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Kreuz & Quer am 9. Januar

Kreuz & Quer am 9. Januar - Unterwegs mit den Sternsingern

Passt die Krone? Wie sitzt das Gewand? Hat der Stern noch alle Zacken? In vielen Gemeinden sind zurzeit die Sternsinger unterwegs. Ideen, wie die Sternsingeraktion laufen kann, trotz Corona, gibt es viele. Wir stellen einige vor, zum Beispiel aus Dreieich und Pfungstadt. Und wir fragen nach, wie es beim Papst gewesen war. Vier hessische Sternsinger waren über den Jahreswechsel exklusiv in Rom.

Hessische Sternsinger zu Besuch in Rom

Alexandra, Joshua, Miriam und Julian aus Bad Camberg im Bistum Limburg waren über den Jahreswechsel in Rom. Ganz exklusiv haben die vier an der Neujahrsmesse mit Papst Franziskus teilgenommen – in der ersten Reihe! Neben der Messe im Petersdom haben die Sternsinger auch die Päpstliche Schweizergarde und die Deutsche Botschaft am Heiligen Stuhl besucht und dort den Sternsinger-Segen überbracht.

Die diesjährige Sternsinger-Aktion läuft unter dem Motto „Gesund werden – gesund bleiben: ein Kinderecht weltweit“. Noch mehr Fotos vom Besuch der vier in Rom findet ihr hier.

Wände aus buntem Licht

Sie gehören zu Kirchen wie Glocken und Turm: bunt verzierte Glasfenster. Darauf zu sehen: Heiligenfiguren, Bischöfe, Szenen aus der Bibel. In modernen Kirchen sind die Fenster oft abstrakt, haben geometrische Formen, lassen mehr Raum für die eigene Fantasie. In der Karmeliterkirche in Mainz hat ein niederländischer Künstler Ordensgeschichte und Moderne kombiniert und das Mainzer Stadtwappen samt zwei Mainzelmännchen in ein Fenster eingebaut.

Spannend ist auch das „Geschichtsfenster“ im Wormser Dom. Es zeigt Bischöfe, Könige, aber auch Martin Luther, wie er sich auf dem Reichstag verantworten muss, die Vertreibung der Juden aus der Stadt, ebenso wie die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg.

Ein Kirchenfenster herstellen ist wie ein Puzzle – das klingt erstmal relativ einfach, ist aber in der Realität etwas komplizierter. Damit Kirchenfenster so schön bunt aussehen, wird als erstes ein Künstler beauftragt, der einen Entwurf anfertigt. Anschließend wird buntes Glas geschmolzen und zu einem Fenster zusammengefügt. Wie das aussieht und weitere Infos gibt es hier.

Unterwegs mit Stern, auf Aufstand und mit Maske

Viele Gemeinden haben ganz praktische und auch kreative Lösungen gefunden, damit die Sternsingeraktion stattfinden kann. Ein Klassiker: der „Segen to go“. Hier kommt der Segensaufkleber, meist mit ein bisschen Weihrauch zum Selberräuchern, direkt in die Briefkästen.

In Pfungstadt haben sie 200 solcher Päckchen gepackt. Zusätzlich gibt es feste Termine, an denen die Sternsinger, coronakonform, auf Plätzen im Freien auftreten. Immer auf Abstand, mit Maske und getestet. Zum Beispiel vor Altenheimen, vor einer Kita und in den Stadtteilen. Wir haben die Sternsinger auf Ihrer Tour begleitet. Das Video könnt ihr hier sehen.

In Dreieich haben die Sternsinger einen eigenen Stand auf dem Markt und verteilen, verkleidet als Heilige Drei Könige in bunten Gewändern und mit Krone und Stern, Segenstüten an die Passanten.

Andere Gemeinden haben eigene, kleine Videos gedreht und bieten einen Onlinehausbesuch der Sternsinger an, wie in Mainz-Finthen zum Beispiel.

Sternsinger – kontaktlos und mit Onlinespende

In vielen Gemeinden sind zurzeit – und auch in den nächsten Wochen noch – die Sternsinger unterwegs. Die Aktion ist offiziell wegen Corona bis zum 2. Februar verlängert. Ideen, wie die Sternsingeraktion laufen kann, gibt es viele. Die Gemeinde können sich zum Beispiel ein Online-Spendenkonto angelegen und das direkt bewerben. Vier Schritte braucht’s, dann ist das Konto einsatzbereit.

Den direkten Link oder den QR-Code kann die Pfarrei auf Plakate und Flyer drucken und zusammen mit den Segensspruch-Aufklebern in die Briefkästen verteilen. Was sonst noch wichtig ist bei der diesjährigen Sternsinger-Aktion und welche Ideen es sonst noch gibt, das findet ihr auf der Homepage des Kindermissionswerks.

Hildegard von Bingen – zum Nachlesen

Mit fast 4.000 Titeln ist die erste digitale Bibliographie des gesamten Werkes der Heiligen Hildegard von Bingen an den Start gegangen. Sie erfasst systematisch alle Schriften Hildegards sowie die komplette Sekundärliteratur seit Beginn der modernen Forschung bis heute.

Die Bibliographie bildet das Fundament für jegliche wissenschaftliche Arbeit, sagt die Vorsitzende der St. Hildegard-Akademie, Schwester Maura Zátonyi. Sie hat unter Mitarbeit von Melanie Mortelé mehrere Jahre an dem Großprojekt gearbeitet und alles zusammengetragen. Die Hildegard-Bibliographie steht auf der Website der St. Hildegard-Akademie Eibingen allen kostenlos zur Verfügung.

Ein Kirchenfenster als Tattoo

Fünfzehn Menschen tragen die komplette Fensterreihe einer Kirche auf dem Rücken: als Tattoo. Verantwortlich dafür ist der Künstler Mikaël de Poissy. Er hat an den Kathedralfenstern seiner französischen Heimat seinen eigenen Stil mit großflächigen Heiligenmotiven entwickelt.

Dass das Ganze auch einen geistigen Hintergrund hat, hat der Tätowierer dem Theologen und Schriftsteller Paul-Henri Campbell aus dem Bistum Limburg für dessen aktuelles Buch erzählt. Wie die Faszination für diese spezielle Art von Tattoos aussieht, zeigt der Künstler auf seiner Facebookseite.

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