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Ehrenamtliche retten Dorfkneipe in Dautphe

Dank vieler Ehrenamtlicher - Dautphe hat wieder eine Dorfkneipe

Knapp 2500 Einwohner hat Dautphe in Mittelhessen, eine Feuerwehr, einen Fußballverein, aber keine Dorfkneipe mehr. Zumindest war das so, bis sich Freiwillige aus dem Dorf zusammentaten und in Eigenleistung der alten Dorfkneipe "Zur Waldeslust" neuen Glanz verliehen. Jan-Niclas Klaes erzählte in FFH Guten Morgen, Hessen von vielen Arbeitsstunden und warum sich viele überhaupt für das Projekt einsetzten. 

Vielleicht kennt ihr die Situation aus eurem eigenen Ort oder einem Nachbarort. Dorfkneipen, die es schon ewig gibt und die ein wichtiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft sind, müssen schließen. Die Gründe können von zu geringen Einnahmen bis zum Problem, dass kein Nachpächter gefunden werden kann, reichen.

Jetzt war die Eröffnung - Ein voller Erfolg!

Sieben Hektoliter Bier, 300 Gäste...

Kneipenretter Jan-Niclas Klaes erzählt: Das Eröffnungswochenende war der Hammer!

Freiwillige leisteten 2500 Arbeitsstunden

Auch in Dautphe im Landkreis Marburg-Biedenkopf war das so. Bis sich eine Gruppe Männer im Alter zwischen 28 und 52 zusammenschloss, um die alte Dorfkneipe "Zur Waldeslust" wieder zu eröffnen. In über 2500 Arbeitsstunden wurden neue Polster aufgezogen, ein Biergarten gestaltet, die Außenfassade gestrichen und viele kleine Schönheitsreparaturen durchgeführt.

Jan-Niclas Klaes ist einer der freiwillig Engagierten. In FFH Guten Morgen, Hessen sagt er: "Es fehlte einfach ein Treffpunkt im Ort. Klar, wenn man im Fußballverein ist, macht man was mit den Leuten aus dem Verein. Wenn man in der Feuerwehr ist, genauso. Aber abseits der Vereine gab es keine Option, sich auch mal zu treffen. Deshalb haben wir die alte Dorfkneipe gepachtet."

"Waldeslust" - der Radiospot

Ein Ort der Glückseligkeit...

Wir haben für die fleissigen Freiwilligen vom Projekt "Waldeslust" mal einen Radiospot produziert und gesendet.

Thekendienst? Jeder muss mal ran

Die Dorfkneipenretter sind zu acht und werden abwechselnd hinter der Theke stehen und die Kundschaft bedienen. Schließlich hat jeder zusätzlich einen festen Job; die Kneipe ist das Hobby. Auf Profit ist das Projekt nicht ausgelegt: "Unser Ziel ist es, die Kosten zu decken. Wenn wir doch ein Plus erwirtschaften sollten, stecken wir das Geld ins Haus. Da gibt's immer was zu tun", erklärt Jan-Niclas.

Die große Eröffnungsfeier steigt übrigens am 31. August ab 15 Uhr. Danach wird die Dorfkneipe immer mittwochs, freitags und samstags öffnen. Wir drücken die Daumen für ein rauschendes Fest und in Zukunft immer genügend Kundschaft, damit sich vielleicht auch in anderen Ortschaften Freiwillige finden, die sich trauen, so ein Projekt anzugehen.

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