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Kreuz & Quer am 24. Oktober

Kreuz & Quer am 24. Oktober - Zeit zum Lesen

Die Buchmesse in Frankfurt geht an diesem Wochenende zu Ende. Passend dazu stellen wir auch neue Bücher vor. Zum Beispiel ein Buch eines Kneipenpastors, ein Kinderbuch über Zeit in der Bibel und ungewöhnliche Fakten rund um die Bibel, dem Buch der Bücher. Außerdem sprechen wir mit einem Zeitforscher über das, was Zeit mit uns macht, wo Zeitfresser stecken und was eigentlich Ewigkeit ist.

Alle Infos hier...

…wir haben doch keine Zeit! Oder doch?

Wecker, Küchenuhr, Kirchturmuhr oder auch das Smartphone: Überall sind wir von Uhren umgeben, sie prägen unseren Alltag und auch uns. Oft sind wir getrieben von Terminen und Zeitdruck. „Zeit ist Geld“ sagt die Wirtschaft. Unserem Körper bekommt diese „Uhr-Zeit“ nicht so gut. Besser wäre es, wenn wir häufiger nach unserer „Natur-Zeit“ leben würden, schreiben der Physiker Harald Lesch und die beiden Zeitforscher Karlheinz und Jonas Geißler in ihrem Buch „Alles eine Frage der Zeit!“. Darin geht es um die Frage, was ist Zeit, wie hat sich unser Verständnis von Zeit verändert im Lauf der Jahrhunderte und warum sie uns so oft zu fehlen scheint. Auch Zeitfresser nehmen die drei Autoren unter die Lupe, wie zum Beispiel das Handy. Im Video, das im Literaturhaus München aufgenommen wurde, diskutieren sie über die wichtigsten Fragen aus ihrem Buch.

Harald Lesch, Karlheinz A. Geißler, Jonas Geißler: Alles eine Frage der Zeit: Warum die "Zeit ist Geld"-Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt
oekom verlag, ISBN 3962382488, € 20
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Buchtipp: Andachten in der Kneipe - Der Kneipenpastor

© Titus Schlagowsky

Der 52-jährige Titus Schlagowsky aus Nastätten im Rhein-Lahn-Kreis ist Kneipenwirt und Pastor. Wegen Steuerhinterziehung saß er einige Jahre im Gefängnis. Gott hat ihn dort durch ein Schlüsselerlebnis aus seinem Tief geholt. Aus Schlagowskys ereignisreichem Leben ist ein Buch entstanden, das jetzt neu aufm Markt ist: „Der Kneipenpastor. Wie Gott mein Versagen gebrauchte, um Herzen zu verändern.“ Wie der Titel schon sagt, hält der Theologe in seiner Kneipe auch Andachten. Dorthin kommen viele, die an einem Gottesdienst in einer Kirche nie teilnehmen würden. Kirche muss raus zu allen, sagt Schlagowsky. Wer mal live in der Kneipe dabei sein möchte, hier die Infos.

Buchtipp: Es gibt eine Zeit

„Alles hat seine Zeit“ – diese tröstenden Worte stammen aus dem Alten Testament der Bibel. Doch was haben uns diese uralten Worte heute noch zu sagen? Das zeigen die Autorin Lena Raubaum und die Illustratorin Clara Frühwirth in ihrem Kinderbuch „Es gibt eine Zeit“. Sie übertragen den jahrtausendealten Bibeltext in eine kindgerechte Sprache und füllen die Buchseiten mit ansprechenden Illustrationen. Ein dicker Baum mit vielen Jahresringen und bunte Murmeln ziehen sich als Motive durch das Buch. Dazu kommen kleine Texte, die deutlich machen: Schwierige Zeiten gehören genau so zum Leben wie unbeschwerte Momente.

Es gibt eine Zeit (Tyrolia-Verlag, Innsbruck, 2020) 26 Seiten, ISBN 978-3-7022-3902-2, 16,95 Euro; Ab 4 Jahren
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Winterzeit geht nur mit Handbetrieb

Bei der Zeitumstellung bei dieser Uhr braucht es viel Geduld! Die Turmuhr in Altenmittlau bei Freigericht muss beim Umstellen auf die Winterzeit von Hand angehalten und dann umgestellt werden. Das Besondere ist, dass die Uhr noch mit einem mechanischen Uhrwerk funktioniert. Schwere Gewichte bringen die Uhr zum Ticken. Infos zur Gemeinde und der Turmuhr

Was ist der Weltmissionssonntag?

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun!“ – unter diesem Motto findet diesen Sonntag der Weltmissionssonntag statt. Der Weltmissionssonntag ist die weltweit größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. In jedem Jahr richtet das Katholische Hilfswerk missio den Blick auf ein Partnerland. Dieses Mal: Nigeria. Das Land ist gezeichnet von den Folgen der Corona-Pandemie, von Hungersnot und religiösem Extremismus. Doch es gibt auch Lichtblicke: In Nigeria engagieren sich christliche und muslimische Kirchen trotz widriger Umstände gegen den Missbrauch von Religionen und für eine friedliche Zusammenarbeit. So entstand das Projekt „Passion for Peace“ – „Leidenschaft für den Frieden“. Die gesammelte Kollekte aus allen Gottesdiensten kommt heute dem Projekt in Nigeria zu Gute. Hier können auch Sie spenden.

Schluss mit Schubladendenken

Unter dem Titel „Ich, einfach verbesserlich“ dreht sich beim Kirchenraumprojekt der Katholischen Fachstelle für Jugendarbeit (KFJ) Westerwald/Rhein-Lahn alles um Vorurteile und Schubladendenken. In der Woche vom 25.-29. Oktober können Gruppen und Einzelpersonen in 75 Minuten das interaktive Projekt in der Kirche St. Peter in Ketten in Montabaur erleben. Dabei werden sechs Stationen im Kirchenraum aufgebaut, zum Beispiel ein Supermarkt oder ein Behördenbüro. Das Projekt richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren, Schulklassen und sonstige Jugendgruppen. Die Teilnahme ist kostenlos, es gilt die 3G-Regel. Für interessierte Jugendliche und Erwachsene ohne Gruppenanmeldung gibt es einen Termin am Dienstag, 26.Oktober, von 19.30 bis 20.45 Uhr. Die Buchung geht hier. Für Rückfragen hierzu steht die Einrichtung unter 02602-680231 oder unter kfj.montabaur@bistumlimburg.de zur Verfügung.

Zu Besuch in der Hanauer Synagoge

(v.l.): Beauftragter für christlich jüdischen Dialog Dr. Manuel Goldmann, Ökumene-Dezernentin Claudia Brinkmann-Weiß, Vorstandsmitglied jüdische Gemeinde Hanau Irina Pisarevska, Bischöfin Dr. Beate Hofmann, Rabbiner Shimon Großberg und Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde Hanau Oliver Dainow.

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, hat die jüdische Gemeinde in Hanau besucht. Besonders beeindruckt war sie von der Integrationsleistung der Gemeinde. Die meisten Mitglieder kommen aus Russland und mussten sich mit der neuen Heimat und dem jüdischen Glauben vertraut machen. Begleitet wurde die Bischöfin von der Ökumene-Dezernentin Claudia Brinkmann-Weiß und dem Beauftragten für christlich-jüdischen Dialog Pfarrer Dr. Manuel Goldmann.

Rabbiner Shimon Großberg, Vorstandsmitglied Irina Pisarevska und Geschäftsführer Oliver Dainow führten die Delegation der evangelischen Kirche durch die Synagoge. Die jüdische Gemeinde Hanau wurde im Jahr 2005 neugegründet und zählt 204 Mitglieder. Die Synagoge der jüdischen Gemeinde Hanau online besuchen

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