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Angeberwissen: Elf Fakten zu Olympia

Elf Fakten zu Olympia - Kosten, Sportarten & recycelte Medaillen

© picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Wire | Stanislav Kogiku

Die Olympischen Spiele stehen vor der Tür. Hier kannst du ein paar interessante Fakten erfahren.

Ein Jahr später als geplant finden endlich wieder olympische Sommerspiele statt. Damit ihr nicht ganz unvorbereitet, sondern mit ein bisschen interessantem Wissem, in die Spiele startet, haben wir euch hier elf interessante Fakten zu den Olympischen Spielen in Tokio herausgesucht.

© picture-alliance/ dpa | Marcus Brandt

An den Olympischen Spielen 2008 nahmen auch genau 434 deutsche Sportler teil. Damals wurden sie bei der Eröffnungsfeier vom Fahnenträger Dirk Nowitzki angeführt.

1. Größtes deutsches Team seit 2008

Rund 11.000 Athleten werden in Tokio antreten, davon kommen 434 aus Deutschland. Das ist das größte deutsche Team seit den Spielen in Peking 2008. Damals waren es auch genau 434 Sportler. Aus dem deutschen Team treten 41 Sportlerinnen und Sportler an, die aus Hessen kommen und/oder für einen hessischen Verein starten.

© picture alliance/dpa/AP | Charlie Neibergall

Lilly Stoephasius ist gerade einmal 14 Jahre alt, geht aber in Olympia für Deutschland an den Start.

2. Jüngste Deutsche ist 14 Jahre alt

Die jüngste im deutschen Team ist Lilly Stoephasius mit gerade einmal 14 Jahre. Sie sicherte sich einen begehrten Startplätze für Olympia und wird in der neuen olympischen Sportart Skateboard antreten. Die junge Sportlerin ist bereits im Jahr 2018 Vize-Europameisterin geworden und gewann ein Jahr später Bronze bei der Weltmeisterschaft in Barcelona.

Die jüngste Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen generell ist 12 Jahre alt. Hend Zaza ist eine Tischtennisspielerin aus Syrien und löste bereits im Februar 2020 das Ticket für Olympia, als sie mit 4:3 gegen die 31 Jahre ältere Libanesin Sahakian gewann.

3. Die schwersten, größten und kleinsten Deutschen

Bei den deutschen Leichtathleten geht ein echtes Schwergewicht an den Start. David Wrobel bringt 140 Kilogramm auf die Waage und ist somit der schwerste im deutschen Team. Er hat sich auf den Diskuswurf spezialisiert.

Johannes Voigtmann hingegen ist mir seinen 2,11 Metern der größte Deutsche. Er spielt, wie könnte es anders sein, Basketball. Mehr als einen halben Meter kleiner ist da Katharina Saskia Menz. Sie tritt in der Disziplin Judo an und ist mit ihren 1,53 Metern die kleinste Deutsche.

© picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

Als erste Transgender-Athletin nimmt Laurel Hubbard an den Olympischen Spielen teil.

4. Erste Transgenderathletin bei Olympia

Zum ersten Mal nimmt mit der 43-jährigen Gewichtheberin Laurel Hubbard eine Transgenderathletin an den Olympischen Spielen teil. Die Neuseeländerin hieß früher Gavin und ließ im Jahr 2012 ihr Geschlecht mit einer Operation ändern. Laut der olympischen Regeln darf der Testosteronspiegel der Athletin ab mindestens einem Jahr vor dem Wettkampf einen bestimmten Wert nicht mehr überschreiten. Außerdem muss Laurel Hubbard erklären, dass ihre Geschlechtsidentität weiblich ist und darf diese Aussage in den nächsten vier Jahren nicht mehr ändern.

5. Viele Absagen im Vorfeld

Aufgrund der Pandemie haben viele Athletinnen und Athleten im Vorhinein entschieden, nicht an den Spielen teilzunehmen. Besonders viele Tennis-Profis haben ihre Teilnahme zurückgezogen. Darunter sind prominente Namen wie Rafael Nadal, Roger Federer, Domi Thiem, Angelique Kerber und Serena Williams. Auch der Kader des deutschen Fußballteams ist auf gerade einmal 18 Mann geschrumpft, eigentlich dürfen 22 Spieler mit.

Nordkorea gab bereits im April bekannt, überhaupt keine Athleten nach Tokio zu schicken.

© picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Mickael Chavet

Sportklettern ist eine neue Sportart bei den Olympischen Spielen. Der deutsche Jan Hojer hat sich seine Teilnahme beim Qualifikationsturnier 2019 gesichert.

6. Fünf neue Disziplinen

Bei den diesjährigen Olympischen Spielen gibt es fünf neue Disziplinen. Mit dabei sind Karate, Skateboard, Sportklettern, Baseball und Surfen mit dabei. Auch hessische Sportler gehen in diesen Disziplinen an den Start. Zum Beispiel im Karate Jasmin Jüttner und Ilja Smorguner und der Sportkletterer Jan Hojer.

Insgesamt gibt es 33 Sportarten, die in 51 Disziplinen aufgeteilt sind. Es werden insgesamt 339 Wettkämpfe ausgetragen.

7. Das deutsche Fahnenträger-Duo

Das IOC legt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf die Mixed-Wettbewerbe. Von diesen finden mehr statt, als bei den vorherigen Olympischen Spielen. Diese werden in den Sportarten Bogenschießen, Judo, Triathlon, Tischtennis und Leichtathletik ausgeführt.  

Aus diesem Grund wird auch bei der Eröffnungsfeier das erste Mal ein Duo die deutsche Fahne tragen. Das besteht aus der Beachvolleyballerin Laura Ludwig und dem Wasserspringer Patrick Hausding. Die beiden wurden sowohl von der Öffentlichkeit als auch von Athletinnen und Athleten des deutschen Teams gewählt.
 

© picture alliance/dpa/kyodo | -

Miraitowa ist das Maskottchen der diesjährigen Olympischen Spiele.

8. Das Maskottchen heißt Miraitowa

Der Name des olympischen Maskottchens ist „Miraitowa“ und setzt sich aus den japanischen Worten „mirai“ für Zukunft und „towa“ für Ewigkeit zusammen. Auf der Stirn des Maskottchens befindet sich das Emblem der Spiele – ein Schachbrettmuster aus indigofarbenen Rechtecken. 

9. Durch Corona steigen die Kosten

Auf mehr als 12,6 Milliarden Euro belaufen sich die Kosten der diesjährigen Olympischen Spiele. Der Betrag ist vor allem wegen der Corona-Maßnahmen und der Verschiebung der Spiele weiter gestiegen. Alleine für die Eröffnungsfeier und die Schlussfeier werden ungefähr 130 Millionen Euro mehr eingeplant.

Mit 12,6 Milliarden Euro ist Olympia zwar bisher nur um etwa eine Milliarde Euro teurer als die Spiele in Brasilien 2016, doch Experten gehen jedoch davon aus, dass die Gesamtkosten am Ende noch einmal deutlich höher liegen werden.

© picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Rodrigo Reyes Marin

Eine große Reproduktion der Medaille von Tokio 2020 wird ausgestellt. Die eigentlichen Medaillen bestehen aus recycleten Edelmetallen.

10. Die Medaillen bestehen aus recycleten Edelmetallen


Zum ersten Mal werden Medaillen bei den Olympischen Spielen verliehen, die aus recycleten Edelmetallen hergestellt wurden. Das Material wurde aus gespendeten Elektrogeräten gewonnen.


11. Olympia unter Corona-Bedingungen

Die Austragung der Olympischen Spiele in Tokio sind trotz der Verschiebung immer noch sehr umstritten. Viele Japaner befürworteten eine erneute Verschiebung oder sogar eine Absage der Spiele. Dies zeigten auch viele Umfragen und Petitionen, weshalb die Spiele noch einige Zeit auf der Kippe standen.

Bereits im März wurde beschlossen, dass keine ausländischen Fans bei den Wettkämpfen anwesend sein dürfen. Nun haben die Organisatoren aufgrund des verlängerten Corona-Notstands in Tokio entschieden, dass die Spiele komplett ohne Publikum abgehalten werden. Es werden somit Geisterspiele sein. 

Die Olympioniken müssen sich an strenge Regeln und Hygienekonzepte halten und werden in Tokio in einer sogenannten Blase leben. Sie dürfen keine anderen Veranstaltungen und Wettkämpfe besuchen, außer denen ihrer eigenen Sportart und auch der Besuch einer Touristenattraktion kann zur Disqualifikation führen.

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