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Land Hessen und Stadt gegen Auftritt von Russin Netrebko in Wiesbaden

Zoff um Opern-Star in Wiesbaden - Intendant sieht Kunstfreiheit bedroht

Das Staatstheater Wiesbaden will die russische Sopranistin Anna Netrebko auftreten lassen. Die Stadt Wiesbaden und das Land Hessen sind dagegen.
© dpa

Das Staatstheater Wiesbaden will die russische Sopranistin Anna Netrebko auftreten lassen. Die Stadt Wiesbaden und das Land Hessen sind dagegen (Archivbild).

Um den geplanten Auftritt der russischen Opernsängerin Anna Netrebko bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden ist Streit entbrannt. Das Land Hessen und die Landeshauptstadt Wiesbaden sprachen sich gegen den Auftritt der Sängerin aus.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will zudem seine Schirmherrschaft für die Festspiele ruhen lassen. Dagegen hält das Hessische Staatstheater Wiesbaden an den Plänen fest.

"Auftritt von Netrebko nicht zu vermitteln"

In der gemeinsamen Erklärung des Stadt und des Landes hieß es, die Festspiele seien denjenigen gewidmet, die aufgrund ihrer Meinung im Gefängnis säßen wie etwa der russische Aktivist Alexej Nawalny. Angesichts dessen sei es nicht zu vermitteln, weshalb Netrebko bei den Festspielen auftreten solle. Man habe den Intendanten erfolglos gebeten, darauf zu verzichten.

Oberbürgermeister Mende erklärt, wie die Stadt zur Netrebko-Entscheidung steht

Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Hintergrund dieser Empfehlung ist der Tatsache, dass Frau Netrebko auf einer Sanktionsliste von prominenten Persönlichkeiten der Ukraine steht. Damit wird ein Auftritt von der Treib Go aller Voraussicht nach als Affront gegen die Ukraine verstanden. Und ein solches Signal wollen wir nicht senden. Und eine natürliche kann man dazu auch eine andere Auffassung vertreten als Wesir treten. Aber wir sind nach wirklich intensiver Debatte zu der Haltung gekommen, dass wir dem Intendanten empfohlen haben, auf diesen Auftritt zu verzichten.

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Netrebko wegen angeblicher Nähe zu Putin in der Kritik

Die international gefeierte Sopranistin war nach Beginn des Angriffskrieges Russland gegen die Ukraine in die Kritik geraten wegen ihrer angeblichen Nähe zu Präsident Wladimir Putin. Ihr Manager Miguel Esteban erklärte kürzlich, es sei unrichtig, die Sopranistin mit einer Regierung oder mit dem Krieg in Verbindung zu bringen. Im vergangenen Jahr hatte die Sängerin über ihren Anwalt unter anderem mitgeteilt, sie sei weder Mitglied einer politischen Partei noch mit irgendeinem Führer Russlands verbunden. Sie bedauere, dass ihre Handlungen und Aussagen in der Vergangenheit zum Teil falsch interpretiert werden konnten.

Wintermeyer: "Wir werden Schirmherrschaft ruhen lassen"

Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden

Wir halten es für völlig unsensibel dieses Verhalten, des künstlerischen Leiters und wie er es frei dazu, das zu machen. Und genauso sind wir frei als Land eher dazu zu sagen wir werden denn dieses Jahr die Schirmherrschaft über die Maifestspiele aussetzen und werden auch nicht den gewohnten Eröffnungs Empfang geben, dass es unsere Antwort auf seine Entscheidung

Wintermeyer: "Wir haben gebeten, die Entscheidung zu überdenken"

Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden

Also Frau Netrebko, Er hat sich hier im von dem Angriffskrieg er Russlands gegen die Ukraine. schon distanziert. Aber sie hat sich nicht von dem Putin Regime distanzierte. Und genau deswegen sind Engagements in anderen Opernhäusern und an einem Berliner Staatsoper oder auch in der Metropolitan Opera in New York annulliert worden. Weil man gesagt hat, das kann man nicht akzeptieren, dass

dort nur Künstlerin auftritt, die noch ihren fünfzigste Geburtstag vier Stunden im Kreml gefeiert hat vor zwei Jahren und jetzt sich wieder feiern lassen will. Auf den Bühnen im ist es eine Entscheidung, die der künstlerische Leiter zu treffen hatte. Der Maifestspiele Wir haben ihn gebeten, diese Entscheidung zu überdenken, weil er es nicht für opportun halten, im derzeitigen Zeitraum entsprechend solche Künstler auftreten zu lassen. Wenn er sich denn noch dazu für entscheidet, entscheiden wir uns dafür, dass wir die Schirmherrschaft zurückgeben. Und dass wir auch keine Empfänge dort machen. Im Staatstheater, anlässlich eines staatlich finanzierten Festivals

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Staatstheater hält an Besetzung fest 

Das Staatstheater Wiesbaden betonte, Netrebko werde am 5. und 7. Mai bei den Festspielen ihr Debüt als Abigaille in Giuseppe Verdis Oper "Nabucco" geben. "Wir in der westlichen Welt, die wir gerade erleben, wie unsere Freiheit in der Ukraine leider auch mit Waffen und Menschenleben verteidigt werden muss, dürfen nie Künstler und Menschen ausschließen, die zu uns gehören und die wir für den Kampf gegen Unrechtsregimes wie das von Wladimir Putin dringend auf unserer Seite brauchen", hieß es in einer Mitteilung.

Intendant Laufenberg: "Ich bin fassungslos."

Der Intendant des Staatstheaters, Uwe Eric Laufenberg, kann die Diskussion nicht verstehen.

Wir leben in einem Rechtsstaat, wo es unabhängige Gerichte gibt. Was für ein Glück Und. Wir haben Pressefreiheit und Kunstfreiheit. Und Zensur findet nicht statt, steht bei uns im Grundgesetz.

Wie kann die Politik sich anmaßen, in ein künstlerisches Programm eingreifen zu wollen? Ich bin fassungslos.

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Intendant Laufenberg sieht keinen Grund die Sängerin an den Pranger zu stellen.

Laufenberg: "Sie hat sich nichts zu Schulden kommen lassen."

Wehe er singt übrigens am Samstag in der Alten Oper in Frankfurt, in dem Konzert er. Sie hat seit November eine unterschriebenen Vertrag. Diese Verträge gelten in einem Rechtsstaat vorne. Treppe hat sich auch nicht zu Schulden kommen lassen. Dies weder in die Ukraine einmarschiert. Noch hat sie in ein Verbrechen begangen, als es gibt nichts, was man ihr vorwerfen kann.

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