Angst vor Job-Abbau geht um - DGB ruft zu 1.Mai-Demos in Hessen auf
„Erst unsere Jobs, dann eure Profite“: An vielen Orten in Hessen wird es am 1. Mai Proteste und Kundgebungen gehen. Die Gewerkschaften rechnen mit tausenden Teilnehmern.
Angesichts von Firmeninsolvenzen und Stellenstreichungen in der Industrie gewinnen sie an besonderer Bedeutung.
Die zentrale Kundgebung des DGB wird in Herborn sein. Hier hat sich auch Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori angesagt. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betont: „Am 1. Mai gehen wir auf die Straße, weil Arbeitsplätze unter Druck geraten und soziale Sicherheit infrage gestellt wird, während Beschäftigte immer mehr leisten sollen. Das machen wir nicht mit."
Eine Übersicht über die DGB-Kundgebungen findet ihr hier
Mittelhessen mit seinen starken Industriestandorten trifft der Um- oder Abbau von Industrien besonders. Im Stadtpark Herborn findet ab 11 Uhr die zentrale diesjährige hessische DGB-Kundgebung statt.
Der Lahn-Dill-Kreis organisiert rund um den 1. Mai eine Woche der Arbeit 2026, Zur 1. Mai-Kundgebung in Herborn rufen auch die Kirchen auf. Teilnehmen dürfe aber nur, wer sich “friedlich für Demokratie, eine gerechte Gesellschaft und Vielfalt engagieren möchte.”
Drohender Stellenabbau bei Safran
Die IG Metall möchte in Herborn besonders darauf aufmerksam machen, dass zwei Betriebsstandorte in Herborn besonders unter Druck stehen, nämlich die Safran Herborn und die Faurecia Scheuerfeld. Hier drohen Firmenverkäufe und Stellenabbau. Beschäftigte wollen deshalb mitprotestieren.
Weitere Proteste gibt es in Alsfeld, Gießen, Marburg und Wetzlar.
DGB-Demos in Nord- und Osthessen
Auch in Nordhessen ist die Automobil- und Zulieferindustrie traditionell breit aufgestellt. Deshalb gibt es dort mehrere 1-Mai-Demo unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Der DGB klagt, dass Standorte verlagert würden. Demonstrationen gibt es ab 10 Uhr in Bad Hersfeld, in Borken, in Eschwege, in Kassel oder Korbach. An manchen Orten schließen sich der Kundgebung Familienfeste an. Zum Beispiel in Fulda
DGB-Demos in Rhein-Main
Neben Kundgebungen in Hanau, Offenbach und vielen anderen Städten gibt es eine zentrale Veranstaltung vor dem Römer in Frankfurt. Hier wird auch SPD-Oberbürgermeister Mike Josef sprechen.
Manroland in Offenbach schockiert
In Offenbach hatte gerade erst die Ankündigung des Druckmaschinenherstellers Manroland Schockwellen ausgelöst. Schon zum 1. Juni sollen 660 Arbeitsplätze wegfallen. Die Gewerkschaften bemühen sich darum, zumindest eine Tranfergesellschaft durchzusetzen, in der die freigesetzten Kollegen und Kolleginnen neue Perspektiven aufbauen können. Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke hatte Manroland für mangelnde Investitionen kritisiert.
DGB-Demos in Südhessen
Die wohl größte Veranstaltung in Südhessen wird es aus dem Messplatz in Darmstadt geben. Nach Demo und Kundgebung startet hier ein großes Familienfest. Fast alle Veranstaltung starten um 10.30 Uhr oder 11 Uhr.
- Bad König
- Heppenheim
- Ober-Ramstadt
- Rüsselsheim
- Groß-Gerau
- Kelsterbach
- Mörfelden
- Darmstadt