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Besserer Schutz vor dem Wolf: Land Hessen will Tierhalter unterstützen

Besserer Schutz vor dem Wolf - Hessen will Weidetierhalter unterstützen

Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (links) und Schafhalter Moritz Weckbach (rechts daneben) sprechen mit Weidetierhaltern und Pressevertretern über die Maßnahmen, die Hessen in Sachen Schutz vor Wolfsangriffen umsetzen will. 
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Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (links) und Schafhalter Moritz Weckbach (rechts daneben) sprechen mit Weidetierhaltern und Pressevertretern über die Maßnahmen, die Hessen in Sachen Schutz vor Wolfsangriffen umsetzen will. 

Der hessische Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) hat eine Trendwende im politischen Umgang mit Wölfen angekündigt. Beim Besuch einer Schäferei in der Rhön sagte er  Weidetierhaltern eine bessere Förderung von Schutzmaßnahmen sowie eine einfachere Entschädigung bei Wolfsangriffen auf Herden zu.

Dauerhaft müsse aber die wachsende Wolfspopulation durch eine Bejagung eingedämmt werden, sagte Jung. Der Minister bekräftigte die Absicht, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen. Letztlich liege in dieser Frage der Ball aber bei der EU.

Wolfszentrum soll zu HessenForst verlagert werden

Jung kündigte außerdem an, das hessische Wolfszentrum in die Zuständigkeit der Forstverwaltung Hessen Forst zu überführen. Bislang ist das Zentrum beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie angesiedelt.  

Landwirtschaftsminister Jung: "Wenn Weidetierhalter berichten, dass sie mit Sorge morgens aufwachen, dann ist es für die Politik an der Zeit, zu reagieren."

Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung hat den Weidetierhaltern in Hessen Hilfen in Aussicht gestellt.

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Weidetierhalter kritisieren Probleme bei Herdenschutzmaßnahmen

Der Schäfer Moritz Weckbach, der bei Ehrenberg unweit der hessisch-bayerischen Landesgrenze eine Herde mit rund 500 Schafen hält, hatte dem Minister zuvor über Probleme bei der praktischen Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen berichtet und eine überbordende Bürokratie für Weidetierhalter kritisiert. Er und seine Kollegen leisteten mit ihren Herden durch die Offenhaltung der Flächen einen wichtigen Beitrag für den Natur- und Artenschutz, sagte er. 

Schafhalter Weckbach: "Die versprochenen Hilfen sind ein erster Schritt."

Schafhalter Moritz Weckbach aus Ehrenberg sieht die versprochenen Hilfen vom Land Hessen als gutes Signal.

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Die Rhönschafe von Moritz Weckbach auf ihrer Weide. 
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Die Rhönschafe von Moritz Weckbach auf ihrer Weide. 

Schafhalter Weckbach: "Problem-Wölfe sollten abgeschossen werden dürfen"

"Der Wolf soll nicht weg", betonte Weckbach. Es müsse aber möglich werden, sogenannte Problemwölfe, wie es sie in der Rhön gebe, schneller und einfacher abzuschießen. Zweimal hatten Wölfe nach seinen Angaben seine Herde angegriffen und dabei sechs Tiere getötet.

Schafhalter Weckbach: "Es ist nicht schön, morgens auf die Weide zu kommen und gerissene Schafe zu finden."

Schafhalter Moritz Weckbach im Interview mit FFH-Reporterin Eva-Maria Lauber zu seiner eigenen Erfahrung mit Wölfen.

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Zwei Wolfsrudel in Hessen

Nach Angaben des Wolfszentrums Hessen lebt je ein Rudel Wölfe im Raum Rüdesheim und in der Rhön nahe Wildflecken. Drei weitere Nachkommen des Rudels in der Rhön wurden im Januar genetisch erfasst. Damit hat das dort auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken sesshafte Elternpaar nach jüngsten Angaben des hessischen Wolfszentrums insgesamt neun Nachkommen, die nachgewiesen wurden.

Mehrere Wolfspaare nachgewiesen

Zudem sind in Hessen ein Wolfspaar im Raum Butzbach (Wetteraukreis) sowie einzelne Tiere in Greifenstein (Lahn-Dill-Kreis), Ludwigsau (Hersfeld-Rotenburg-Kreis), Spangenberg (Schwalm-Eder-Kreis) und Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) registriert worden. 

NABU kritisiert die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht

Der NABU Hessen kritisiert unterdessen die Bestrebung, den Wolf in das hessische Jagdrecht aufzunehmen. "Das ist eine kontraproduktive Scheinlösung, die niemandem hilft", so der NABU-Landesvorsitzende Maik Sommerhage in einer Pressemitteilung. Damit werde den Weidetierhaltern eine Sicherheit vorgetäuscht, die es draußen vor Ort nicht gebe. Wenn dann Herdenschutzmaßnahmen unterlassen würden, komme es durch neu zuwandernde Wölfe immer wieder zu Rissen. Der einzig nachhaltige Schutz seinen ausreichend hohe und unter Strom stehende Schutzzäune.

Eva-Maria Lauber

Reporterin
Eva-Maria Lauber

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