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Trockene Hände: Julia probiert eure Tipps aus

Julia Nestle testet eure Tipps - Was hilft bei trockenen Händen wirklich?

FFH Guten Morgen, Hessen-Moderatorin Julia Nestle hat das Problem und viele von euch kennen es bestimmt auch: Durch das viele Händewaschen und -desinfizieren sind die Hände richtig trocken. So trocken, dass gewöhnliche Handcremes auch keine Wunder mehr vollbringen können. Es müssen also wirkungsvolle Alternativen her! Und ihr habt richtig viele Tipps parat. Julia hat sie getestet und verrät hier, was wirklich hilft.

Häufiges Händewaschen mit Seifen, die nicht ph-neutral sind, greift den natürlichen Schutzmantel der Haut an und entzieht ihr Feuchtigkeit. Das Resultat sind trockene Hände mit rauen oder rissigen Stellen. Das sieht nicht nur unschön aus, es kann auch wehtun. Und das muss ja nicht sein. Achtet bei der Wahl eurer Seife also darauf, dass sie ph-neutral ist oder einen ph-Wert von 5,5 hat und am besten auch keine Duftstoffe beinhaltet.

Auch Alkohol entzieht eurer Haut Feuchtigkeit. Und gerade benutzen wir ja ständig Desinfektionsmittel zusätzlich zum häufigen Händewaschen. Egal ob als Spray oder Gels: Die Desinfektionsmittel sind keine Feuchtigkeitskur für eure Hände. Im Gegenteil. Es ist also wichtig, dass ihr rückfettet. Welche Tipps abseits von gewöhnlicher Handcreme helfen, findet Guten Morgen, Hessen-Moderatorin Julia Nestle diese Woche raus.

Tag 1: Bartöl bei trockenen Händen

© privat

Test an Tag 1: Bartöl umfunktionieren und als Handpflege benutzen...

Männer schmieren sich spezielles Bartöl in ihren Bart, um die Härchen zu pflegen und um die sensible Haut im Gesicht zu beruhigen. Produkte gibt's auf dem Markt tausende. Und dass Öl nicht nur zum Braten und für Salatsoßen gut ist, sondern auch Haut und Haar pflegt, das wissen wir ja mittlerweile. Warum also nicht einfach die Hände damit einschmieren? Der Tipp kommt von FFH-Hörerin Jenny aus Weiterstadt.

Julia hat's probiert und fand im ersten Moment, dass da noch Luft nach oben ist: "Der Geruch ist schon überragend. In dem Bartöl, das ich in der Drogerie gekauft habe, ist Zedernholzöl drin und es duftet soooo gut. Allerdings sehe ich jetzt noch nicht den Riesen-Unterschied und ein weiterer Nachteil bei Öl ist, dass es einfach länger dauert, bis es in die Haut eingezogen ist."

Tag 2: Olivenöl und Zucker bei trockenen Händen

FFH-Hörerin Guisi aus Frankfurt hatte den nächsten Handpflege-Tipp parat: Olivenöl mit Zucker. Da hat man Pflege und Peeling in einem. Julia hat's nach der Arbeit am Esstisch ausprobiert und kann euch schon mal den Rat geben, dass ihr auf jeden Fall Küchenkrepp oder ein Küchenhandtuch neben euch legen solltet, bevor ihr die Aktion startet. Dafür gibt's danach aber auch wunderbar zarte Hände. 

Julias Fazit: "Man mischt zwei Esslöffel Olivenöl mit etwas Zucker und reibt dann die trockenen Hände damit ein. Wenn man die Mischung dann abgerubbelt hat, sind die Hände super weich. Allerdings ist es schon ein bisschen eine eklige Angelegenheit und deshalb nix für jeden Tag. Wenn die Hände allerdings sehr beansprucht sind, hilft dieser Tipp super!" 

Tag 3: Sheabutter gegen trockene Hände

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Weil's im Laden keine unraffinierte Sheabutter gab, hat Julia auf eine Handcreme mit extra-viel Sheabutter zurückgreifen müssen. 

Aus besonders fetthaltigen Sheanüssen gewonnen, wird Sheabutter gerne in Beautyprodukten verwendet. Oder man kauft sie unraffiniert pur und hat so eine schnelle und reichhaltige Pflege für die Haut. Der Tipp kam von FFH-Hörerin Conny aus Wehrheim und Julia hat's gewissermaßen ausprobiert. Gewissermaßen, weil sie nirgends auf die Schnelle unraffinierte Sheabutter finden konnte. 

Also musste Julia auf eine Handcreme zurückgreifen, die immerhin 35 Prozent unraffinierte Sheabutter enthält. Das Resultat? Zarte Hände, aber trotzdem will es Julia demnächst nochmal mit purer Sheabutter versuchen. 

Unraffinierte Sheabutter bekommt ihr in manchen Drogerien, in Reformhäusern oder im Internet. 

Tag 4: Melkfett gegen trockene Hände

Das gute alte Melkfett. Das hat schon die Oma irgendwo in Küche oder Bad stehen gehabt. Ursprünglich war's - wie der Name schon sagt - zur Pflege von Eutern und Zitzen von Tieren gedacht, die gemelkt wurden. Aber auch unsere Haut kann es pflegen. Der Tipp kommt von FFH-Hörer Uwe aus Bensheim. 

Julias Fazit: "Man sollte das Melkfett unbedingt eher abends benutzen. Ich habe meine Hände damit morgens eingecremt und weil das Melkfett echt nicht schnell einzieht, habe ich jetzt überall in der Wohnung Fettdatschen. Trotzdem muss ich sagen: Meinen Händen hat's gut getan! Melkfett ist halt auch richtig reichhaltig."

Übrigens hat Julia vor dem Test extra ihr Headset aufgesetzt, weil sie Angst hatte, ihre anderen Sendeutensilien fürs Homeoffice zu zerstören mit dem ganzen Fett. Und wie das Ergebnis zeigt, werden es ihr die Kollegen aus der Technik danken... war 'ne ganz schöne Sauerei. 

Tag 5: Handpflegehandschuh bei trockener Haut

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Test an Tag 5: Handpflege-Handschuhe.

In Drogeriemärkten gibt's spezielle Handschuhe, die wie eine Sheet-Maske fürs Gesicht wirken: Sie baden in einer Flüssigkeit mit diversen feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen und die sollen dann, wenn man die Handschuhe anzieht und an den Enden zubindet, besser in die Haut einziehen und noch mehr pflegen. 

Julia hat welche von dm ausprobiert, die rund 3 Euro kosten und 20 Minuten angezogen bleiben müssen. Die pflegenden Wirkstoffe sind Aprikosenkernöl, Sheabutter und Wildrosenkernöl. 

Julias Fazit: "Dadurch, dass die Handmaske 20 Minuten einwirken muss, kann man in der Zeit nix weiter machen und muss sich bedienen lassen. Was ja vielleicht auch mal ganz schön ist. Wenn die Zeit um ist und man die Handschuhe wieder ausziehen kann, massiert man die restliche Pflege auf den Händen ein. Direkt danach war der Effekt toll, aber schon am nächsten Morgen sahen meine Hände wieder aus wie vorher. Gerade die eine raue Stelle an meinem Zeigefinger war wieder da. Also: Für jeden Tag ist so ein Handpflege-Handschuh nix, aber für einen lustigen Beauty-Abend mit den Mädels schon."

Und noch mehr Hörer-Tipps

FFH-Hörerin Karoline empfiehlt Baumwollhandschuhe, die ihr nachts anzieht, nachdem ihr eure Hände großzügzig mit der Handcreme eures Vertrauens eingecremt habt. Später könnt ihr die Handschuhe bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. 

Astrid rät, die Hände täglich mit nativem Kokosöl einzucremen. Dazu sollten die Hände leicht feucht sein. Geht übrigens auch in Verbindung mit Baumwollhandschuhen. 

Jenny empfiehlt die Euterpflege von HAKA: "Sie ist super, fettet nicht, fühlt sich super an, enthält keine Duftstoffe und ist für alle Stellen am Körper geeignet - auch für Lippen und Gesicht." Zwar kostet die 500ml-Tube knapp 18 Euro, dafür sei die Creme aber auch jeden Cent wert und sehr ergiebig, schreibt uns Jenny auf WhatsApp. Hier könnt ihr die Creme bestellen

Natascha aus Offenbach hat einen Tipp parat, für den ihr schwarzen Tee im Beutel, Wasser und eine reichhaltige Creme wie z.B. Melkfett braucht. Sie schreibt uns auf WhatsApp: "Man kocht sieben Beutel Schwarztee in einem Liter Wasser auf und lässt ihn ziehen. Wenn der Tee erkaltet ist, den oberen Teil mit einem Baumwolltuch aufnehmen und auf die offenen Stellen legen für ca. 10-20 Minuten. Danach mit einer sehr fetthaltigen Creme eincremen. Schwarzer Tee wirkt wahre Wunder, ich habe es selbst gesehen als meine Tochter wegen Neurodermitis mit offener und trockener haut gekämpft hat. Diese Methode haben wir in einer Klinik in Hanau gelernt und nach drei Tagen war alles wie neu."

Sanne aus Rosbach vor der Höhe hat einen ungewöhnlichen Tipp parat, dessen Wirksamkeit ihr ganz zufällig aufgefallen ist: Eine Haarkur! Sie schreibt uns: "Als ich noch den Beruf Floristin ausübte, waren meine Hände eine Katastrophe. Wenn ich aber die Haare gewaschen und zum Schluss eine Kurpackung in die nassen Haaren einmassiert hatte, hatte ich danach auch super weiche Haut an den Händen."

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