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Daniel und Julia checken einen E-Tretroller

E-Tretroller im Check - Und Antworten auf die wichtigsten Fragen

In Wien oder Paris gehören sie schon längst zum Stadtbild: motorisierte Tretroller, sogenannte E-Scooter. Jetzt sind sie auch in Deutschland im Straßenverkehr zu sehen. Daniel und Julia aus der FFH-Morningshow haben das Modell Moover von Metz mal getestet. Außerdem beantworten wir euch hier die wichtigsten Fragen zum Thema.

Brauche ich einen Führerschein?

Nein. Wenn ihr mit einem E-Scooter unterwegs sein wollt, ist kein Führerschein nötig.

Gibt es ein Mindestalter?

Vorgeschlagen war ein Mindestalter von 12 Jahren bei einem E-Scooter mit einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 12 km/h und 14 Jahren für E-Scooter mit einer Maximalgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h. Jetzt gilt: Alle E-Scooter darf man erst ab 14 Jahren fahren.

Besteht Helmpflicht?

Nein.

Wo darf ich mit einem E-Scooter fahren?

Vorgeschlagen war ursprünglich, dass E-Scooter bis 12 km/h Maximalgeschwindigkeit auf dem Gehweg fahren sollen. Davon hat man sich dann aber wegen möglicher Gefährdung von Fußgängern verabschiedet. Jetzt heißt es: E-Scooter dürfen nur auf Radwegen oder Radfahrstreifen fahren.

Brauche ich eine Versicherung?

Ja und zwar eine Haftpflichtversicherung. Die gibt’s nur für E-Tretroller, die eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) haben. Mit der Zulassung bekommt ihr eine Versicherungsaufkleber für Elektrokleinstfahrzeuge. Die Kosten für die Versicherung sollen zwischen 30 und 90 Euro im Jahr liegen – je nach Anbieter wird zum Teil auch das Alter des Fahrers eine Rolle beim Preis spielen.

Welche Ausstattung braucht ein E-Scooter?

E-Tretroller müssen eine Klingel, zwei Handbremsen, Blinker, Scheinwerfer und Schlussleuchte haben. Damit ihr mit dem E-Scooter am Straßenverkehr teilnehmen könnt, braucht das gute Teil zwingend eine CE-Kennzeichnung, die bestätigt, dass das Fahrzeug den Anforderungen der EU entspricht, und die ABE. Aktuell haben das nur zwei Modelle vorzuweisen: Der Metz Moover und der BMW x2City E-Scooter. Alle anderen Hersteller müssen erst noch eine Betriebserlaubnis beim Bundeskraftfahrtsamt für ihre Modelle beantragen. Das kann Wochen oder Monate dauern und ist mit hohen Kosten für die Hersteller verbunden.

Was kosten diese E-Scooter?

Günstig sind die motorisierten Tretroller nicht. Den Metz Moover bekommt ihr für knapp 2000 Euro, der BMW x2City E-Scooter kostet 2400 Euro.

Was ist mit älteren und günstigeren Modellen?

Ältere und günstigere Modelle haben die ABE nicht und werden so auch nicht haftpflichtversichert werden können, was dazu führt, dass ihr keine Zulassung bekommt und damit auch nicht am Straßenverkehr teilnehmen dürft. 

Welche Reichweite haben E-Scooter?

Eine Batterieladung des Moover reicht für etwa 25 Kilometer, die des BMW-Modells für 25-30 Kilometer, ganz abhängig davon, wie viel ihr selbst tretet.

Daniel und Julia haben den Moover schon mal gefahren und waren überrascht: Das Ding geht ja ganz schön ab!

Daniel und Julia und die E-Scooter

© FFH

Daniel und Julia aus der FFH-Morningshow haben auf dem Firmengelände mal eine Runde im Metz Moover E-Scooter gedreht. Die gehen ja ganz schön ab, die kleinen Dinger...

E-Tretroller ausleihen: Stiftung Warentest ist kritisch

In deutschen Großstädten haben sich die E-Tretroller in kürzester Zeit rasend vermehrt: Mehrere Anbieter schicken ihre kleinen Flitzer auf die Straße und an fast jeder Ecke stehen sie jetzt. Manchmal allein, manchmal in Gruppen. Bis dann wieder ein Tourist oder jemand, der auch mal so einen E-Tretroller ausprobieren möchte, vorbeikommt. Denn Anne Kliem von Stiftung Warentest sagt im FFH-Interview, dass das diejenigen sind, die E-Tretroller zum Mieten meist nutzen. Wer eine längere Strecke pendelt, für den lohnt sich das Ausleihen finanziell meist nicht. Anbieter von Circ, Tier und Lime bis zu Voi rufen Minutenpreise von bis zu 25 Cent auf. 

Teurer als Carsharing oder Leih-Bikes

Im Vergleich: Carsharing kostet ab 19 Cent pro Minute, ein Leih-Bike kostet im Schnitt 1 Euro für 30 Minuten. Ein ziemlich teurer Spaß als, mit einem E-Tretroller durch die Stadt zu cruisen. Doch der Preis ist nicht der einzige Punkt, der bei Stiftung Warentest für Naserümpfen sorgte. 

Kritik für die Dateneinholung

Zwar war die Anmeldung und Buchung über die App des jeweiligen Anbieters durch die Bank weg schnell und einfach. Allerdings ziehen auch alle Anbieter mehr Nutzerdaten, als sie für ihre Dienste eigentlich brauchen. Zusätzlich haben sie sogenannte Tracker verbaut, die nachvollziehen können, wie sich ein User in der App bewegt. Auch das muss nicht sein. 

Daniel und Julia checken einen E-Tretroller

Anne Kliem von Stiftung Warentest

Die Testergebnisse

Johanna Herdejost

Reporter:
Johanna Herdejost

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