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Hessische Sportler im Home Office

Hambüchen und Caro Schäfer - Hessische Sportler im Home Office

© privat

Auch Siebenkämpferin Carolin Schäfer und Ex-Turner Fabian Hambüchen sind gerade im "Home Office". 

Olmypia verschoben, bis Anfang der Woche durften sie nicht mal auf ihren Sportanlagen trainieren: Wie gehen hessische Sportler eigentlich mit der aktuellen Situation um? Julia und Daniel aus FFH Guten Morgen, Hessen haben mit Ex-Kunstturner Fabian Hambüchen und Siebenkämpferin Caro Schäfer telefoniert und nachgefragt.

Zwei Telefoninterviews, zwei völlig andere Herangehensweisen an die Situation. Sicherlich auch deshalb, weil die eine in Topform darauf vorbereitet war, bei den Olympischen Spielen in Tokio anzugreifen und der andere seine Profi-Karriere vor drei Jahren beendet hat.

Caro Schäfer: Wohnzimmertraining statt Olympia

Caro Schäfer sagt: "Klar, mein Sportlerherz hat schon geblutet, als die Entscheidung über die Olympischen Spiele kam. Aber es war absolut die richtige Entscheidung.“ Erst 2021 wird sie bei den olympischen Sommerspielen in Tokio an den Start gehen können. Doch was macht man jetzt in der langen, langen Zeit bis dahin?

Zusammen mit ihren Trainern habe sie einen Workout-Plan erstellt, erzählt Caro Schäfer bei FFH. Bei Waldläufen und Trainings in der Natur könne sie ihre Ausdauer beispielsweise trotz der aktuellen Situation gut trainieren. "Mein Wohnzimmer habe ich in einen Stabilisationsbereich umgebaut", sagt sie.

© privat

Caro Schäfer beim Training im Wohnzimmer. 

Alle drei Stunden Raumwechsel

Und damit sie sich mit ihrem Freund, der im Home Office arbeitet, nicht in die Quere kommt, wechselt das Paar alle drei Stunden den Raum, so dass sie die "logistische Herausforderung" auch ganz gut gemeistert haben. Überhaupt geht's bei Caro Schäfer und ihrem Freund ums Teamwork: Müll runterbringen? Übernimmt sie - ist ja schließlich ein kleines Training! Dafür ist er fürs Kochen zuständig und sie hilft beim Schnippeln.

Caro Schäfer über ihr "Home Office"

Caro Schäfer über die Absage von Olympia

Hambüchen sieht es locker

Entspannter geht's Ex-Kunstturner Fabian Hambüchen daheim in Mittelhessen an. Er hält sich in seinem Trainingsraum im Keller fit oder an der frischen Luft. Eine Belastung ist die ungewohnte Situation für ihn nicht: "Es tut gut, dass das Leben mal entschleunigt wurde", sagt er bei FFH, "man hatte dadurch Zeit durchzuatmen und sich zu finden."

Mit seinen ehemaligen Sportler-Kollegen kann er natürlich mitfühlen und sich vorstellen, wie hart es ist, wenn man topfit jetzt eigentlich gerne bei den Olympischen Spielen angetreten wäre. Für manchen, der kleinere Verletzungen hatte, wird das Timing aber auch nicht schlecht gewesen sein, meint er.

Ob Hambüchen nicht doch nochmal in Versuchung geraten wäre, aus dem Profi-Ruhestand zurückzukommen, wollten Daniel und Julia wissen. Die Antwort ist eindeutig: "Ich bin ganz froh, erstmal aus der Nummer raus zu sein!" Allerdings habe er für einen klitzekleinen Moment tatsächlich darüber nachgedacht, nochmal zu starten, kam dann aber schnell zu dem Entschluss: "Nee, das machen wir nicht."

Fabian Hambüchen über sein "Home Office"

Fabian Hambüchen über die Absage von Olympia 2020

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