Mehr Tempo 30 in Gießen - Stadt will Schulwege sicherer machen
Die Sommerferien sind vorbei und damit laufen wieder viele Kinder täglich zur Schule und nach Hause. Gerade in der Stadt ist das nicht immer ungefährlich. Gießen will hier jetzt gegensteuern: Mit neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen sollen die Straßen rund um Grundschulen sicherer werden.
Die Stadt Gießen führt schrittweise Tempo-30-Begrenzungen auf Hauptstraßen ein, die als Schulwege genutzt werden. Grundlage dafür ist eine neue gesetzliche Regelung, die Tempo 30 auf Schulwegen ausdrücklich ermöglicht. Bisher konnte das von Kommunen nur direkt vor den Schulen eingerichtet werden.
Warum Kinder besonderen Schutz brauchen
Kinder nehmen Gefahren im Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene - sie schätzen Geschwindigkeiten schwerer ein, reagieren langsamer und lassen sich leichter ablenken. Bei Tempo 30 ist der Bremsweg deutlich kürzer als bei Tempo 50, schwere Unfälle können so vermieden werden. Bürgermeister Alexander Wright betont im FFH-Gespräch: „Verkehrsstudien zeigen ja, Tempo 30 macht den Verkehr in der Stadt sicherer. Und leiser noch dazu."
13 Grundschulen wurden geprüft
Die Stadt hat die Schulwegepläne aller 13 Gießener Grundschulen ausgewertet und die am stärksten genutzten Routen entlang von Hauptstraßen identifiziert. Betroffen sind unter anderem die Schulwege der Goethe-Schule und der Weißenschule in Weserheck. Wo bereits Tempo 30 galt, bestand kein weiterer Handlungsbedarf.
Umsetzung läuft bis zu den Herbstferien
Der Bauhof stellt die Schilder Schritt für Schritt auf - angeordnet von der Straßenverkehrsbehörde, umgesetzt durch das Tiefbauamt. Bis zu den Herbstferien soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Für weiterführende Schulen ist Tempo 30 auf Schulwegen grundsätzlich möglich. Hier will die Stadt künftig ebenfalls eine Einführung prüfen, sagt Wright.