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So geht Schule! Das beste Gymnasium im FFH-Land

So geht Schule! - Das beste Gymnasium im FFH-Land

© HIT RADIO FFH

Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder in der Schule viel lernen und man sich gut um den Nachwuchs kümmert. Eine Schule, die das vorbildlich macht, ist das Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg: Das beste Gymnasium im FFH-Land!

Die bayerische Schule könnte im Juni sogar Deutschlands beste Schule werden; sie steht bereits jetzt unter den Top 20 des Landes. Aus Hessen hat es leider kein Gymnasium in die Auswahl geschafft, einzig die Marburger Mosaikschule steht als Förderschule auf der Liste.

Was machen die Bayern anders als wir? Unser FFH-Reporter hat die Schule in Aschaffenburg besucht. Schnell wird klar: Das Angebot für die knapp 1400 Jugendlichen an der staatlichen Schule ist total vielfältig: In der Mode-AG entwerfen die Jugendlichen eigene Kleider, in der Lego-AG bauen und programmieren sie kleine Roboter und in anderen AGs kümmern sie sich um den Schulgarten und die molchähnlichen Axolotl.

Neben dem Unterricht bietet das Gymnasium pro Woche etwa 200 Stunden Zusatzangebote an, erzählt Schulleiter Michael Lummel gegenüber FFH. „Am Nachmittag brummt die Schule“, sagt er. Auch Zusatzunterricht zu den regulären Schulfächern gehört dazu. Wenn ein Schüler etwas nicht verstanden hat, bekommt er es hier nochmal erklärt.

 

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Finanzielle Förderung von Bayern

Dass sich die staatliche Schule das alles leisten kann, liegt auch daran, dass das Gymnasium in Bayern ist. Denn: In Bayern gibt es mehr finanzielle Förderung für Nachmittagsangebote als in Hessen. So erhält das Friedrich-Dessauer-Gymnasium allein 250.000 Euro pro Schuljahr für ihre zehn AGs am Nachmittag. In Hessen werden Fördergelder in dieser Form überhaupt nicht angeboten.

Dank zahlreicher Kooperationen können Schüler des Gymnasiums auch ein Theater-Abo wählen oder eines von sieben Instrumenten lernen. Das Beste: Fast alle Angebote sind für die Kinder und Jugendlichen kostenlos. Dazu kommen noch mehr als 30 Schulmannschaften in verschiedenen Sportarten, unter anderem im Schwimmen, Tennis, Leichtathletik, Judo und Klettern. „Wenn ich als Schüler hier gewesen wäre, wäre das schon ein Traum gewesen“, sagt Stefan Megerle, der als Lehrer am Friedrich-Dessauer-Gymnasium arbeitet.

Fahrradfahren im Unterricht

Für bundesweites Aufsehen sorgte 2016 das Pilotprojekt der Ergometer-Klasse, das die Schule seitdem in einer fünften Klasse durchführt. Der Clou: Fünf Schüler sitzen während des Unterrichts auf einem Ergometer und radeln. Wo sonst der Lenker ist, wurde ein Pult montiert, damit die „strampelnden“ Kinder ganz normal im Unterricht mitmachen und in ihre Hefte schreiben können. In jeder Schulstunde sitzen andere Kinder der Klasse auf den Rädern, damit jeder an einem Schultag einmal geradelt ist. Die Idee dahinter: Mehr Bewegung soll die Konzentration der Schüler fördern und dafür sorgen, dass die Kinder weniger abgelenkt sind. Das Konzept kommt bei den Schülern an. „Es wird nach einer Weile anstrengend, aber man hält’s durch“, sagt die zehnjährige Kira aus der Klasse 5a am FFH-Mikrofon.

Das Friedrich-Dessauer-Gymnasium scheint sehr vieles an der Schule richtig zu machen! Ob das Gymnasium auch in Deutschland ganz weit vorne liegt, entscheidet eine Jury, die alle nominierten Schulen besichtigt hat. Am 14.3. werden die Top 15 bekannt gegeben, im Juni dann die Sieger-Schule.

Update: Das Friedrich-Dessauer Gymnasium hat es leider nicht unter die Top 15 des Deutschen Schulpreises geschafft. Das teilte die Jury am Donnerstagmittag mit. Eine erfreuliche Nachricht für das FFH-Land gibt es aber: Die Mosaikschule in Marburg ist weiter im Rennen um die beste Schule Deutschlands.

Nicole Seliger

Reporter:
Nicole Seliger

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