorsichtig aushöhlen - gut zwei Zentiemert Kürbisfleisch als Wand stehen lassen. 

Mozarella, Zwiebeln und Paprika würfeln, Chili kleinhacken,  Emmentaler reiben. Alles zusammen mit dem Hackfleisch vermengen. Salz, Pfeffer, Ingwerpulver oder ganz klein gehackten frischen Ingwer, Oregano und ein bisschen Zucker dazu und die ordentlich verrührte Masse in den Kürbis geben.

Deckel wieder drauf und ab auf den Grill. Bei möglichst indirekter Hitze im geschlossenen Grill (oder im Backofen) bei 180 bis 200 Grad eine Dreiviertelstunde bis Stunde garen - je nach Größe. Wenn fertig vierteln, ein paar Spritzer Kürbiskern-Öl drüber und heiß servieren.

Selbstgemachte Maronen Bratwurst

Eine Bratwurst selber machen? Das ist sicherlich etwas für den vortgeschrittenen Griller: Aber das Ergebnis ist es definitiv wert.

Zutaten:

1,6 Kg mageres Schweinefleisch
400 g Schweinespeck
600 g gegarte Maronen
32 g Meersalz
4 m Bratdarm 28/30
6 g Majoran
2 g Koriandersamen
4 g weißer Pfeffer
2 g schwarzer Pfeffer
2 g Ingwerpulver
2 g Muskat
1 g Chili Flakes

So geht's:

Maronen schmecken nicht nur heiß auf dem Weihnachtsmarkt sondern passen auch super in eine feine Schweine Bratwurst.

Speck und Fleisch parieren, zerkleinern und auf die richtige Temperatur bringen (4 C°).

Die gegarten und geschälten Maronen klein hacken.

Fleisch und Speck nacheinander mit dem vorgekühlten Fleischwolf durch eine feine Lochscheibe drehen.

Die Gewürze fein mahlen.

Zu der Masse die gehackten Maronen und die gemahlenen Gewürzen geben und ca. 8 - 10 Minuten in der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe oder per Hand vermengen.

Erinnerung: Die Temperatur der Masse im Auge behalten!

Das Wurstfüllhorn am Fleischwolf befestigen, den Darm aufziehen und die Masse bis zur Öffnung des Füllhorns pressen (damit beim Befüllen keine Luft in den Darm kommt).

Den Darm über das Ende des Füllhorns ziehen.

Daraufhin das Brät gleichmäßig in den Darm pressen. Hierbei darauf achten, dass Sie die Wurst nicht zu fest mit der Masse befüllen (da sie später noch abgedreht werden muss).

Zum Schluss das eine Darmendeverknoten.

Vorsichtig Würste von 10 cm Länge abdrehen, das andere Darmende ebenfalls verknoten und diese abschneiden.

Wenn sie die Würste aufheben wollen, sollten Sie sie nun vakuumieren und einfrieren.

Um die Würste direkt zu genießen, braten Sie sie bei mittlerer Hitze langsam an bis sie rundherum knusprig gebräunt sind.

Lust auf mehr selbstgemachte Wurst? Diese App hilft

Dieses leckere Rezept stammt von Wurst App Your Life. In der App gibt es jede Menge Tipps, rund um das Wurst selber machen und jede Menge Rezepte für alle, die mehr als eine langweilige Bratwurst wollen. Lust auf Bratwurst mit KürbisBratwurst mit Kastanienhonig und Walnuss oder Bratwurst mit Parmesan Zitrone - hier gibt es alles, was das Wurst-Herz begeht.

Die App gibt es in Apples AppStore und für Android im PlayStore.

Nachtisch aus dem Ofen: Bucheckern-Kuchen mit Birnen

Für diesen herbstlichen Nachtisch verlässt sogar der FFH-Grillinstructor einmal sein geliebtes Gerät und begibt sich zum Ofen.

Zutaten:

200g Mehl
150g Butter
75g Zucker
5 Eier

50g Bucheckern
6 Birnen

So geht's

Aus dem Mehl, 75g Butter, dem Zucker und zwei Eigelb wird ein Mürbeteig zubereitet. Dazu das Mehl sieben. Die Butter in Flöckchen zerteilen und auf das Mehl geben. Zucker und Eigelb dazu und alles mit den Händen verkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Diesen für rund 30 Minuten kalt stellen. Danach den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform drücken.

Die Bucheckern schälen und fein hacken. Die restlichen Eier mit dem Handrührgerät bei höchster Stufe schaumig schlagen (dauert ca. 10 Minuten). 75g Butter schmelzen und zusammen mit den gehackten Bucheckern vorsichtig unter die Masse heben.

Die Birnen schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Auf dem Teig verteilen und die Ei-Masse darüber geben.

Im vorgeheizten Backofen (160 Grad, Umluft) ca. 45 Minuten backen.

Lecker... Auch ohne Fleisch: Pilz-Bohnen-Burger

Veggies wissen es schon lange: Burger gehen auch gut ohne Fleisch!

Nein, liebe Hessen: Es muss nicht immer Fleisch sein. Insbesondere, wenn es um saftige Burger geht. Die vegetarische Küche will nämlich auch nicht auf das herzhafte Fastfood verzichten und hat sich dazu einiges einfallen lassen. Daniels Favorit: Burger mit frischen Champignons und leckeren Bohnen!

Das brauchen wir für sechs Personen

Eine gewürfelte Kartoffel 

Olivenöl

1 Esslöffel Butter

Eine fein gewürfelte Schalotte

300 Gramm Champignons

Ein Esslöffel Salz, Schwarzer Pfeffer

0,5 Teelöffel Oregano, Kreuzkümmel

1,5 Esslöffel Sherry

Eine Zehe zerdrückter Knoblauch

Eine Dose schwarze Bohnen

Ein Ei 

Vier Löffel gehackter Korianderblätter

70 Gramm gehackte Walnusskerne

100 Gramm Paniermehl 

Zudem sechs Burger-Brötchen und mindestens Mayo, Senf, Tomate, Käsescheiben und Blattsalat für das Burger-Topping... 

So gehts

Unsere Kartoffelwürfel kochen wir in leicht gesalzenem Wasser für ca. acht Minuten. Die Kartoffeln gießen wir dann in einem Sieb ab. Achtet darauf, dass ihr das Gemüse nicht übergart.

Nun geben wir in eine große Pfanne 1 Esslöffel Olivenöl - zusammen mit der Butter - und stellen den Herd auf mittlere Stufe. Die Schalotten braten wir darin drei Minuten weich. Pilze, einen Teelöffel Salz, eine Brise Pfeffer sowie Kreuzkümmel und Oregano geben wir nun auch hinzu und braten die Masse so lange, bis die Pilze eine fast trockende Konsitenz erreichen. Dann mit Sherry ablöschen und ein paar Minuten einköcheln lassen.

Nun geben wir unsere Kartoffeln, Knoblauch und Bohnen hinzu und garen unsere Masse für drei bis fünf Minuten. Die Masse lassen wir danach 15 Minuten neben dem Herd ziehen. 

Mit einem Stampfer verfeinen wir die Masse, bis sie nur noch leicht grob ist. Nun verdünnen wir ein Ei mit einer Gabel in dem Bohnen-Pilz-Mousse. Nun geben wir vier Teelöffel Koriander, Nüsse und Paniermehl hinzu und formen Burger-Pattys mit einem Durchmesser von ca. acht Zentimetern. Am besten nutzt ihr dazu Burger-Fomen. Die Pattys legen wir dann auf ein Backblech, decken diese mit Frischhalte-Folie ab und lassen diese mindesten 12 Stunden im Kühlschrank ziehen. 

Bevor wir die Burger auf den Grill geben, reiben wir diese noch mit etwas Ölivenöl ein und salzen und pfeffern nochmal nach. Dann grillen wir diese bei starker Hitze für 5 bis 8 Minuten und bei geschlossenem Deckel... Wenden nicht vergessen!

Die Burger in den Brötchen verfeinen wir nun noch mit Mayonnaise, Senf, Käse, Tomaten, Salat... und vielleicht noch noch Avocado? Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Es passt wirklich jedes Topping. 

Guten Appetit. 

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