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Freie Azubi-Stellen: Doch diese Jobs sind wichtig

"Darum ist das mein Traum-Job" - Hessen bewerben ihre Azubi-Stellen

© dpa

Tausende Azubis beginnen am 1. August ihre Ausbildung und damit einen neuen Lebensabschnitt. Aber es könnten sogar noch mehr sein. Denn: Viele Betriebe haben Probleme, neue Lehrlinge zu finden. Laut der Agentur für Arbeit sind allein in Hessen noch mehr als 13.000 Stellen offen, etwa in Bäckereien, Friseursalons und im Einzelhandel. Also in Jobs, die total wichtig für uns alle sind! Trotzdem finden viele Firmen keinen Nachwuchs. Dabei suchen mehr als 10.000 Jugendliche in Hessen noch einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr.

Ein Friseur, eine Verkäuferin und ein Koch erzählen bei FFH, was sie an ihren Jobs lieben – und warum sie sich immer wieder dafür entscheiden würden.

Friseur Thomas Horinek

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„Wo hast du die Chance, Menschen noch hübscher zu machen?“, beschreibt Thomas Horinek das Besondere an seiner Arbeit. Er leitet einen Friseursalon in Bad Vilbel und liebt an seinem Job vor allem einen Moment: „Wenn die Leute strahlend glücklich rausgehen und Danke sagen.“ Überhaupt sei es toll, so schnell Ergebnisse zu sehen und zu sehen, was man selbst geschafft hat. Auch Kreativität und Fantasie sind für einen Friseur wichtig. „Es ist gut, Menschen zu erkennen und sagen zu können: 'Das passt zu dir'“, erzählt Horinek. Bis zu fünf Lehrlinge könnte er in seinem Salon pro Ausbildungsjahr einstellen, im Moment arbeitet nur ein einziger Lehrling bei Horinek, zwei weitere starten noch in diesem Jahr. Für viele Jugendliche ist das niedrige Gehalt in der Ausbildung abschreckend. „Mit 15 war das toll, wenn du in die Lehre gegangen bist und 500 Euro verdient hast. Das war viel Geld. Heute sind die in der Regel um die 20, 22 Jahre und da ist das wenig Geld", sagt Horinek.

Freie Azubi-Stellen: Doch diese Jobs sind wichtig

Thomas Horinek

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Der Inhaber eines Friseursalons erzählt, was seinen Beruf ausmacht.

Verkäuferin Justine Zech

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Auch Justine Zech aus Melsungen ist von ihrer Ausbildung begeistert. Sie arbeitet als Verkäuferin in einem Supermarkt und hängt jetzt noch ein Jahr dran, um Einzelhandelskauffrau zu werden. „Es macht sehr viel Spaß, ist vielseitig und man lernt viele Leute kennen“, erzählt sie bei FFH. Verkäufer sitzen bloß an der Kasse? Von wegen! Zech hat in ihrer Ausbildung in vielen verschiedenen Abteilungen gearbeitet, in der Molkerei, der Gemüseabteilung, oder an der Backstraße. Dafür müssen Lehrlinge vor allem flexibel sein. „Man hat immer was zu tun, egal ob man an der Kasse sitzt oder im Laden unterwegs ist“, sagt Zech. Dass sie auch am Samstag oder abends arbeiten muss, macht der 19-Jährigen aber nichts aus. Dafür gibt es dann auch einen freien Tag während der Woche. „Man merkt schon das frühe Aufstehen, wenn man wochenlang Frühschicht hat. Aber es ist dann auch mal ganz schön, wenn man Spätschicht hat, dann kann man mal ausschlafen“. Tauschen möchte Zech mit niemandem: „Ich würde die Ausbildung immer wieder machen“.

Freie Azubi-Stellen: Doch diese Jobs sind wichtig

Verkäuferin Justine Zech

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Die Verkäuferin Justine Zech erzählt, warum sie ihre Ausbildung immer wieder wählen würde.

Koch Marc Zuspann

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Auch Marc Zuspann arbeitet in seinem Traumberuf. Mit 15 Jahren hat er seine Ausbildung als Koch begonnen und seinen Job von der Pike auf gelernt. Da lag dann auch mal ein Viertel Schwein auf der Arbeitsfläche vor ihm, auch Tage in der Backstube gehören bei einer Ausbildung zum Koch dazu. Klar, während der Ausbildung werden die Lehrlinge nicht reich. Aber wer gut ist und sich anschließende spezialisiert, kann hinterher sehr sehr viel verdienen, sagt Zuspann. Als Junior Chef leitet er mittlerweile ein Restaurant in Hünfelden. An seinem Beruf liebt er vor allem, „den Gast glücklich zu machen, mit dem, was auf dem Teller ist“.

Freie Azubi-Stellen: Doch diese Jobs sind wichtig

Koch Marc Zuspann

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Der Koch und Junior Chef erzählt, warum Koch der tollste Beruf der Welt ist.

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Koch Marc Zuspann

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Der Koch und Junior Chef spricht über einen besonderen Lehrling und was er am liebsten kocht.

Nicole Seliger

Reporter:
Nicole Seliger

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