Preisschock für Haushalte - Müllgebühren in Kassel steigen drastisch
Nach 14 Jahren stabiler Preise müssen sich die Haushalte in Kassel auf deutlich höhere Müllgebühren einstellen. Die Stadt plant, die Tarife um durchschnittlich 31 Prozent anzuheben. Für einen Standard-Restmüllbehälter bedeutet das Mehrkosten von bis zu fünf Euro im Monat.
Grund für den drastischen Anstieg sind laut der Stadt Kassel die massiv gestiegenen Ausgaben bei der Müllabfuhr. Neben teurerem Kraftstoff und höheren Personalkosten schlägt auch eine neue CO2-Abgabe für die Müllverbrennung ins Gewicht. Zudem bringen alte Kleider oder bestimmte Wertstoffe den Angaben zufolge auf dem Markt kaum noch Geld ein, sondern kosten den städtischen Eigenbetrieb mittlerweile sogar in der Entsorgung.
Das ändert sich für die Haushalte
Die endgültige Entscheidung über die neuen Tarife liegt bei den Stadtverordneten. Laut den Plänen der Stadtreiniger soll die Erhöhung zum Jahreswechsel 2027 greifen. An dem bewährten System aus Grund- und Leistungsgebühr ändert sich nichts. Wer eine 80-Liter-Restmülltonne nutzt, zahlt den Berechnungen zufolge künftig je nach Haushaltsgröße zwischen 3,45 und 5,26 Euro mehr pro Monat.
Sperrmüllabholung wird teurer
Auch wer Sperrmüll oder Grünschnitt direkt vor der Haustür abholen lässt, muss tiefer in die Tasche greifen. Die Transportpauschale klettert laut Stadt von 40 auf 47 Euro. Die Abholung von alten Elektrogeräten soll künftig 25 Euro kosten. Ein kleiner Trost bleibt jedoch für die Bürgerinnen und Bürger: Wer seinen Abfall oder Sperrmüll selbst zu den Kasseler Recyclinghöfen bringt, zahlt dafür auch weiterhin nichts.