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Alvaro Soler im FFH-Interview

Alvaro Soler im FFH-Interview - Spanien, Schulen und Sonne im Herzen

Am 9. Juli veröffentlichte Alvaro Soler sein neues Album "Magia". Im FFH-Interview redet er mit Julia Nestle über Spanien, seine Lieder im Schulunterricht und was man braucht, um konstant Sommerhits zu schreiben.

Die richtige Aussprache

Magia oder „Madschia“ oder doch eher Machia? Wie wird er denn nun richtig ausgesprochen? „Machia“ erklärt Alvaro Soler im FFH-Interview Julia Nestle. „Magia“ - so wird es richtig geschrieben - heißt Solers diesjähriger Sommerhit und auch sein neues Album, dass er am 9. Juli veröffentlicht hat. Der spanische Song verleiht gleich gute Laune und ein bisschen Urlaubsgefühl.

© picture alliance/dpa/Universal Music | Universal Music

Das Cover zu Solers neuem Album "Magia".

So gelingt ein Sommerhit

Aber wie geht das, so gut wie jedes Jahr konstant einen Sommerhit zu veröffentlichen? Zum einen brauche man viel Sonne im Herzen, meint der Musiker. Zum anderen dürfe man die Musik nicht wegen des Erfolges machen, man müsse die Musik fühlen. „Wenn man es nicht fühlt, klappt es nicht. Da kann man den Erfolg noch so lange suchen, wie man will. Der Erfolg kommt, wenn die Musik und die Verbindung der Musik zu den Menschen stimmt“, erklärt er. Und bei seiner Musik stimmt einfach alles. Soler bringt die südländische Lockerheit mit seinen Songs authentisch rüber, regt zum Mittanzen an und bringt die spanische Sonne nach Deutschland.

Berlin ist zu schwül

In seiner Heimat Spanien sei er besonders gerne, erzählt er über sich. Gerade im Sommer gefalle es ihm dort besonders gut. In seinem zweiten Wohnsitz Berlin sei es ihm etwas zu schwül, der Wind fehle und es gebe keine Klimaanlagen. Dafür falle es ihm in der deutschen Hauptstadt leichter, sich zu konzentrieren. Dort könne er sich besser zusammenreißen und lasse sich weniger ablenken.

Doch die Aufenthalte in Spanien sind für ihn noch lange kein Urlaub, wie vielleicht manche vermuten würden. Da seine ganze Familie in Spanien lebt und er dort auch unter der Woche jeden Tag arbeitet, komme nicht so richtig Urlaubsgefühl auf. Erst abends, wenn er nach Feierabend an den Strand kann, genießt er die Sonne. „Es ist halb Sommer- halb Arbeitsgefühl“, sagt er über seine Aufenthalte im Süden.

Alvaro Soler im holländischen Abitur

Auch außerhalb der Charts finden seine Lieder großen Anklang und das an Orten, an denen man das vielleicht gar nicht erwarten würde. Viele Lehrer hätten seine Songs nämlich in ihren Unterricht eingebaut. Sie verwenden die Lieder, um den Schülern Spanisch beizubringen. Das liege wohl an seiner sauberen und guten Aussprache, die für die Schüler gut verständlich ist. Den Höhepunkt erreichte das dann vor zwei Jahren, als ein Interview mit Alvaro Soler im spanischen Abitur in Holland verwendet wurde. 

Da Julia Nestle, trotz der guten Aussprache Solers, leider immer noch nicht so viel von den spanischen Texten versteht, hat sie sich etwas Besonderes vorgenommen: Sie will einen Hochschulkurs besuchen, um mehr Spanisch zu lernen. Alvaro Soler findet die Idee top: „Endlich mal jemand!“

Ohrwurm-Potenzial

Die Coronakrise trifft auch Alvaro Soler. Die hält ihn jedoch nicht davon ab, produktiv zu sein. „Man kann keine Konzerte spielen, deswegen einfach mehr Songs releasen“. Allein in diesem Jahr bringe er insgesamt acht Songs raus. Ob alle davon so ein Ohrwurm werden wie Magia, wird sich zeigen. Soler selbst erkenne schon beim Schreiben, ob ein Song Potenzial zum Ohrwurm hat, sagt er. Manchmal müsse er aber auch einen Song erstmal ein paar Tage ruhen lassen und ihn sich dann nochmal anhören, um wirklich festzustellen, ob er gut war oder nicht. „Dann hörst du wieder rein und merkst: `Da hast du dich irgendwo drin verloren` oder `das ist ja immer noch mega krass`.“

Und den "mega krassen" Song Magia hört ihr jetzt hier! 

Das offizielle Musikvideo zum Sommerhit "Magia"

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