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Cyberweek & Black Friday: So shoppt man richtig

Cyberweek & Black Friday - Darauf müsst ihr beim Shoppen achten

© dpa

Aufpassen, warnt die Verbraucherzentrale: Denn bei den vermeintlichen Schnäppchen sparen wir nicht immer

In dieser Woche springen sie uns in den Innenstädten in die Augen: Die roten Rabattschilder in den Schaufenstern oder aber auch im Internet. 20, 30, teils sogar mehr als 40 Prozent sollen zum Kauf von Technik, Parfüm, Spielzeug oder Kleidern verleiten. "Cyber-Week" nennt sich die Preisschlacht - und kommt aus den USA.

Der Höhepunkt ist am 23. November - besser bekannt als "Black Friday". Viele Händler in Hessen wollen mit den Angeboten das Weihnachtsgeschäft ankurbeln.

Tipp: Preise auf Vergleichsportalen checken

Aber Aufpassen, warnt die Verbraucherzentrale! Denn bei den vermeintlichen Schnäppchen sparen wir nicht immer. Oft ziehen Händler die bis zu 40 Prozent von der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller (besser bekannt als "UVP") ab, die sonst eh kaum ein Händler kassiert.

Der UVP gilt in der Branche als Mondpreis, sagt Thomas Hertwig von der Verbraucherzentrale in Kassel. Ein anderer Trick in der "Cyber-Week" ist der unterschwellige Druckaufbau im Netz.

Durch Zeitbalken oder Lagerbestände, die im Sekundentakt angeblich kleiner werden, sollen Kunden zum schnellen Spontankauf überzeugt werden

Experten raten daher dazu: Sich nicht unter Druck setzen zu lassen, Preise auf Vergleichsportalen im Netz zu vergleichen und sich zu überlegen, ob man den angebotenen Artikel wirklich braucht. 

Nachgefragt: Thomas Hertwig (Verbraucherzentrale Kassel)

Cyberweek & Black Friday: So shoppt man richtig

Was sollte ich beachten, wenn ich auf Schnäppchenjagd gehe?

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Cyberweek & Black Friday: So shoppt man richtig

Bei Angeboten auf Amazon sollte man aufpassen - vor allem wenn die Ware über den Marketplace verkauft wird.

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Fehlkauf: Welche Rechte habe ich Online und im Geschäft?

Achtung: während im Netz gekaufte Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden können, gibt es ein Recht auf Umtausch im Geschäft allerdings nicht. Dort gilt: "Gekauft ist gekauft".

Fehlkäufe kann man im Netz einfach wieder loswerden

Hat man dann doch mal einen Artikel gekauft, der einem im Nachhinein nicht gefällt, kann man den loswerden - zumindest im Netz. Denn dort greift das 14-tägige Widerrufsrecht. Ohne einen Grund anzugeben, können Kunden die Ware wieder an den Händler schicken.

Anders sieht es in den Geschäften aus. Dort gilt: "Gekauft ist gekauft", da es sich um Angebotsware handelt. Natürlich sind einige Ladeninhaber kulant und erstatten den Preis in Form von Gutscheinen - ein Recht darauf haben Kunden allerdings nicht, so der Verbraucherschützer Hertwig im Gespräch mit FFH. Dafür kann man sich in den Geschäften die Angebote angucken, testen und anprobieren. 

Black Friday also nur negativ?

Der "Black Friday" ist nicht schlecht, sagen auch Experten. Wer Preise vergleicht und abwegt, kann durchaus auch ein Schnäppchen machen. Und das wollen laut einer Studie eines Vergleichsportals auch viele machen. Denn jeder Dritte Deutsche will am Freitag knapp 300 Euro ausgeben - gerade für Weihnachtsgeschenke lohnt sich die Angebotssuche im Netz oder aber auch klassisch in den hessischen Innenstädten.

Rabatte im Vergleich: Lohnen sich die Angebote?

Infografik: Black Friday lohnt sich | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
© statista.com

Wie shoppt Hessen?

Wo kauft ihr am liebsten ein?

In der Stadt, auf der Shopping-Meile

In der Stadt, auf der Shopping-Meile

24 %

Am schönsten finde ich Einkaufszentren

Am schönsten finde ich Einkaufszentren

27 %

Am liebsten shoppe ich online

Am liebsten shoppe ich online

38 %

Nirgendwo... Shopping nervt!

Nirgendwo... Shopping nervt!

11 %

Daniel Bresser

Reporter:
Daniel Bresser

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