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Kitas öffnen wieder: Das gibt es zu beachten

Erzieherin im Interview - Hessens Kitas öffnen wieder eingeschränkt

Am 2. Juni wechseln Kitas vom "erweiterten Notbetrieb" in den "eingeschränkten Regelbetrieb".

Ab heute, 2. Juni, ist der Besuch einer Kindertagesstätte in Hessen wieder möglich. Zumindest in der Theorie: Corona-Regelungen sind immer noch gültig, Kita-Plätze sind rar und Kinder mit Anspruch auf Notbetreuung haben Priorität. Wie die restlichen Plätze vergeben werden, entscheiden die Einrichtungen gemeinsam mit dem Jugendamt.

Betreuungskonzepte legen Kitas vor

Jetzt ist es soweit: Kitas wechseln vom "erweiterten Notbetrieb" in den "eingeschränkten Regelbetrieb". Kitas und Jugendämter legen dabei selbst fest, wie die Betreuung in der Einrichtung organisiert wird - also auch, welche Kinder betreut werden können. 

Von Seiten der Regierung gibt es derzeit keine Anweisungen zu Gruppengrößen oder Verteilung der Restplätze. Die "Corona"-Vorgaben des Landes sind jedoch zu beachten. 

Kreative Angebote für höhere Kapazitäten

In Bad Homburg beispielsweise ist somit nur eine Betreuung an zwei Tagen in der Woche möglich. Auch in Frankfurt soll für alle Kinder eine Teilzeitbetreuung angeboten werden, die zwei bis drei Tage pro Woche umfasst. Ausgenommen sind Kinder in der Notbetreuung.

Es ist aber auch davon auszugehen, dass Träger und Einrichtungen recht "kreativ" werden dürften, wenn es im das Betreuungsangebot geht: Nutzung der Außenbereiche, Wald- und Naturgruppen könnten es möglich machen, mehr Kinder aufzunehmen.  

Bislang konnten in Hessen ledliglich 19 Prozent aller Kinder betreut werden. 

Ein Kleines Dankeschön

Stellvertretend für alle Erzieherinnen und Erzieher, die durch die komplizierten Regeln besonders herausgefordert sind: FFH-Reporter haben in hessischen Kindertagesstätten ein kleines Dankeschön von FFH überreicht. 

Zum Nachhören: Kita-Mitarbeiterin im Interview

Erzieherin Uschi über die größten Probleme

"Die sanitären Anlagen könnten schwierig werden..."

© FFH

Wie vorbereitet sind Hessens Kitas?

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Zum Nachhören: Kita-Mitarbeiterin im Interview

Erzieherin Uschi über die Anforderungen

"Wir dürfen nicht singen, nicht tanzen, das ist hart."

© FFH

Corona-Risikogruppen in Kitas

Mitarbeiter aus den Risiko-Gruppen sind gefährdet, wenn sie in den Kitas anwesend sein müssen.

Nicht nur eine beschränkte Anzahl an Plätzen und Hygienevorgaben machen die Planung für Kitas schwierig. Eine unbekannte Zahl an Erziehern und Erzieherinnen kann die Arbeit nicht wieder aufnehmen, da sie zu den Corona-Risikogruppen gehören.

Erzieher aus Risikogruppen seien zwar prinzipiell im Homeoffice, aber nur wenn es die personelle Situation im Haus zulasse. In vielen Fällen kann es jedoch passieren, dass man zur Arbeit kommen muss, wenn die Personaldecke dünner wird. 

Zudem gibt es kein Recht für Erzieher, Zuhause zu bleiben oder die Möglichkeit, in der Einrichtung abseits von den Kindern zu arbeiten.

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FFH-Reporter Daniel Granitzny hat die Kita in Bad Homburg besucht, und stellvertretend für alle Erzieherinnen und Erzieher, die jetzt unter schwierigen Bedingungen wieder die Kids betreuen, dem Team einen kleines dankeschön überreicht.

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