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So bastelt ihr das perfekte Abi-Plakat

Mutmacher für die Prüfung - So bastelt ihr das perfekte Abi-Plakat

Am 7. März starten die Abitur-Prüfung in Hessen und das heißt die Zäune und Wände der Oberstufen-Schulen hängen rand voll mit den großen Transparenten. Doch wie bastelt man das perfekte Abi-Plakat? Welche Materialien sollte man verwenden und was sind die besten Sprüche für Abi-Plakate? Wir haben mit Eltern und Schülern gesprochen und ihre Tipps gesammelt.

Bald hängen sie wieder an unseren Schulen und wünschen viel Erfolg und gute Noten: Die Abi-Plakate. Einige Schulen stellen sogar extra Bauzäune auf, um genug Platz für die Plakate bieten zu können. Dabei sind Abi-Plakate in dieser Masse ein relativ junges Phänomen: Und wir Hessen sind Trendsetter. Erst seit ca. 10 Jahren verbreitet sich der Trend ausgehend vom Rhein-Main-Gebiet immer weiter. Bis heute ist Hessen die Abi-Plakate-Hochburg in Deutschland. Erst langsam taucht der Brauch auch an Schulen in anderen Bundesländern auf.

So bastelt man das perfekte Abi-Plakat

Wie entsteht ein tolles Abitur-Plakat, das auffällt, in Erinnerung bleibt und dem Schüler nicht peinlich ist. Wir haben Eltern und Schüler, die schon Plakate gebastelt haben, nach ihren Tipps gefragt.

Das klassische Abi-Plakat ist ein bemaltes und beschriebenes weißes Bettlaken. Dazu am besten handelsübliche Textil-Farbe oder Textil-Stifte verwenden. Die verläuft nicht, hält gut im Stoff und lässt sich auch von Feuchtigkeit nichts anhaben. Inzwischen sieht man aber auch immer mehr Plakate die am Computer gestaltet und dann professionell auf Stoff oder Plane gedruckt sind (kostet je nach Größe rund 60 Euro). Diese Variante ist natürlich weniger Aufwand und haltbarer, kann aber auch schnell unpersönlich wirken. Wer sich ein komplett gemaltes Plakat nicht zutraut oder auf gedruckte Grafiken nicht verzichten will, kann auch die Zwischenlösung wählen: Einen Teil professionell auf Stoff drucken lassen und für die persönliche Note Namen, gute Wünsche und ähnliches per Hand dazu schreiben.

Die besten Sprüche für Abi-Plakate

Wichtig ist auch die Befestigung. Mutter Kerstin Wenz empfiehlt lachend: "Ösen, Ösen, Ösen"! Denn die Befestigung hat bei ihrem Plakat Probleme bereitet. Am Ende habe sie es zwar irgendwie hin bekommen, erzählt sie uns, aber viele andere mit genügend Ösen sahen einfach professioneller aus. Alternativ und je nach Befestigungs-Ort kann man für das Plakat auch einen Rahmen aus dünnen Dachlatten bauen, und es darauf spannen. Dann hängt es immer schön faltenfrei.

Bei der Schule nachfragen

Damit nicht das totale Chaos ausbricht, organisieren viele Schulen die Abi-Plakate inzwischen. Teilweise werden extra Bauzäune aufgestellt, um zusätzliche Hängflächen zu schaffen. Auch was die maximale Größe oder das Material angeht, haben einige Schulen Vorgaben. Darum, am besten vorher noch einmal bei der Schule nachfragen, was erwünscht ist und wann und wo die Plakate angebracht werden dürfen. Auch um das Abhängen sollte man sich kümmern, damit das mühsam gebastelte Plakat eine schöne Erinnerung bleibt und nicht etwa im Müll landet.

Ideen für euer Abi-Plakat

Wichtig bei der Gestaltung ist immer der persönliche Bezug zum Schüler. Was lässt sich dort thematisieren? "Vielleicht etwas, das mit den Leistungskursen zu tun hat?“, schlägt Mutter Nicole Jansen vor. Aber auch der Lieblingsverein, der Lieblingsfilm oder eine geplante Abireise sind mögliche Themen. Oder hat der/die SchülerIn ein besonderes Hobby, das sich auf dem Plakat abbilden lässt?

Auch Übertreibungen sind gerne gesehen: Vergleiche mit Albert Einstein oder Mahatma Gandhi sind kein Problem, wenn es denn vom Typ her passt.

Auch die Freunde mit ins Boot zu holen, ist eine gute Idee. Ex-Schüler Jakob Haerle schlägt vor, auf dem Plakat einfach möglichst viele Freunde unterschreiben zu lassen. Das zeigt, wie viele hinter einem stehen und nimmt gleich ein bisschen die Nervosität.

Gemeinsam und nicht zu viel Gefühl

Und auch beim Basteln der Plakate gilt: Gemeinsam ist man stark. Mutter Nicole Jansen: "Was ich sehr empfehlen kann, ist mit anderen Eltern zusammen zu machen. Das ist ein ganz nettes Ereignis, wenn man mit mehreren Eltern zusammen sitzt und ein Plakat kreiert."

Zu viel Gefühl sollte es aber auch nicht sein: Abiturienten sind immer noch Jugendliche, denen ihre Eltern schnell "furchtbar peinlich" sind. Also auf Kosenamen oder irgendwelche Familieninterna besser verzichten.

Marc Adler

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Marc Adler

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