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Kreuz & Quer am 5. April

Kreuz & Quer am 5. April - Palmsonntag zuhause feiern

© Freepik

Die Kirchen feiern heute Palmsonntag. In diesem Jahr ganz anders als sonst. Es gibt keine öffentlichen Gottesdienste durch die Corona-Krise. In katholischen Kirchen gehört zum Palmsonntag sonst eine feierliche Weihe der Buchszweige dazu, auch eine Prozession. Die Kinder haben ihre Zweige zusammengebunden und mit bunten Bändern dekoriert. In diesem Jahr kann das so nicht stattfinden.

Wenn ihr den Palmsonntag aber nicht einfach ausfallen lassen wollt: Ihr könnt auch zuhause, im kleinen Kreis oder auch alleine feiern. Es gibt auch Vorlagen, Tipps und Anregungen für solche Mini-Gottesdienste zuhause, auch mit Kindern.

Expertinnen-Tipps zur Kinderbeschäftigung bei Corona-Langeweile

Mamaaa, Papaaa, mir ist langweilig – DEN Satz hören Eltern hier in Hessen wahrscheinlich ziemlich oft zurzeit. Seit Wochen sind Kitas, Grundschulen, Schulen zu. Am Anfang hat sich das für viele Kinder wie Ferien angefühlt. Mittlerweile fehlen die Treffen mit Freunden immer mehr, die vorher noch coolen Spielsachen sind langweilig. Damit jetzt nicht der große Lagerkoller droht, hat Judith Rapp vom KIEZ, dem Kinder-Eltern-Zentrum der Caritas in Wiesbaden-Erbenheim Tipps...

Judith Rapp: Die alten Spiele nicht vergessen

Spieletipps gegen Langeweile von der Fachfrau.

Klar, man kann nicht nur den ganzen Tag spielen. Erwachsene haben ja noch andere Sachen zu tun – gerade die können wir uns mit den Kindern aber sogar erleichtern – indem wir sie auch in den Haushaltsalltag miteinbinden: Spülmaschine einräumen, Wäsche mit aufhängen, abstauben, staubsaugen – da sind keine Grenzen gesetzt. Das stärkt nochmal mehr das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Familienmitglieder, sagt Caritas-Expertin Judith Rapp.

Corona drückt halt irgendwie die Pause-Taste, die Zeit mit der Familie ist intensiver und lockerer. Doch regelmäßige Struktur im Tag sollte für die Kinder schon sein, meint Rapp: eine Stunde eigenständig Lernen oder Ausmalen zum Beispiel. Die Zeit können Mama bzw. Papa für sich nutzen.

Landfrauen nähen Mundschutzmasken für Krankenhäuser in Limburg und Diez

© Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH

Klinikmitarbeiter bereiten die Bettlaken vor aus denen die Mundschutze enstehen sollen.

Wenn in Zeiten von Corona Engpass droht, kommts auf kreative Ideen an: Deshalb nähen gerade mehr als ein Dutzend Landfrauen aus Mittelhessen und andere Freiwillige unermüdlich an 10.000 Atemschutzmasken für die St. Vincenz Krankenhäuser in Limburg und Diez. Die ersten Masken sind gerade im Einsatz. Die Klinik hatte nach Näh-Helfern gesucht.

Der Initialfunke kam schließlich von einem Mitarbeiter. Er hatte die Anfrage an seine Mutter weitergeleitet, die sie kurzerhand in die WhatsApp-Gruppe ihrer Landfrauen gestellt hatte. So wurde die Sache quasi zum Selbstläufer. Nach und nach kamen noch weitere Helfer dazu. Am Tag entstehen etwa 500 Masken. Näh-Anleitung, Material und Rohling verschickt das Krankenhaus an die Freiwilligen. Die Masken werden aus alten Bettüchern genäht – streng nach Corona-Vorgaben. Die Stoffmasken haben gegenüber den maschinell produzierten einen Vorteil: Sie sind wiederverwendbar. Insgesamt kann man sie 3-4 mal benutzen. Nach jedem Tragen werden sie im Kochwaschgang gewaschen und nochmal chemisch gereinigt. Kostengünstiger sind zwar auf Dauer die Einwegmasken. Aber zum Überbrücken sind die selbstgenähten Masken eine echte Alternative, sagte uns der Qualitätsmanager des St. Vincenz, Peter Voss.

Fuldaer Bischof ein Jahr im Amt

Vor einem Jahr kam er mit über 800 Gläubigen in sein neues Bistum gepilgert – der Fuldaer Bischof Michael Gerber. Der gebürtige Freiburger wurde vor einem Jahr zum neuen Bischof von Fulda geweiht. Seitdem ist viel passiert: Er konnte das Bistum und die Menschen kennenlernen, war bei der Bonifatiuswallfahrt dabei und musste aber auch schlimme Ereignisse in Hanau und Volkmarsen miterleben. Für die Zukunft hat er sich viel vorgenommen, so z. B. die Umstrukturierung des Bistums bis 2030. Angekommen ist er aber mittlerweile in Fulda. Er sagt, die Stadt und die Menschen im Bistum sind ihm in seinem ersten Jahr als Bischof sehr ans Herz gewachsen.

Hilfe-Netzwerk „Uns schickt der Himmel“ im Bistum Limburg

Füreinander da sein trotz Social Distancing – darum geht es beim Hilfe-Netzwerk im Bistum Limburg. Die Jugendverbände, der Diözesancaritasverband und das Bistum Limburg haben dieses Hilfe-Netzwerk mit dem Motto „Uns schickt der Himmel“ gegründet, um alle Menschen zu unterstützen, die Hilfe brauchen oder anbieten.

Dazu gibt es eine Hotline, die montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr besetzt ist. Das Motto wurde von der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des BDKJ übernommen. Die Hotline ist telefonisch unter 06431 – 295 855 oder per Mail unter uns-schickt-der-himmel@bistumlimburg.de zu erreichen. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Hilfe-Netzwerks, www.hilfe-netzwerk.bistumlimburg.de.

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