4 Jahre Ukraine-Krieg: Kalter Winter lässt Spenden steigen
4 Jahre Urkaine-Krieg - Kalter Winter lässt Spenden steigen
Ob bei den Maltesern in Kassel, bei Gain in Gießen oder der Ukrainehilfe in Birstein und Brachtal im Main-Kinzig-Kreis. Überall wollen die Hessinnen und Hessen notleidenden Menschen in der Ukraine helfen - auch vier Jahre nach Kriegsbeginn.
Die Hilfsorganisation Gain in Gießen schickt jeden Monat einen Transport mit Gütern in die Ukraine.
Zum Jahrestag am des Kriegsbeginns am Dienstag, 24. Februar gibt es zahlreiche Veranstaltungen: So wird es um 17 Uhr eine Kundgebung auf der Berliner Platz in Gießen vor dem Rathaus geben, viele Rathäuser oder Kreisämter sind mit Ukraine-Flaggen beflaggt - wie das Kreishaus Lahn-Dill in Wetzlar. In Eschwege, Schwalstadt oder Korbach gibt es am frühen Abend Mahnwachen und Andachten. In Rüsselhsheim gibt es eine Gedenkstunde, in Fulda um 12 Uhr einen Friedensgottesdienst.
Nils Pettkus von Gain sagt im FFH-Gespräch: "Tatsächlich ist der Alltag in den vielen ungeheizten Wohnungen und Hochhäusern gerade für Ältere und Kinder kaum auszuhalten. Deshalb wird Gain solange helfen, wie der Krieg dauert und die Menschen die Hilfe brauchten. Die Ukrainehilfe der Malteser in Kassel sucht bittet nicht nur um Sachspenden sondern sucht auch freiwillige Helfer.
Mehr Spenden im kalten Winter
Die schweren Angriffe auf die Energieversorgung, die auch die Hauptstadt Kiew seit November treffen, sorgt für besondere Belastung im laufenden strengen Winter. Das mache auch in Deutschland viele Menschen betroffen, die derzeit wieder stärker spenden, sagt Nils Pettkus von Gain. "Es gab zwischendurch eine gewissen Spendenermüdung. Aber nach den Angriffen auf die Energieversorgung ist die Bereitschaft zu spenden wieder gestiegen."
Ukrainehilfe Birstein und Brachtal
Auch der Verein Ukrainehilfe Birstein und Brachttal sieht weiterhin eine große Bereitschaft in Hessen, die Menschen in dem überfallenen Land zu unterstützen. Eine allgemeine Spendenmüdigkeit sei nicht festzustellen, sagt der Vereinsvorsitzende Enrico Nagelberg. Der Verein aus dem Main-Kinzig-Kreis zählt derzeit zwischen 50 und 60 Mitglieder.
Güter für Krankenhäuser und Kinderheime
Der Verein konnte in den vier Jahren über 50 Transporte organisieren. Die Bereitschaft zu Sachspenden sei ungebrochen, berichtet Nagelberg. Bei Geldspenden sehe das jedoch nicht so gut aus. Was bedauerlich sei, denn bestimmte Projekte wie etwa "Sieben Tage ohne Krieg", bei dem im vergangenen Jahr Kinder und Jugendliche aus der Ukraine eine Woche lang eine Auszeit in Hessen verbringen durften, seien ohne finanzielle Unterstützung nicht machbar.
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