On AirGuten Morgen, Hessen! >

Millionen verloren: Die Bitcoin-Pechvögel

Millionen Bitcoins verloren - Diese Pechvögel wären eigentlich reich

Eigentlich reich - stattdessen nicht reich, aber verärgert. Schnell mal mehrere Millionen Euro in Bitcoin verlieren oder wegschmeißen – ist das Dummheit oder Pech? Wie auch immer: Geld verlieren tut weh. Wie weh das tut, darüber können diese Bitcoin-Loser wahrscheinlich ein ganzes Buch schreiben.

Es gibt tatsächlich Menschen, die einfach mal ein ganzes Vermögen in Bitcoins verloren haben. Autsch!

Das passiert unserem "Wünsch dir was"-Gewinner Benjamin hoffentlich nicht...

Wenn ihr euch sicher seid, dass auch ihr manchmal vom Pech verfolgt werdet, können wir euch mit diesen irren Geschichten über Bitcoin-Pechvögel beruhigen. 

Zwei Pizzas für heute mehr als 320 Millionen Euro

"Wer mir zwei Pizzas liefert, wird in Bitcoins bezahlt", kündigte der Programmierer Laszlo Hanyecz im Mai 2010 in einem Bitcoin-Forum an. Für die Lieferung der Pizzas bekam der Lieferant damals 10.000 Bitcoins - das war der erste dokumentierte Kauf richtiger Ware mit Bitcoin.

Heute wären die Bitcoins, die der Programmierer für die Pizzas bezahlte, über 320 Millionen Euro wert. Unfassbar, aber wahr! Deshalb feiern viele Bitcoin-Fans jährlich am 22. Mai den „Bitcoin Pizza Day“.

Nur noch zwei Versuche, für 230 Millionen Euro in Bitcoins

Eigentlich könnte der in San Francisco lebende deutsche Programmierer Stefan Thomas mehrere Millionen Dollar besitzen. Eigentlich - doch der 34-Jährige hat das Papier verloren, auf dem er sich vor Jahren das Passwort zu einer Festplatte notiert hat, auf der die Zugangsdaten zu seinen Bitcoin-Wallets gespeichert sind. 

Achtmal hat er verschiedene Passwort-Kombinationen probiert – und achtmal hat er das falsche Passwort eingegeben. Beim zehnten Mal sind seine knapp 7.000 Bitcoins - das sind heute umgerechnet etwa 224 Millionen Euro - für immer verloren.

Das ist womöglich der Albtraum aller Bitcoin-Besitzer. Inzwischen sagt Stefan Thomas aber: "Ich habe meinen Frieden geschlossen mit dem Verlust". Hoffentlich hat er das auch wirklich!

Und wenn man denkt, es geht nicht schlimmer...

Die Bitcoin-Festplatte auf der Müllkippe

© pexels.com

Die Festplatte mit den Bitcoin-Schlüssel von James Howell soll auf einer Mülldeponie in Newport gelandet sein.

Wenn ihr auch schon mal versehentlich etwas Wertvolles in den Müll geworfen habt: James Howell aus Wales fühlt euren Schmerz - multipliziert mit mehreren Millionen Mal. Bei einer Aufräumaktion im Jahr 2013 im Büro des Informatikers wurde eine Festplatte in den Müll geworfen, auf der der Schlüssel zu seiner Bitcoin-Wallet bzw. Bitcoin-Geldbörse mit etwa 7.500 Bitcoins gespeichert war.

Was damals noch nicht so viel Wert hatte, würde ihn heute um umgerechnet über 240 Millionen Euro reicher machen. Die Festplatte soll wohl in einem Restmüll-Container auf der örtlichen Müllkippe von Newport gelandet sein. Seit Jahren versucht James die Stadtverwaltung zu überzeugen, dass er auf der Mülldeponie danach graben darf. Doch auch für 71 Millionen Dollar, die er für die Suche zahlen würde, verneint die Stadtverwaltung die umweltbelastende Suchaktion. Echt bitter! 

Jeder fünfte Bitcoin für immer verloren

Jeder fünfte Bitcoin ist für immer verloren, schätzen Experten. In Euro ist das ein dreistelliger Milliardenverlust. Das liegt daran, dass die Besitzer nicht mehr an ihr virtuelles Kryptogeld rankommen. Das macht die Gefahr der Anonymität bei Kryptowährungen aus, denn jeder ist für seine Daten selbst verantwortlich. Denn anders als bei einer traditionellen Bank, wo das Geld nicht weg ist, bloß weil man seinen PIN vergessen hat, heißt es bei Kryptowährungen: Wer seine Zugangsdaten vergisst, hat sein Geld für immer verloren.

Mehr zum Thema

Inhalt wird geladen
nach oben