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Bahnstreik: Ihr Recht als Reisender

Wenn der Zug nicht fährt - Bahnstreik: Ihre Rechte als Reisende

Streik bei der Bahn, wieder fallen Züge aus, werden Reisepläne über den Haufen geworfen, Anschlüsse und Flugzeuge verpasst. Die Deutsche Bahn hat wegen der Ausfälle und Verspätungen bereits am 9. Dezember die Gültigkeit der Tickets angepasst: Im Fernverkehr werden alle für heute (10. Dezember) gekauften Tickets ihre Gültigkeit bis Sonntag (16. Dezember) behalten. Für bestimmte Spartickets ist auch die Zugbindung aufgehoben.

Wer wegen des Streiks gar nicht mehr mit der Bahn fahren will, kann sich sein Zugticket und eventuelle Reservierungskosten vom Streiktag in jedem DB-Reisezentrum kostenlos zurückerstatten lassen.

Generelle Verspätungs-Entschädigung

Bahnkunden haben bei Verspätungen ein Recht auf Entschädigung oder Erstattung.

  • Ab einer Stunde Verspätung am Zielort gibt es 25 Prozent vom Ticketpreis zurück.
  • bei mehr als zwei Stunden gibt's die Hälfte des Preises.
  • Wer eine Bahncard 100 für die 2. Klasse benutzt, bekommt ab 1 Stunde Verspätung 10 Euro erstattet, bei der 1. Klasse sind's dann pauschal 15 Euro.

S-Bahn-Kunden geht's da schlechter. In der zweiten Klasse gibt's nur 1,50 Euro ab einer Stunde Verspätung, in der 1. Klasse 2,25 Euro aber die Beträge werden erst ab vier Euro überhaupt ausgezahlt. Wer also nur einmal in den Streik gerät, bekommt gar nichts; diese Regelung hilft nur Zeitkartenbesitzern, die mehrfach in den Streik geraten.

Auch die Bahn selbst informiert über die Rechte der Reisenden: Alle Infos der Bahn gibt's hier.

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