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Kreuz & Quer am 23. August

Kreuz & Quer am 23. August - Fledermäuse, Engel und Pilgern daheim

Frankfurt: Die Bartholomäus-Reliquie wird seit über tausend Jahren im Dom aufbewahrt und verehrt.

Außerdem geht es um eine Schädeldecke on tour, Seelsorge am Flughafen, spielererisches Deutsch-Lernen und Exerzitien mit einer Heiligen. Sonntag von 6 bis 9 Uhr.

„Bartholomäus on tour“ statt Stadtkirchenfest

„Bartholomäus on tour“ – so heißt die aktuelle Alternative zum Stadtkirchenfest in Frankfurt. Wegen Corona kann die traditionelle Feier nicht wie sonst im Dom und auf dem Domplatz stattfinden. Deshalb gehen die Gebeine des heiligen Stadtpatrons ab diesem Wochenende für eine Woche auf Reisen.

Normalerweise wird die kostbare Reliquie, Bartholomäus‘ Schädeldecke, den Gläubigen während des Stadtfestes offen gezeigt. Diesmal nehmen sie der Stadtdekan Johannes zu Eltz und sein Stellvertreter mit in die Kirchen der Pfarreien. Insgesamt neun Stationen gibt es. Die Bartholomäus-Reliquie wird seit über tausend Jahren im Dom aufbewahrt und verehrt. Die Gottesdiensttermine der Rundtour gibt's hier.

In einer Kapelle zuhause: Hessens größte Fledermauskolonie

In der Ersheimer Kapelle in Hirschhorn am Neckar wohnt Hessens größte Fledermauskolonie. Der NABU zeichnete die Kapelle 2017 als „Fledermausfreundliches Haus“ aus. Das Gotteshaus wird heute als Friedhofskapelle genutzt. In ihrem Dachstuhl verbringen die [Fledermäuse der Art „Großes Mausohr“ ihren Sommer. Über 950 Muttertiere haben die Tierfreunde dieses Jahr gezählt. Ilona Dörr, früher Bürgermeisterin in Hirschhorn, betreut heute mit einem Biologen die Tiere. Jetzt im August ist besonders viel los. Die Jungtiere sind gerade geschlüpft und machen die ersten Ausflüge nach draußen. Natürlich nur nachts.

Projekt Wellcome-Engel im Bistum Limburg

Nachwuchs ist wunderschön, manchmal aber anstrengend, gerade am Anfang und wenn Oma und Opa vielleicht nicht um die Ecke wohnen. In Limburg gibt’s genau für solche Familien das Wellcome Projekt von der Katholischen Familienbildungsstätte. Hier greifen sogenannte ehrenamtliche „Engel“ den Familien ein bisschen unter die Arme.

Nach der Corona-bedingten Zwangspause in den drei Katholischen Familienbildungsstätten des Bistums Limburg haben die ehrenamtlichen wellcome-Engel der Standorte Limburg, Bad Homburg, Hofheim und Wiesbaden ihre Arbeit inzwischen wieder aufgenommen. Die Wellcome-Engel kommen ein bis zweimal in der Woche für zwei bis drei Stunden in Familien mit einem neugeborenen Baby. Wer Interesse an einer Betreuung hat, kann sich hier informieren.

Pilgern vor der Haustür

„Pilgern“ – wenn man das Wort hört, denkt man direkt an den berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela in Spanien. Es geht aber auch kleiner - direkt vor der Haustür. Denn, was einige vielleicht nicht wissen. Sie können quasi vor der Haustür mit dem Pilgern beginnen. Ab der katholischen Kirche St. Leonhard lässt es sich - sogar mit Familie – ganz entspannt auf einem Jakobsweg nach Frankfurt-Höchst pilgern. Die Strecke von etwa 16 Kilometern kann man in ein oder zwei Tagen absolvieren. Man läuft auf historischen Wegen am Main entlang und kann den Blick über die Frankfurter Skyline schweifen lassen. Für Kinder gibt es immer wieder schöne Spielplätze an der Strecke. Und wen es zu längeren Pilgerwegen zieht, der hat in Hessen ebenfalls einige Möglichkeiten. Alle Infos gibt es hier.

Exerzitien mit Katharina Kasper

Katharina Kasper

Geistliche Übungen im Alltag mit den Gedanken von Katharina Kasper: Dazu lädt das neue Buch „Mit Katharina unterwegs – Exerzitien im Alltag für Menschen mit und ohne Behinderung“ ein.  Für sieben Tage gibt es jeweils eine Erzählung von der Limburger Bistumsheiligen Katharina Kasper, einen kurzen Text aus der Bibel, Impulse und Anregungen, sowie ein Gebet und verschiedene Lieder, die auf einer CD mitgeliefert werden. Das Buch ist in Leichter Sprache geschrieben und für 7,50 Euro beim Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg erhältlich. Zudem kann das Buch natürlich im Buchhandel bestellt werden.

Sea Watch 4 auf Rettungmission

Das Seenotrettungsschiff "Sea-Watch 4" ist zu seinem ersten Einsatz im Mittelmeer aufgebrochen. Es wird vom Bündnis "United4Rescue" finanziert, dem mittlerweile über 550 Organisationen und Unternehmen angehören, darunter auch „Ärzte ohne Grenzen“. Die Sea Watch 4 soll schiffbrüchige Flüchtlinge vor der Küste Libyens retten. Die Idee eines von der Kirche mitfinanzierten Seenotrettungsschiffs im Mittelmeer entstand während des evangelischen Kirchentags in Dortmund 2019. Im Januar ersteigerte das Bündnis das Schiff für 1,3 Millionen Euro, darunter 1,1 Millionen Euro Spendengelder des Bündnisses.

Bilder von der Sea Watch 4 und mehr Infos, zum Beispiel auch, wie Sie das Projekt unterstützen können

Frauenberger Frohnatur – das Bier vom Franziskanerkloster in Fulda

Hell, mild, würzig – so lässt sich das Frauenberger Frohnatur beschreiben. Es ist das Bier des Franziskanerklosters Frauenberg in Fulda und wird im dortigen Klostercafé verkauft. Mönche und Bier verbinde eine lange Tradition, erklärt Bruder Gerhard: „Früher war Bier ein beliebtes Lebensmittel in der Fastenzeit. Denn viele Speisen waren verboten, Getränke fielen aber nicht unter die strengen Fastenvorschriften. Und so haben Mönche Bier gebraut, denn das ist ja bekanntlich auch sehr nährstoffreich.“

Spielerisch die deutsche Sprache kennenlernen

Mit Basteln, Spielen und Singen wird das Sprachelernen kinderleicht. In der Sprechwerkstatt „Wort-Spiel“ von Sozialdienst katholischer Frauen in Bad Soden Salmünster (https://www.skf-bad-soden-salmuenster.de/skfsalmuenster/) soll Sprachlernen zum Kinderspiel werden. Zielgruppe der Sprachförderung sind Kinder zwischen 5 und ca. 7 Jahren. Sie sollen Unterstützung im Bereich Wortschatz und Aussprache bekommen. Vorwiegend richtet sich das Angebot an Kinder mit Migrationshintergrund. Die Sprechwerkstatt findet einmal in der Woche in den Räumen des SkF Bad Soden Salmünster statt.

Flughafenseelsorge am Frankfurter Airport in Corona-Zeiten

Pater Heinz Goldkuhle

Eigentlich ist der Frankfurter Flughafen ein Drehkreuz für täglich hunderttausende Menschen. In Zeiten von Corona ist das nicht mehr so – trotz Sommerreisezeit. Das hat auch Auswirkungen auf die Flughafenseelsorge. Pallotinerpater Heinz Goldkuhle leistet hier katholische Seelenhilfe.

Durch Corona wenden sich viel mehr Menschen telefonisch an ihn, als dass jemand in sein Büro kommen würde, sagt er uns. Normalerweise hätten täglich 80 bis 100 Menschen die Flughafen-Kapelle besucht. Wegen der Abstandsregeln ist das in der Form im Moment natürlich nicht möglich. Aber, ab September sollen dort wieder Gottesdienste stattfinden. Pater Goldkuhle sieht seine Arbeit aber auch gerade im Zugehen auf Menschen. Deshalb gesellt er sich zum Beispiel in der Raucherzone oder der Kantine dazu, stellt sich vor und es entstehen oft tiefgründige Gespräche

 Auch besorgte Flughafenmitarbeiter suchen sein Ohr. Tausende bangen zurzeit um ihren Job oder haben ihn bereits verloren. Einigen konnte Pater Goldkuhle sogar Zeit verschaffen, die geplante Kündigung durch einen Besuch beim Vorgesetzten über ein halbes Jahr hinauszögern. So bringt der Pallotinerpater die Kirche zum Menschen.

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