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Sechs Monate nach dem FFH-Umwelt Experiment

Nach dem FFH-Umwelt Experiment - Wer lässt sein Auto heute noch stehen?

Vor einem halben Jahr haben wir das FFH-Umwelt Experiment durchgeführt: FFH-Hörer haben sich der Herausforderung gestellt und ihr Auto für zehn Tage stehen gelassen. Als Belohnung gab es eine umweltfreundliche Alternative - eine Jahreskarte für Bus und Bahn, ein E-Bike oder einen E-Roller. Jetzt haben Julia Nestle und Daniel Fischer aus FFH Guten Morgen, Hessen noch einmal nachgefragt und wollten wissen, wer weiterhin die Alternativen nutzt.

Christines ganze Familie ist Fan vom Lastenrad

Während des FFH-Umwelt Experimentes hat uns Christine beinahe täglich mit neuen Bildern überrascht. Egal ob Töchterchen, der Ehemann oder Familienhund Belmondo - alle wurden sie von Christine mit ihrem Lasten-E-Bike durch die Gegend gefahren. Und auch nach Ende des Experiments stand ihr Auto erst einmal nur noch rum. Jetzt im Winter entscheidet sich Christine zwar wieder häufiger für das Auto, erzählt sie uns, aber für kurze Strecken kommt das Rad auch jetzt noch häufig zum Einsatz.

Sobald das Wetter wieder wärmer ist, wird das schicke Bike sicherlich noch häufiger zum Einsatz kommen. Dafür sorgt schon die Tatsache, dass auch Christines Familie große Fans von dem Gefährt sind. Töchterchen Mila fragt regelmäßig, wann sie endlich wieder mit dem Fahrrad mitfahren darf. Und ihr Mann hat den Wagen ein wenig umgebaut, damit der Hund besser ein- und austeigen kann und die Oma nutzt es gerne für den Marktbesuch am Samstag.

Christines Lastenrad kommt weiter zum Einsatz

Sechs Monate nach dem FFH-Umwelt Experiment

Felix will sein E-Bike los werden (und hat sich ein Mountainbike gekauft)

Für Felix aus Borken war das Umwelt Experiment auch ein Gewichts Experiment. Zehn Tage lang ist er jeden Morgen die 35 Kilometer zur Arbeit mit dem Rad gefahren - und abends wieder zurück. Nach Ende des Experiments hat er dann allerdings angekündigt, in Zukunft wieder das Auto zu nehmen - schon alleine, weil er mit dem Rad jeden Tag drei Stunden unterwegs war.

Trotzdem hat das FFH-Umwelt Experiment einen positiven Einfluss auf Felix Leben gehabt, denn die Erfahrung hat ihn motiviert mehr Sport zu machen: "„Ich werde immer fitter und sportlicher. Ich gehe sogar joggen, was ich vorher nicht gemacht habe", erzählt er. Und auch auf dem Rad sieht man Felix häufiger - allerdings nicht auf dem FFH-E-Bike: "Das ist eher etwas, wenn man es entspannter mag oder etwas älter ist", meint er. Dafür hat er sich nur zwei Wochen nach Ende des Experiments ein Mountainbike gekauft, mit dem er in seiner Freizeit nun häufiger unterwegs ist.

Felix ist viel sportlicher geworden

Sechs Monate nach dem FFH-Umwelt Experiment

Kristina hat Respekt vor der Glätte

Komplett auf das Auto verzichten wollte Kristina nach Ende des FFH-Umwelt Experimentes nicht. Aber an "zwei von fünf Tagen" ist sie weiterhin die knapp 20 Kilometer zur Arbeit gefahren. Derzeit kommt das E-Bike wegen des schlechten Wetters allerdings nicht zum Einsatz. Freunde von ihr hatten vor kurzem einen Fahrradunfall, obwohl es nicht einmal besonders glatt war. Darum ist sie nun etwas vorsichtiger.

Kristinas Kinder waren auch froh, dass das Auto zurück war. Denn sie mussten während des Experiments die 3,5 Kilometer zum Kindergarten mit dem Roller fahren.

Kristinas Kinder sind kein Fan vom Fahrrad

Sechs Monate nach dem FFH-Umwelt Experiment

Christian fährt wieder mit dem Auto zur Arbeit

Christians E-Bike ist für ihn eher ein Hobby. Als das Wetter noch besser war, hat er damit viele Ausflüge in und rund um die Rhön gemacht: "Ich habe das für mich lieben gelernt", sagt er. In seinen Alltag hat er das Gefährt aber nicht integriert. Die Fahrt zur Arbeit würde länger dauern - Zeit die er hinten dran hängen müsste: "Es wäre zwar möglich, aber man hat halt so die Bequemlichkeit", gibt er zu. Aber sobald das Wetter wieder wärmer wird, sind wieder Ausflüge geplant. Mein Sohn hat schon gefragt: "Papa, wann fahren wir endlich wieder?", sagt Christian lachend.

Peter fährt nur noch Bus und Bahn

Auf Peter hatte das FFH-Umwelt Experiment wohl den größten Einfluss. Denn der Bruchköbeler fährt seit dem nur noch Bus und Bahn. Das Auto hat er vielleicht zehnmal in den letzten sechs Monaten benutzt, erzählt er Julia und Daniel im FFH-Interview. Auch die Pünktlichkeit ist für ihn kein Problem: "Da ich sehr früh unterwegs, kommt die Bahn fast nie zu spät". 

Peter fährt inzwischen nicht nur zur Arbeit, sondern ist auch viel mit seiner Frau unterwegs, die inzwischen auch ein RMV-Jobticket hat. Das Tolle für ihn, man hat nie ein Problem einen Parkplatz zu finden. Sein Fazit: "Meine Freunde konnten sich nicht vorstellen, dass ich komplett auf Bus und Bahn umsteige, aber ich hab's ihnen gezeigt!"

Peter ist komplett auf Bus und Bahn umgestiegen

Sechs Monate nach dem FFH-Umwelt Experiment

Henning nutzt seinen Scooter nur noch in der Freizeit

Am Ende des Umwelt Experiments hatte Henning seinem E-Scooter noch "neun von zehn Punkten" gegeben - inzwischen scheint dich die Begeisterung etwas gelegt haben. Für ihn ist der Roller eher ein Freizeitfahrzeug geworden, denn größere Einkäufe lassen sich damit nicht erledigen. Und auch die 12 Kilometer zur Arbeit legt er nun wieder mit dem Auto zurück. Denn mit dem Roller würde die Fahrt rund 45 Minuten dauern und er hat im Betrieb keine Möglichkeit das Gefährt wieder aufzuladen.

Henning nutzt den E-Scooter nur noch in der Freizeit

Sechs Monate nach dem FFH-Umwelt Experiment

Marc Adler

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Marc Adler

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