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CDU-Parteitag: Die wichtigsten Fragen geklärt

CDU-Parteitag in Hamburg - Die wichtigsten Fragen geklärt

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Wer wird neuer CDU-Parteichef? Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Jens Spahn? 

1001 CDU-Delegierte stimmen in Hamburg darüber ab, wer Nachfolger von Angela Merkel wird und den Parteivorsitz übernimmt. Doch wer darf eigentlich alles abstimmen und kann es mehrere Wahlgänge geben? Wir haben hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum CDU-Parteitag.

Dürfen alle CDU-Mitglieder wählen?

Nein. Anders als bei einer Urabstimmung dürfen auf einem Parteitag nur Delegierte ihre Stimme abgeben. Das sind die Repräsentanten eines Stimmkreises, die immer für eine Dauer von zwei Jahren gewählt werden. Hessen schickt 88 Delegierte nach Hamburg.

Wer bestimmt wie viele Delegierte kommen dürfen?

Die Partei. In ihrer Satzung ist das festgelegt. Generell gilt: Über die Anzahl der zu entsendenden Delegierten entscheidet zu 80 Prozent die Mitgliederzahl im jeweiligen Landesverband und zu 20 Prozent das Abschneiden dort bei der letzten Bundestagswahl.

Haben alle CDU-Mitglieder Mitspracherecht?

Die zu entsendenden Delegierten können eine Umfrage in ihrem Stimmkreis starten um herauszufinden, welchen der drei Spitzenkandidaten sie bevorzugen: Jens Spahn, Annegret Kramp-Karrenbauer oder Friedrich Merz. Da die Wahl später aber geheim ist, kann keiner kontrollieren, ob sich die Delegierten wirklich an den Präferenzen ihres Stimmkreises orientiert haben.

Wie viele Delegierte dürfen wählen?

1001. Diese Zahl setzt sich aus 1000 Delegierten aus Landesverbänden in Deutschland und einem Delegierten aus dem bislang einzigen ausländischen CDU-Verband zusammen. Ein Delegierter wird also aus Brüssel anreisen.

Wie viele Stimmen benötigt der Gewinner?

501 Stimmen werden benötigt. Sollten die nicht im ersten Wahlgang erreicht werden, gibt's eine Stichwahl zwischen den beiden Top-Kandidaten des ersten Wahlgangs.

Stehen nur drei Kandidaten zur Wahl?

Nein. Auch weniger bis gar nicht bekannte CDU-Mitglieder können sich vorschlagen lassen. Dass das passieren wird, hat beispielsweise der Marburger Unternehmer Andreas Ritzenhoff angekündigt. Er geht davon aus, dass er von einem Delegierten vorgeschlagen wird und so zur Wahl steht. Chancen wird er keine haben.

Wird der nächste CDU-Parteichef auch Kanzler?

Das kann man nicht sagen. Schließlich gibt es auch andere Parteien, die in Deutschland genug Stimmen generieren können, um die nächste Kanzlerin oder den nächsten Kanzler zu stellen. Fakt ist allerdings, dass bis dato mit Ausnahme von Wolfgang Schäuble und Rainer Barzel auch alle CDU-Parteichefs Kanzler bzw. Kanzlerin wurden.

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Johanna Herdejost

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Johanna Herdejost

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