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Schlangen erobern Häuser und Gärten im Odenwald

Ungebetene Gäste im Odenwald - Schlangen erobern Häuser und Gärten

In der kleinen Siedlung Flockenbusch in Wald-Michelbach sind die Schlangen los. Vor zehn Jahren ist hier ein Projekt zum Schutz der Äskulapnatter gestartet. Jetzt haben sich die Schlangen in der Gegend aber derart ausgebreitet, dass sich Anwohner gestört fühlen.

Bis zu zwei Meter lang

Denn mittlerweile kriechen die teilweise bis zu zwei Meter langen Tiere immer wieder  durch die Gärten und sogar in die Häuser. Ob im Sandeimer der Kinder, in den Ritzen der Steinmauern, im Keller oder unterm Esstisch: Die Schlangen scheinen sich im Odenwald jedenfalls sehr wohl zu fühlen.

"Jedes Mal Schockstarre"

Schlangen erobern Häuser und Gärten im Odenwald

Martina Tavaglione

Schlangen-geplagte Anwohnerin

© FFH

Schlangenexperte soll helfen

Im Landratsamt in Heppenheim ist man sich des Problems bewusst. An dem Artenschutzprojekt will Naturschutz-Dezernent Karsten Krug aber trotzdem festhalten. Deshalb soll es jetzt unter anderem einen Schlangenexperten geben. Der könne die Schlangen zwar nicht umsiedeln, aber zumindest wieder schnell aus den Häusern holen, wenn es sich die Tiere dort gemütlich gemacht haben, sagt Karsten Krug.

"Äskulapnatter ist kein scheues Tier"

Schlangen erobern Häuser und Gärten im Odenwald

Karsten Krug

Naturschutz-Dezernent Kreis Bergstraße

© FFH

Miteinander arrangieren

Ganz los werden die Anwohner die Schlangen aber wahrscheinlich nicht. Das sei auch nicht das Ziel, sagt Naturschutz-Dezernent Krug. Das Land Hessen und der Kreis Bergstraße seien stolz, dass die Population der Äskulapnattern so deutlich gewachsen ist. Dezernent Krug hofft, dass Anwohner und Schlangen sich miteinander arrangieren.

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Maximilian Brock

Reporter:
Maximilian Brock

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