Polizist ins Gesicht geboxt - Kontrolle in Göttingen eskaliert
Bei einem Einsatz auf dem Wilhelmsplatz in Göttingen ist ein Polizist mit einem Faustschlag an den Kopf verletzt worden. Er war nach der Attacke erstmal nicht mehr dienstfähig.
Passanten hatten die Einsatzkräfte alarmiert, weil zwei Männer vor einem Schnellrestaurant randalierten. Anhand der Beschreibungen konnten die Beamten die Gesuchten kurz darauf am Ende des Wilhelmsplatzes antreffen, so die Polizei.
Eskalation bei der Ausweiskontrolle
Als sich der 23-Jährige ausweisen sollte, weigerte er sich laut Polizei und schlug stattdessen einem der Beamten unvermittelt mit der Faust gegen den Kopf. Der Polizist danach ärtzlich behandelt werden.
Massiver Widerstand am Boden
Die Einsatzkräfte ergriffen den Angreifer sofort und brachten ihn unter Zwang zu Boden. Dabei wehrte sich der Mann den Angaben zufolge hochaggressiv und konnte erst mit der Unterstützung weiterer Polizisten überwältigt werden. Auch am Boden liegend leistete er demnach weiter erheblichen Widerstand und beleidigte sowie bedrohte die Beamten.
Hand- und Fußfesseln angelegt
Bereits vor der Fahrt zur Wache beschädigte der Randalierer die Inneneinrichtung des Polizeitransportwagens. Wegen seines fortgesetzten, massiven Widerstands mussten ihm für den Transport neben Hand- zusätzlich auch Fußfesseln angelegt werden, teilt die Polizei mit.
Blutprobe und zahlreiche Anzeigen
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde dem Mann in der Dienststelle eine Blutprobe entnommen. Er blieb bis zum nächsten Morgen in Gewahrsam. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands, Bedrohung, Beleidigung und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel ein.
Die Polizei bittet, Zeugen sich unter 0551/491-2115 zu melden.