Schüsse in Gießener Wettbüro - 34-Jähriger steht vor Gericht
Drei Menschen werden durch Schüsse in einem Wettbüro verletzt - nun beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Schützen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor.
Knapp acht Monate nach Schüssen in einem Wettbüro beginnt heute (9.00 Uhr) vor dem Landgericht Gießen der Prozess gegen einen 34-jährigen Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten heimtückischen Mord, gefährliche Körperverletzung sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor.
Der Tatabend in der Innenstadt
Am Abend des 11. Oktober vergangenen Jahres soll der Angeklagte, der die türkische Staatsbürgerschaft hat, das Wettbüro in der Gießener Innenstadt betreten und vier Schüsse aus einer Pistole abgegeben haben.
Drei Verletzte nach Kugelhagel
Drei Menschen im Alter von 16, 27 und 40 Jahren waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Kugeln getroffen und im Bereich der Beine und des Oberkörpers verletzt worden.
Flucht und schnelle Festnahme
Beim Verlassen des Wettbüros soll der 34-Jährige noch einen weiteren Schuss in Richtung des Eingangs abgegeben, jedoch niemanden getroffen haben. Er war noch am Abend der Tat festgenommen worden.
Streit als mögliches Tatmotiv
Die Ermittler gehen davon aus, dass ein Streit zwischen dem 34-Jährigen und einem der Opfer einige Wochen zuvor Auslöser für die Schüsse gewesen sein dürfte.
Auswertung digitaler Spuren
Darauf deuteten laut Staatsanwaltschaft Zeugenbefragungen und die Auswertung von Videoaufnahmen und Handys hin.