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Fridays for Future: Schüler streiken für das Klima

Fridays for Future - Schüler streiken für ein besseres Klima

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Straße statt Klassenzimmer, Demonstration statt Unterricht - immer mehr Jugendliche in Hessen schwänzen freitags die Schule. Ob in Frankfurt, Wetzlar, Kassel oder Darmstadt: Die Schüler schließen sich der Protestbewegung „Fridays for Future“ an, die einen ernsten Hintergrund hat: Die Jugendlichen gehen für den Klimaschutz auf die Straße!

„Wozu Schule, wenn man die Welt retten muss?“, fragt die 12-jährige Marlene aus Frankfurt am FFH-Mikrofon. Mehr als 20.000 Jugendliche machen mittlerweile in ganz Deutschland bei der Protestaktion mit. Ihr Vorwurf an die Erwachsenen: Ihr zerstört den Planeten und versaut uns die Zukunft!

Vorbild aus Schweden

Greta Thunberg in Stockholm
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Greta Thunberg in Stockholm

Das Vorbild der jungen Demonstranten ist Greta Thunberg, ein 16 Jahre altes Mädchen aus Schweden. Seit August 2018 steht die junge Umweltaktivistin mit ihrem Schild „Skolstrejk för klimatet“ (dt.: Schulstreik für das Klima) vor dem schwedischen Reichstag in Stockholm und schwänzt freitags den Schulunterricht. Anfangs belächelt, erreichte sie im Dezember mit ihrer Rede vor den Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz die Weltöffentlichkeit.

Video: Greta Thunberg spricht vor den Vereinten Nationen

Mit ihrer Rede hat Thunberg nicht nur das Gewissen der Erwachsenen erreicht, sondern auch ihre Altersgenossen. "Sie ist ein Vorbild für alle, die hier sind", sagt die 16-jährige Schülerin Rebecca, die an dem Streik in Kassel teilnimmt und davon beeindruckt ist, wie die junge Schwedin vor einer Gruppe ranghoher Politiker gesprochen hat. Auch die 15 Jahre alte Leo aus Frankfurt ist von dem Engagement Thunbergs begeistert: "Die würde ich sofort zur Weltpräsidentin wählen."

Mit ihrem Engagement wollen die Schüler erreichen, dass ihnen die Erwachsenen endlich zuhören und das Thema Klimaschutz ernster nehmen, wie der 15 Jahre alte Ivo aus Kassel am FFH-Mikrofon sagt.

Fridays for Future: Schüler streiken für das Klima

Fridays for Future
Ivo (15 Jahre) aus Kassel

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Die 17 Jahre alte Magarethe aus Frankfurt denkt dabei auch an die Zukunft ihrer eigenen Kinder: „Ich möchte, dass die noch eine Welt haben, in der man Eisbären nicht nur aus Bilderbüchern kennt, weil sie ausgestorben sind.“ Deshalb fordern die Jugendlichen, dass der Klimaschutz in der Politik wichtiger wird: Erneuerbare Energien sollen erforscht werden und der Kohleausstieg soll vor 2038 passieren.

Fridays for Future: Schüler streiken für das Klima

Fridays for Futures
Rabika (18 Jahre) aus Frankfurt

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Die nächsten Termine im FFH-Land

Bei uns in Hessen treffen sich die „Fridays für Future“-Gruppen am 15.2. hier:

  • Darmstadt: ab 10 Uhr am Luisenplatz
  • Frankfurt: ab 10 Uhr an der Bockenheimer Warte
  • Kassel: ab 11 Uhr am Rathausvorplatz
  • Mainz: ab 10 Uhr am Hauptbahnhof
  • Marburg: ab 10 Uhr auf dem Marburger Marktplatz
  • Wetzlar: ab 17 Uhr am Domplatz
  • Wiesbaden: ab 12 Uhr am Hauptbahnhof

Mittlerweile gehen Schüler übrigens auf der ganzen Welt für den Klimaschutz auf die Straße. Auf ihrem offiziellen Twitter-Account zeigt Thunberg, welche Städte beim „Friday for Future“ mitmachen. Die Liste ist beeindruckend: Auch Schüler aus Australien, Italien und Großbritannien und weiteren Ländern haben sich dem wöchentlichen Streik angeschlossen.

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Nicole Seliger

Reporter:
Nicole Seliger

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