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Volker Bouffier mit Ehefrau Ursula bei HIT RADIO FFH

Silvia am Sonntag – der Talk - Ministerpräsident Volker Bouffier zu Gast

© dpa

Volker Bouffier mit Ehefrau Ursula

Zum Abschied ein Besuch bei HIT RADIO FFH! Diesen Sonntag, 08. Mai, waren Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und seine Frau Ursula live zum Frühstück-Talk bei „Silvia am Sonntag“ im FFH-Funkhaus. Seinen ersten Arbeitstag als gewählter Ministerpräsident hatte der gebürtige Gießener mit einem Interview bei FFH im Jahr 2010 begonnen. Jetzt, kurz vor Ende seiner 12-jährigen Amtszeit, haben es sich die beiden nicht nehmen lassen, Hessens meistgehörtem Radiosender noch einmal einen Besuch abzustatten. Im Gespräch mit FFH-Moderatorin Silvia Stenger ließen sie die letzten Jahre Revue passieren – gesprochen wurde über Hessen, Privates und ihr soziales Engagement. Ursula und Volker Bouffier engagieren sich seit Jahren vielfältig neben der Politik für gute Zwecke, für Gesundheit sowie das Zusammenleben und die Gesellschaft in Hessen. Anbei einige Auszüge des Gespräches:

Volker Bouffier über schöne Moment der Amtszeit:

„Du erinnerst dich an den Besuch der Queen, an Obama, den Papst, den Dalai Lama, aber vor allem auch an die ganz ganz vielen persönlichen Begegnungen - der Hessentag ist nur ein Beispiel -  Menschen, mit all ihren Hoffnungen und Sorgen.

Volker Bouffier über schlimme Momente seiner Amtszeit wie die Anschläge von Hanau, den Selbstmord seines Freundes und Finanzministers Thomas Schäfer oder den Mord an seinem Weggefährten Walter Lübcke:

„Das sind Situationen, wo man genau weiß, du musst reagieren. Du kannst dich nicht drei Tage in die Ecke verkrümeln, die Menschen erwarten eine Antwort von dir – und gleichzeitig bist du keine Maschine. Da geht doch was ab. Du willst eigentlich weinen oder gar nichts sagen. Und dann hast du eine Trauerfeier, das Fernsehen ist da, Millionen Menschen, und die erwarten, dass du was vernünftiges bringst -  na dann mach mal.“

Ursula Bouffier über den Ruhestand ihres Mannes:

„Keine Ahnung wie das wird – wir lassen das auf uns zukommen, bei zu großen Plänen kann man nur enttäuscht werden. Dann hab ich vielleicht jemanden, der mir bei der Gartenarbeit hilft.“

Volker Boufffier dazu:

„Hausfrauliche Qualitäten habe ich gar keine – ich bin bestenfalls für Hilfsdienste geeignet. Ich habe mein ganzes Leben davon profitiert, dass meine Frau und meine Familie vieles gemacht haben. Ich werde jetzt auch keinen Kochkurs belegen, das ist nicht meine Welt. Ich muss eher darauf achten, dass ich nicht auf die Idee komme, jahrzehntelang eingeübte Strukturen zuhause auf den Kopf zu stellen“

Volker Bouffier über seine Frau:

„Wir haben so viele Jahre alles gemeinsam gemacht, meine politische Arbeit wäre ohne sie niemals möglich gewesen. In solchen Ämtern ist immer das latent schlechte Gefühl, du bist permanent unterwegs, hast du eigentlich genug Zeit für Deine eigene Familie?

Deswegen bin ich meiner Frau auch so dankbar. Wenn sie nicht ihre berufliche Karriere abgebrochen hätte, dann hätten wir Schlüsselkinder gehabt, dann wäre das so nicht möglich gewesen.“

Volker Bouffier über den Song „Imagine“ von John Lennon:

„Dieses Lied von John Lennon ist ein Geniestreich. Diese Vision ist ja heute so aktuell wie damals. Es bringt eine Sehnsucht zum Ausdruck und daran festzuhalten finde ich gut und wenn sie solange Realpolitik gemacht haben, müssen sie ja aufpassen dass sie nicht versteinern, sondern dass man auch noch Visionen und Ziele hat. Auch wenn man weiß die Welt ist schwierig und hat viele viele Probleme – auf der anderen Seite: Sie ist aber auch schön.“

Ursula Bouffier über die Bedeutung des Ehrenamtes und ihr eigenes Engagement beim Müttergenesungswerk:

„Das ist unglaublich wichtig. Es geht um die Stärkung der Erziehenden, Mütter wie Väter. Die Belastung vieler nicht zuletzt durch Corona ist immens. Uns brechen die Beratungsstellen weg, weil sie nicht mehr finanziert werden können.“

Volker Bouffier zum Thema Ehrenamt:

„Für meine Frau und mich war der Sport immer ein großer Teil unseres Lebens. Champions League ist faszinierend, aber das ist nicht der Sport! Der Sport ist in kleinen Dörfern, ein Verein wo du mit 3 Jahren anfängst mit Mutter-Kind-Turnen, mit 5 geht’s los mit Fußball oder mit was auch immer. Wer hält denn den Laden dort hoch? Das sind doch die Menschen, die sich da einbringen. Das ist der Kitt der Gesellschaft.“

Silvia am Sonntag – der Talk“ läuft sonntags zwischen 9 und 12 Uhr mit Moderatorin Silvia Stenger. Das komplette Gespräch mit Ursula und Volker Bouffier sowie alle anderen Interviews, können in voller Länge bei FFH in Web und App und überall dort, wo es Podcasts gibt, gehört werden.

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