Handwerker soll gemordet haben - Prozess um getötetes Paar in Richelsdorf
Als Handwerker soll er gekommen – als Mörder gegangen sein: In Fulda steht ab dem heutigen Donnerstag (29.1.2026) ein Mann vor Gericht, der im vergangenen Jahr ein Ehepaar in Richelsdorf im Kreis Hersfeld-Rotenburg getötet haben soll, nur um an Geld zu kommen.
Die Tat hat die ganze Region schockiert: Am 30 Juni 2025 wurden zwei Leichen in einem Wald bei Richelsdorf gefunden. Erstochen, mit mehreren Messerstichen. Bei den Toten handelte es sich um ein Ehepaar, 67 und 63 Jahre alt. Sie wurden zuvor von Angehörigen als vermisst gemeldet.
Schneller Verdacht
Schon kurz nach dem Fund der Toten gerät ein heute 51 Jahre alter Mann als Täter in Verdacht: Er soll als Handwerker bei dem Ehepaar gewesen sein und von früheren Tätigkeiten im Haus gewusst haben, dass die zwei stets Bargeld zuhause haben. Laut Anklage hat er den Mann und die Frau mit mehreren Messerstichen getötet. Geld habe er keines gefunden. Die Leichen habe er im Wald abgelegt. Bereits am 1. Juli 2025 klickten die Handschellen. Seitdem befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet auf Mord, weil er aus Habgier heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hat, heißt es in der Anklage.