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Adi Hütter bei FFH: "Abraham bleibt Kapitän!"

Eintracht-Coach Adi Hütter - "Abraham ist und bleibt Kapitän!"

© FFH

Die FFH-Moderatoren Julia Nestle und Daniel Fischer mit Eintracht-Trainer Adi Hütter (Mitte). 

Bei der Frankfurter Eintracht liegen absoluter Freudentaumel (wie nach dem 5:1 gegen den FC Bayern in der Bundesliga) und ungläubiges Kopfschütteln (wie nach dem ärgerlichen 1:2 in der Europa League gegen Standard Lüttich und nach dem 0:1 in Freiburg) nah beieinander. "Wir brauchen einen Run", sagt Eintracht-Coach Adi Hütter deshalb im Gespräch mit Julia und Daniel aus Guten Morgen, Hessen. Außerdem Thema: Der Rempler von Kapitän David Abraham gegen Freiburgs Trainer Christian Streich und die Konsequenzen, Feier-Rituale und Adi Hütters neues Buch "Teamgeist".

Kapitän bleibt Kapitän

Das Gespräch mit Julia und Daniel aus Guten Morgen, Hessen nutzt Eintracht-Coach Adi Hütter direkt mal, um klarzustellen: "David Abraham ist und bleibt unser Kapitän!" Der 33-jährige Argentinier hatte Freiburgs Trainer Christian Streich in einer hitzigen Schlussphase des Ligaspiels im Breisgau angerempelt und zu Boden geschickt. Es folgte Rudelbildung und eine rote Karte für den Kapitän der Frankfurter Eintracht.

Noch auf dem Platz entschuldigte sich Abraham bei Streich; für den Trainer der Freiburger war die Sache damit gegessen. Allerdings spekulierten diverse Medien sofort, ob Abraham denn jetzt überhaupt noch Spielführer der Eintracht bleiben würde. Wird er! "Er wird natürlich eine Sanktion vom Verein bekommen, die er sicherlich für einen guten Zweck zur Verfügung stellen wird", erklärt Adi Hütter im FFH-Gespräch. So würden interne Sanktionen im Verein immer gehandhabt.

"Lasse keinen wegen eines Fehlers fallen"

Und er stellt sich hinter seinen Kapitän: "Ich bin keiner, der jemanden fallen lässt, wenn er mal einen Fehler begeht." Natürlich stünde außer Frage, dass Abrahams Bodycheck unnötig war.

Adi Hütter über den Abraham-Vorfall und Konsequenzen

Mentale Regeneration für den Run

Gut also, dass jetzt eine Länderspielpause ansteht und sich die Gemüter beruhigen können. Aber nicht nur das: 23 Spiele haben die Jungs vom Main mittlerweile in den Knochen. Europa League, DFB-Pokal und Bundesliga fordern und so kommt es sehr gelegen, "dass die Mannschaft jetzt auch mal mental regenerieren kann“, erklärt Adi Hütter in Guten Morgen, Hessen.

In der Bundesliga steht das Team aktuell auf Platz 9. Es gibt noch Luft nach oben. Dessen ist sich auch der Trainer bewusst: "Wir brauchen einen Run. Daheim sind wir eine Macht, aber auswärts haben wir jetzt mehrmals knapp und unglücklich verloren."

Siege müssen gefeiert werden 

Mehr Siege wie gegen die Bayern, weniger ärgerliche Niederlagen wie zuletzt in der Europa League gegen Standard Lüttich, also. Apropos Siege: Ob sich Adi Hütter denn nach dem spektakulären 5:1 gegen die Roten aus dem Süden etwas Besonderes gegönnt habe, wollte ein Hörer wissen. "Ich bin eher ein stiller Genießer", antwortet der Österreicher am FFH-Mikro. Deshalb sei er nach dem Spiel mit Freunden und der Familie Essen gegangen und habe sich zur Feier des Tages zwei Gläser Rotwein gegönnt.

Seinem Team vertraue er beim Thema Feiern übrigens auch zu 100 Prozent. "Klar, die Jungs haben sich nach solchen Siegen auch mal ein Bier verdient", sagt Hütter, "aber ich bin nicht der Kontrolleur und Detektiv. Sollten sie über die Stränge schlagen, würde ich das ja am nächsten Morgen im Training merken. Bis jetzt kam es aber noch nie so weit."

Neues Buch: "Teamgeist"

Überhaupt ist Adi Hütter von seiner Mannschaft sehr überzeugt: "Wir sind als Team unglaublich stark", sagt er und schlägt damit den Bogen zu seinem mittlerweile schon zweiten Buch. "Teamgeist - wie man ein Meisterteam entwickelt" heißt es passenderweise. Allerdings sei das Buch nicht nur für Trainer, sondern auch für den wirtschaftlichen Bereich interessant. Eben überall dort, wo ein gutes Team entstehen soll. Als Pflichtlektüre hat es Adi Hütter seiner Mannschaft übrigens noch nicht in die Kabine gelegt: "Aber der Preis ist ohnehin so gestaltet, dass es sich die Jungs leisten können, das Buch zu kaufen", verrät der Trainer schmunzelnd. Knapp 18 Euro kostet das Werk. Ihr könnt es jetzt bei Amazon bestellen.

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