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Silvia am Sonntag - zu Gast: Tatort-Kommissarin Stefanie Reinsperger

Silvia am Sonntag- der Talk - Tatort-Kommissarin Stefanie Reinsperger

© dpa

Die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht: „Manchmal wache ich auf und kann es gar nicht glauben. Ich durfte mein Hobby zum Beruf machen, wem ist das schon vergönnt.“ Im Dortmunder „Tatort“ spielt die 35-Jährige die Kommissarin Rosa Herzog. Zudem ist sie eine vielbeschäftigte und angesehene Theaterschauspielerin – „Ich bin ein Theatertier“ – und hat u.a. zwei Mal bei den Salzburger Festspielen die Rolle der Buhlschaft verkörpert.

Stefanie Reinsperger ist in Baden bei Wien aufgewachsen. Im Gespräch mit FFH-Moderatorin Silvia Stenger erzählt sie, dass sie sich wünschen würde, dass im Leben der Fokus mehr auf jene gerichtet wird, die Gutes tun. „Ob jetzt die Nachbarin, die sich kümmert, die Lehrerin in der Schule, die tollen Unterricht macht, die vielen Alltagsheldinnen und Helden, wie ich sie nenne – die sollten wir mehr ins Zentrum rücken, dass die ein bisschen mehr strahlen dürfen.“ Sie selbst hilft diversen Organisationen, spricht davon aber erst auf Nachfrage. Das Honorar für ihr Buch „Ganz schön wütend“ hat sie beispielsweise an die Hilfsorganisation „Save the Children“ gespendet. Das Buch schildert unter anderem negative Erlebnisse und Kommentare, die sich mit ihrem Aussehen beschäftigen: „Keiner hat das Recht, einen anderen Körper zu kommentieren.“ In der Gesellschaft sei es immer noch der Fall, dass sich Menschen oftmals das Recht herausnehmen, den weiblichen Körper zu beurteilen. „Du kannst es als Frau auch keinem Recht machen. Bist du zu dünn, musst du zunehmen, bist du zu dick, musst du abnehmen. Bist du eine weibliche Führungskraft, hast du schnell einen männlichen Führungsstil.“

Die Reaktionen auf ihr Buch waren überwältigend für sie: „Ich hätte nie mit diesem Erfolg gerechnet. Ich dachte immer, ich bin alleine mit dieser Wut, aber es ist ganz anders. So viele Frauen kennen das.“ Lange habe sie die Wut mit sich selbst ausgemacht, das sei jetzt anders, aber: „Es kostet so viel Kraft, das alles wegzuschieben. Ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in der Pubertät bin. Ich wüsste nicht, ob ich mit 16 Jahren mit diesem Internet-Mobbing und dieser Hetze klargekommen wäre.“

Heute reagiert Stefanie Reinsperger bei übergriffigen Kommentaren – auch im Netz. „Es ist strafbar, ich melde das, wenn es respektlos und übergriffig wird in diesen Kommentarspalten.“ Obwohl sie eigentlich viel lieber über ihren Beruf, ihre Rollen sprechen würde, ist sie froh, offen über diese Verletzungen gesprochen zu haben: „Ich habe schon das Gefühl, dass es ein paar Leuten mehr bewusst ist, was da passiert. Und dafür hat es sich schon gelohnt.“ Sie möchte sich auch keine „harte Schale“ zulegen, weder privat, noch auf der Bühne oder vor der Kamera. „Ich will das für mein Leben nicht. Ich will empathisch und durchlässig bleiben.“ Und lachen mit Kollegen und Freunden: „Es ist ein Geschenk mit anderen Menschen herzhaft schallend zu lachen.“

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Stefanie Reinsperger ermittelt im Dortmunder "Tatort" als Kommissarin Rosa Herzog.

Im Dortmunder „Tatort“ die Rolle der Rosa Herzog spielen zu dürfen, erfüllt sie sehr: „Ich liebe es auch in Dortmund und Köln zu drehen. Die Mentalität der Menschen ist mir ein bisschen näher – diese rheinländische Fröhlichkeit, ich freue mich schon wieder auf den nächsten Dreh.“ Mit ihrem Tatort-Kollegen Rick Okon hat sie einen engen Freund gewonnen. „Das ist überhaupt mit das schönste Geschenk. Ich kannte ihn vorher nicht und mit ihm habe ich einen besten Freund dazu gewonnen, der ist so wichtig für mich.“ Auch bei Jörg Hartmann gerät sie ins Schwärmen: „Jörg ist so ein fantastisch kluger Schauspieler, von ihm kann man so viel lernen.“

Überhaupt sei die Arbeit im Dortmunder Tatort-Team von großem gegenseitigen Respekt und Vertrauen geprägt. „Wir vertrauen uns und Vertrauen kannst du nicht spielen. Also ich jedenfalls nicht“, fügt Stefanie Reinsperger mit einem herzlichen Lachen hinzu. Überhaupt fühle sie sich auf der Bühne oder vor der Kamera manchmal sicherer. „Ich bin oft lieber in meinen Charakteren auf der Bühne oder vor der Kamera als im Leben. Die Spielregeln sind mir näher als die Spielregeln im Leben.“

„Silvia am Sonntag – der Talk“ läuft sonntags zwischen 9 und 12 Uhr mit Moderatorin Silvia Stenger. Das komplette Gespräch mit Stefanie Reinsperger sowie alle anderen Interviews, können in voller Länge bei FFH in Web und App und überall dort, wo es Podcasts gibt, gehört werden.

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