Mögliche Evakuierung in Gießen wegen Kampfmittelverdacht
Weltkriegsbombe gefunden? - Mögliche Evakuierung in Gießen
Am Donnerstag (15.10.) müssen vielleicht viele Gießener ihre Wohnungen verlassen. An der Bushaltestelle Frankfurter Straße/Ecke Robert-Sommer-Straße sucht ein Bagger nach möglichen Kampfmittelresten.
Anlass ist eine Fernwärmebaustelle in der Stadt. Die Bauarbeiten beginnen am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 8 Uhr. Dabei soll geklärt werden, ob sich an dieser Stelle noch Kampfmittelreste aus dem Zweiten Weltkrieg im Untergrund befinden.
Scharfe Bombe oder harmloser Rest?
Was genau unter dem Asphalt liegt, lässt sich erst sagen, wenn die Stelle tatsächlich freigelegt ist, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Möglich ist ein bereits detonierter Sprengkörper, der nur noch abtransportiert werden müsste - denkbar ist aber auch, dass sich dort noch eine intakte Bombe befindet. Die Stadt Gießen bereitet sich deshalb auf alle Eventualitäten vor, unabhängig davon, wie wahrscheinlich ein Fund ist.
Entschärfung noch am selben Tag möglich
Sollte am 15. Oktober tatsächlich ein scharfer Sprengkörper gefunden werden, müsste dieser zügig entschärft werden - voraussichtlich noch am selben Tag. Zuständig dafür wäre der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt.
Bis zu 1.000 Meter Sicherheitsradius möglich
Wie groß der Sicherheitsbereich im Ernstfall ausfallen würde, steht noch nicht fest. Den Umkreis legt der Kampfmittelräumdienst fest, abhängig von der Größe der Bombe und ihrer Lage im Boden. Zunächst geht die Stadt von einem maximalen Radius von 1.000 Metern aus, innerhalb dessen es im Falle eines scharfen Fundes zu Evakuierungen kommen könnte.
Wohin im Ernstfall?
Wer in diesem Bereich wohnt, sollte sich schon jetzt überlegen, wo er sich im Fall einer Evakuierung aufhalten könnte - etwa bei Verwandten oder Bekannten, auch mit Haustieren. Die Stadt stellt zusätzlich Notunterkünfte in der Mensa der Brüder-Grimm-Schule sowie in der Kongresshalle zur Verfügung. Auch im Straßen- und öffentlichen Nahverkehr könnte es dann zu Einschränkungen und Sperrungen kommen.
So bleibt ihr informiert
Die Stadt Gießen bittet darum, sich am 15. Oktober über die städtische Website sowie über Facebook, Instagram und den WhatsApp-Kanal „Universitätsstadt Gießen" über die aktuelle Lage zu informieren. Bei dringenden Fragen steht zudem die Hotline 0641 306-1122 bereit.