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Vorm England-Spiel: Thomas Helmer im FFH-Interview

Wie gewinnt man gegen England? - Thomas Helmer im FFH-Interview

© picture alliance/dpa | Daniel Karmann

Ex-Nationalspieler und Fußball-Experte Thomas Helmer gibt in FFH Guten Morgen, Hessen seinen Tipp fürs Spiel England gegen Deutschland ab. 

1996 warf er mit der deutschen Nationalmannschaft die Engländer auf der Insel aus der Europameisterschaft, mittlerweile hat Thomas Helmer die Fußballschuhe an den Nagel gehängt und moderiert den Doppelpass bei Sport1 (sonntags live ab 11 Uhr). Im FFH-Interview verrät er Julia Nestle und Johannes Scherer seinen Tipp für das erneute Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Nationen im Achtelfinale der EURO 2020 und sagt was nötig ist, damit Deutschland gewinnt.

Duell mit Geschichte

Halbfinale der Europameisterschaft 1996. Deutschland ist zu Gast in Wembley. Der Gegner: kein geringerer als England selbst. Die Euphorie auf der Insel ist vor Spielbeginn groß und wird noch größer, als England kurz nach Anpfiff in Führung geht. Stefan Kuntz, der heutige Trainer der U-21 Nationalmannschaft, kann nach einer Viertelstunde ausgleichen. So bleibt es eine lange Zeit, bis das Spiel schließlich nach der Verlängerung ins Elfmeterschießen geht. Alle fünf Schützen beider Mannschaften verwandeln souverän. Dann tritt Gareth Southgate an den Punkt – und verschießt. Der deutsche Kapitän Andy Möller macht daraufhin alles klar und nagelt den Ball unter die Latte. Deutschland steht im Finale und gewinnt schließlich auch die Europameisterschaft.

Auch Thomas Helmer kann sich noch an diese Nacht erinnern, immerhin stand der Abwehrspieler damals auf dem Platz. Jetzt kommt es bei der EURO 2020 zum erneuten Aufeinandertreffen mit den Engländern, mit dabei auch wieder der damalige Unglücksrabe Gareth Southgate, dieses Mal aber an der Seitenlinie als Trainer der „Three Lions“.

Elfmeterschießen als Trumpf

Das Elfmeterschießen wäre auch diesmal Helmers erneute Taktik, sollte die deutsche Elf mal einen schlechten Tag haben. Damit haben's die Engländer ja bekanntlich nicht so. Das könne man noch so oft trainieren, erklärt Helmer unseren FFH Guten Morgen, Hessen-Moderatoren Julia Nestle und Johannes Scherer, das sei eine besondere Situation, da müsse man überzeugt hingehen und das Ding rein machen.

© picture alliance / dpa | Bernd Weissbrod

Nachdem Gareth Southgate 1996 seinen Elfmeter verschoss, beendete Andy Möller die englischen Träume vom Gewinn des Europameistertitels im eigenen Land.

England: Hart zu knacken

Aber auch so blickt der ehemalige Nationalspieler optimistisch auf das Spiel. Allein nach dem bisherigen Muster müssten die Deutschen gegen England wieder gut spielen. Gegen Frankreich war das Spiel ok, gegen Portugal sehr gut und gegen Ungarn schlecht, es müsste also wieder ein gutes Spiel folgen. Und gegen die Engländer hätten die Deutschen schon immer gut ausgesehen. „Das macht Mut“, meint Helmer. Dennoch dürfe man die Engländer nicht unterschätzen.

Durch ihre sehr kontrollierte Spielweise seien sie schwer zu knacken. Sie haben immerhin auch noch kein Gegentor kassiert. Sehr wichtig sei es aber, nicht direkt in Rückstand zu geraten, wie in den bisherigen drei deutschen Spielen. „Als ehemaligen Abwehrspieler machen die einen ja verrückt“, scherzt der frühere Defensiv-Mann. 

Ein weiterer, vielleicht entscheidender, Vorteil ist auf Seiten der Engländer: Die Fans. Da Großbritannien Virusvariantengebiet ist, werden kaum deutsche Fans im Stadion sein. Da fehlt der deutschen Mannschaft schon etwas, nichtsdestotrotz wird die Stimmung im Stadion wahrscheinlich grandios sein - zumindest so lange England nicht hinten liegt.

Goretzka und Müller müssen von Anfang an spielen

Damit es mit einem deutschen Sieg in England klappt, müsse unser Bundestrainer aber noch ein, zwei Veränderungen in der Startelf vornehmen, meint Helmer. Thomas Müller und vor allem Leon Goretzka müssten direkt von Anfang an spielen, sofern beide fit sind: „Der bringt alles mit, der läuft in die Räume, der kann defensiv denken, räumt mit ab und ist vorne auch torgefährlicher als Toni Kroos oder Ilkay Gündogan“, schwärmt Helmer von Goretzka.

Dann kann einem erneuten deutschem Sieg in Wembley doch eigentlich nichts mehr im Weg stehen? Das sieht auch Helmer so, sein Tipp: 2:1 für Deutschland!

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